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    Batman: Arkham Knight im Test: Starkes Finale, schwacher PC-Port

    Das dramatische Batman-Finale im Test: Allen Fans des Dunklen Ritters macht Rocksteady nochmal ein letztes großes Abschiedsgeschenk. Arkham Knight ist riesig, packend, aufregend inszeniert - und doch kein Spiel-des-Jahres-Kandidat. Warum der letzte Batman nicht ganz an die Vorgänger heranreicht und weshalb PC-Spieler vorerst in die Röhre gucken, klärt der spoilerfreie Test.

    Heiliger Größenwahn, Batman! Mit Arkham Knight zieht Rocksteady noch mal alle Register und verspricht nicht weniger als das umfangreichste, schönste und beste Spiel der gesamten Batman-Serie. Im Test zeigt sich jedoch ein gemischtes Bild: Zwar mag Batman: Arkham Knight zweifellos das größte und spektakulärste Spiel der Reihe sein, doch dafür bringt es auch ein paar gewagte Neuerungen mit sich. Und genau die können den Spielspaß trüben.

    Wirbel um die PC-Version: Was ist passiert?

          

    Während die PS4-Version von Batman: Arkham Knight einen prima Eindruck hinterlässt, sorgt die PC-Fassung für Frust: Tausende Spieler klagten über massive Performanceeinbrüche und im Vergleich zur Konsolenversion abgespeckte Grafik. Die Beschwerden gingen so weit, dass sich Warner Bros. zu einem drastischen Schritt gezwungen sah: Der Verkauf der PC-Version wurde vorerst eingestellt, unzufriedene Käufer können über Steam ihr Geld zurückverlangen. Damit wollen sich die Entwickler von Rocksteady (und das mitverantwortliche Studio Iron Galaxy) genügend Zeit verschaffen, um die PC-Version nochmal kräftig zu optimieren. Vorraussichtlich im Herbst soll dann eine schönere, fehlerfreie Umsetzung erscheinen, die wir dann natürlich prüfen und bewerten werden. Update: Schon vorab ist am 4. September ein großer Patch eschienen, der die PC-Version merklich verbessert - der Verkaufsstopp gilt allerdings immer noch. Mehr Infos zur PC-Version findet ihr auf der dritten Seite in diesem Test!

    Keine Spoiler! Batman-Fans brauchen sich keine Sorgen machen: In diesem Test werden wir natürlich nichts von der spannenden Story, den überraschenden Wendunden und dem dramatischen Finale verraten! Wir bitten auch euch darum, im Kommentarbereich möglichst nichts zu spoilern.

    Arkham Knight: Spektakuläres Gotham City

          

    Gotham City: Die Spielwelt ist deutlich größer, höher und bunter als in den Vorgängern. (PC) Gotham City: Die Spielwelt ist deutlich größer, höher und bunter als in den Vorgängern. (PC) Quelle: PC Games Wer die PS4- oder Xbox One-Version sein Eigen nennt (oder zumindest das Glück hat, die PC-Version ruckelfrei genießen zu können), der hat ein edles Action-Adventure vor sich, mit dem sich Rocksteady im großen Stil vom Dunklen Ritter verabschiedet. Arkham Knight setzt neun Monate nach Arkham City ein und richtet sich klar an Kenner der Reihe. Ereignisse aus den Vorgängern (inklusive Arkham Origins) werden ohne Erklärungen aufgegriffen, ebenso kommen bewährte Spielmechaniken und Gadgets ohne genauere Einführung zum Einsatz – knifflig für Neulinge, Profis fühlen sich dagegen sofort heimisch. Da das Spiel die Arkham-Reihe abschließen soll, fahren die Entwickler noch mal alles auf: Gotham City wird von zwei Superschurken bedroht, dem Giftgas-Lümmel Scare­crow und dem neuen, mysteriösen Arkham Knight, der die Stadt mit einer Armee von Soldaten und Kampfdrohnen in seinen Würgegriff zwingt. Zu Beginn wird Gotham City darum evakuiert, sodass sich außer ein paar Polizeistreifen nur noch böse Buben auf den Straßen tummeln – eine lebendige Großstadt mit freundlichen NPCs gibt's also auch diesmal nicht. Dafür ist das Design völlig neu: Waren die Vorgänger noch bewusst kalt und grau gestaltet, fällt die neue Spielwelt nicht nur größer, sondern vor allem bunter aus. Die drei Stadtteile Gothams, die wir frei erkunden dürfen, bersten nur so vor farbenfroher Reklame und bunten Lichtquellen, die sich im regennassen Asphalt spiegeln und die den düsteren Ereignissen einen knalligeren Look verpassen.

    Mühelos zoomt die Kamera in solchen Szenen weit über die Stadt - was für ein Anblick! (PC) Mühelos zoomt die Kamera in solchen Szenen weit über die Stadt - was für ein Anblick! (PC) Quelle: PC Games Was Rocksteady dabei aus der stark modifizierten Unreal Engine 3 rausholt, ist wieder mal eine Wucht: Mühelos wird da eine gewaltige Weitsicht voller Details dargestellt, zumindest auf Konsolen flüssig und knackscharf präsentiert! Ladezeiten gibt es nicht, ihr könnt theoretisch jeden Winkel der Spielwelt ohne Unterbrechung erforschen. Egal ob feine Texturen, tolles Charakterdesign, stimmige Lichteffekte oder die teils unglaublichen Kamerafahrten – in Sachen Präsentation hängt Arkham Knight mühelos seine Vorgänger ab. Das gilt auch für die PC-Fassung, obwohl deren Texturen etwas weniger detailliert daherkommen als auf der PS4 (hier hat der Patch bereits Abhilfe geschaffen). Einzig die etwas hölzernen Gesichter wirken veraltet, hier ist die Genre-Konkurrenz schon deutlich weiter. Der erstklassigen Atmosphäre, die von gewohnt starken Sprechern, tollem Sounddesign und guter Musik komplettiert wird, tut das aber keinen Abbruch.

