Batman: Arkham Asylum im Test: Die Spielspaß-Sensation des Jahres
Die Bossgegner (hier: Poison Ivy) erfordern allesamt eine individuelle, clever ausgeklügelte Angriffstaktik.
Wer die Comic-Vorlage kennt, der weiß: Batman ist zwar ein Superheld mit all seinen überzeichneten Fähigkeiten, bleibt aber ein verwundbarer Mensch. Dieser Tatsache trägt das Spiel Rechnung, indem es seinen Helden nicht mit Megakräften ausstattet, sondern auf technische Hilfsmittel setzt. Batman kann nicht fliegen, aber sein Umhang lässt in gleiten. Batman kann nicht 100 Meter hoch springen, aber sein Enterhaken katapultiert ihn in die Höhe. Zudem sind frontale Auseinandersetzungen mit den zahlreichen Gangstern zwar möglich, aber nicht im Sinne der Erfinder. Vielmehr sollte der Fledermaus-Mann wie ein Raubtier agieren: Gegner abpassen, in die Falle locken und ausschalten - auf diese Weise erzeugt das Geschehen enorme Befriedigung beim Spieler. Nimmt man dann noch die versteckten Geheimnisse sowie das Upgrade-System hinzu, mutiert Arkham Asylum zum Software gewordenen Suchtmittel.
Alle paar Stunden treffen Sie auf Scarecrow. Der gruselige Freak versetzt Batman in einen Drogenrausch und erscheint dadurch als riesiges Monster. Die zugehörigen Bosskämpfe spielen sich wie eine Mischung aus Jump‘n‘Run und Schleicheinlagen.
Die PC-Version des Spiels durfte knapp vier Wochen länger reifen als die Konsolen-Pendants - und das sieht man dem fertigen Produkt an. Statt einer halbgaren Umsetzung liefert Eidos ein blitzblank poliertes Produkt ab. Besonders die Maus-Tastatur-Steuerung ist für einen derart komplexen Titel hervorragend gelungen. Ebenso klasse: die Technik. Trotz seiner HDTV-Herkunft wird Batman: Arkham Asylum auch auf 4:3-Monitoren nicht durch schwarze Balken verunstaltet - und auch die fast schon zur Norm gewordene Unsitte namens Bugs muss man mit der Lupe suchen! Keine optische Vergrößerung braucht man indes, um die grafischen Qualitäten des Spiels zu würdigen: Selten sah die Unreal Engine 3 so frisch aus, selten wirkte eine digitale Welt so aus einem Guss.
Und das Beste daran: Sie brauchen noch nicht mal einen Oberklasse-Rechner, um das Abenteuer ruckelfrei zu genießen. Zum Schluss sollten Sie Ihren Blick noch mal nach oben richten, genau auf unsere Wertung. Was wir Ihnen damit sagen wollen? Batman: Arkham Asylum ist toll, nur falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten.
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Ich wundere mich, dass ich hier und da lese, dass das Spiel nur sieben Stunden lang ist, mein Savegame steht bei 25 Stunden und mir hat es genau so gefallen, sodass es sich nicht langgezogen…