    Video: Talkrunde der Tester zu Batman: Arkham Knight

          
    36:42
    Batman: Arkham Knight - Video-Talk der Tester zum Rocksteady-Finale - ohne Spoiler
    Spielecover zu Batman: Arkham Knight
    Batman: Arkham Knight

    Arkham Knight: Starke Story, schwacher Schurke

          

    So haben wir getestet
    Für diesen Artikel hat uns Warner Bros. Interactive Entertainment vorab eine nahezu fertige PS4-Version zur Verfügung gestellt, die wir komplett durchgespielt haben. Die problembehaftete PC-Fassung konnten wir allerdings erst ab dem Releasetag spielen. Alle Bilder in diesem Artikel sind mit der PC-Version entstanden.
    Irre Grafik ist aber nicht alles, das weiß Rocksteady genau: Auch Arkham Knight erzählt eine stark präsentierte Story voller denkwürdiger Momente, mit viel Fan-Service und spannenden Wendungen. Besonders Batmans Freunde wie Oracle, Gordon, Nightwing oder Robin treten diesmal stärker ins Rampenlicht – ein Fest nicht nur für Comic-Liebhaber! Großartig auch, wie die Autoren mit Batmans Ängsten spielen, etwa seiner Scheu vor dem Töten oder den seelischen Narben, die der jahrelange Kampf gegen den Joker hinterlassen hat. Mehr wird nicht verraten!

    Der Arkham Knight entpuppt sich als vorhersehbarer Schurke. (PC) Der Arkham Knight entpuppt sich als vorhersehbarer Schurke. (PC) Quelle: PC Games Allerdings sind die neuen Schurken längst nicht so spannend wie im zweiten Teil und auch zwielichtige Figuren wie Talia al Ghul fehlen diesmal. Vor allem der unheimliche, maskierte Arkham Knight entpuppt sich als meist oberflächlicher Phrasendrescher, der weit mehr Spannung verspricht als er am Ende liefern kann. Andere Figuren wie Two-Face, Pinguin oder Deathstroke haben zwar kurze Auftritte, gehen in der großen Handlung aber ziemlich unter. Überrepräsentiert ist diesmal dafür der Riddler: Wieder hat Rocksteady rund 250 Secrets, Puzzles und Herausforderungen in der Spielwelt versteckt, die wir für den irren Rätselfan lösen müssen – dabei quatscht er uns aber so oft mit seinen Sprüchen zu, dass es auf Dauer anstrengend wird. Die teils platten Monologe der Bösewichte zählen zu den wenigen echten Schwächen der Handlung.

    Hauptsache größer!

    Rocksteadys Devise ist eindeutig: höher, schneller, weiter muss es gehen! Die Spielwelt ist nicht nur größer als im Vorgänger, auch die Gebäude fallen nun beeindruckend hoch aus. Darum kann sich Batman noch flotter per Seilhaken hinaufschießen oder über die Dächer der Großstadt gleiten – auf diese Weise ist man ähnlich flink am Ziel wie in Arkham City. Natürlich sind die größeren Dimensionen aber vor allem einer Neuerung geschuldet, die sich die Fans sehnlichst gewünscht hatten: In Arkham Knight dürft ihr endlich das legendäre Batmobil steuern! Wie sich das anfühlt, erfahrt ihr auf der nächsten Seite.

    07:22
    Batman: Arkham Knight: Time To Go To War - Über 7 Minuten Gameplay aus Rocksteadys Trilogie-Abschluss
    Spielecover zu Batman: Arkham Knight
    Batman: Arkham Knight
    • Es gibt 69 Kommentare zum Artikel

      • Von doomkeeper Erfahrener Benutzer
        Schon heftig wenn die "bessere" PC Version erst gegen Herbst rauskommen soll.
        Solche Schussel aber auch.. haben doch die PC Version glatt um einige Monate zu früh released.. kann doch mal passieren :-D:-B
      • Von TheBobnextDoor Erfahrener Benutzer
        Wenn ich ehrlich sein soll, mich stört das nur sehr gering. Liegt bei mir aber auch daran, dass ich Jahre lang mit älterer Hardware Spiele gespielt habe, FPS-Drops nehm ich auch nicht in dem großen Maß wahr. Das wird alles nebensächlich, wenn ich im Gegenzug diese Geschichte serviert bekomme, die mich keine…
      • Von Spassbremse Erfahrener Benutzer
        Zitat von TheBobnextDoor

        Es übertrifft alle anderen Teile um Längen, ohne jetzt annähernd die Hälfte des Spiels absolviert zu haben:)
        Wenn man die technischen Probleme (die ich persönlich, wie gesagt, nicht so sehr gravierend finde!) jetzt noch in den Griff bekommt, ist es wirklich der beste…
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Batman: Arkham Knight
Test: Starkes Finale, schwacher PC-Port
Das dramatische Batman-Finale im Test: Allen Fans des Dunklen Ritters macht Rocksteady nochmal ein letztes großes Abschiedsgeschenk. Arkham Knight ist riesig, packend, aufregend inszeniert - und doch kein Spiel-des-Jahres-Kandidat. Warum der letzte Batman nicht ganz an die Vorgänger heranreicht und weshalb PC-Spieler vorerst in die Röhre gucken, klärt der spoilerfreie Test.
http://www.pcgames.de/Batman-Arkham-Knight-Spiel-54131/Tests/Review-Starkes-Finale-schwacher-PC-Port-1162468/
26.06.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/06/Batman_Arkham_Knight_E3_07-pc-games_b2teaser_169.jpg
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