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Baphomets Fluch 4: Der Engel des Todes (PC)

Release:
15.09.2006
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
THQ

Baphomets Fluch 4: Der Engel des Todes

25.09.2006 00:10 Uhr
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Neu
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Licht und Schatten

George lenkt die Empfangsdame mit einem Golfschlag ab, damit Anna Maria einen Brief stibitzen kann. George lenkt die Empfangsdame mit einem Golfschlag ab, damit Anna Maria einen Brief stibitzen kann. Im Test weigert sich ab und an das Inventar, bei Berührung des oberen Bildschirmrandes aufzuklappen. Dort kombinieren Sie eingesammelte Gegenstände. So schustern Sie etwa mit einem Messer aus einem Presseausweis und Ihrem Kanzleipass ein neues Dokument zusammen. Solche Kombinationsrätsel finden Sie häufig im Spiel. Die Kopfnüsse in Baphomets Fluch 4 sind eine Mischung aus Informationsbeschaffung, Kombination und Manipulation von Gegenständen.

In Minispielchen greifen Sie zum Smartphone und hacken Internetserver, indem Sie den Datenstrom zu einem Zielcomputer umleiten. Was anfangs eine nette Auflockerung ist, nervt später nur noch. Zumal sich die verschiedenen Bauteile des Puzzles optisch kaum unterscheiden und die recht häufig auftauchenden Sequenzen am Ende in stupides Trial & Error ausarten.

Nach dem ersten eher zähen Drittel gewinnt das Spiel an Fahrt, zumal wir endlich auf Nico Collard treffen. Jetzt kann, ja muss das Spiel spielerisch an die Vorgänger anknüpfen! Tatsächlich? Zumindest wechseln Sie den Charakter und stolpern mit Nico durch die Lande. So untersuchen Sie beispielsweise in Phoenix im Herzen von Arizona eine verlassene Fabrik, während George noch in römischen Dampfbädern umhertingelt.

Erwarten Sie bitte keine Zwischenschnitte oder Kamerafahrten zwischen den Charakteren oder dass Sie zwischen ihnen wechseln und gemeinsam anspruchsvolle Rätsel lösen dürfen, wie das zum Beispiel in unserer Adventure-Referenz Geheimakte Tunguska der Fall ist. Nicos Auftritt erinnerte uns eher an ein Gastspiel als an eine gleichberechtigte Rätselpartnerschaft.

Warum durften wir mit der Holden so wenig knobeln? Von Anna Marias passivem Part ganz zu schweigen - ihr Einsatz beschränkt sich auf banale Koop-Rätselchen der Art "Lass uns mal gemeinsam diese Schalter betätigen, um die Tür zu öffnen". In Baphomets Fluch 4 geht es um einatomiges Gold, eine Verschwörung und ein uraltes Geheimnis.

Die Story könnte fesseln, würde sie nicht mehrfach durch unlogische Sequenzen torpediert. Etwa, wenn George und Nico einen Plan aushecken, wie sie einen Obdachlosen ablenken und beklauen wollen. Nur steht das Opfer direkt neben dem Pärchen, ist nicht mit Taubheit geschlagen und hört ergo zwangsweise mit. Das Vorhaben gelingt trotzdem. Logisch, oder? Sorry, aber da wäre deutlich mehr drin gewesen.

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
70 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Interessante Story mit geschickten Wendungen
Vermurkste Steuerung, suboptimale Kamera
Bekannte, meist glaubwürdige Sprecher
Rätsel unter Zeitdruck, nervige Minispielchen
Kleine und schlecht sichtbare Hotspots
   
Marc Brehme
Die Atmosphäre platzt wie eine Seifenblase, wenn die Wegfindung total versagt.
Wie schön hatte ich mir den vierten Teil nach der Präsentation der Vorabversion mit Chefentwickler Charles Cecil vorgestellt. Hach, endlich wieder George herumscheuchen und mit Nico spielen! Und mit Anna Maria war ja auch noch eine hübsche blonde Gegenspielerin angekündigt. Schon damals war ich aber besonders in Sachen Steuerung skeptisch. Dass die Entwickler sie aber dermaßen spielspaßdrückend in den Sand setzen, hätte selbst ich nicht erwartet. Die mühsam aufgebaute Atmosphäre zerplatzt wie eine Seifenblase, wenn ich in zeitkritischen Sequenzen zum fünften Mal einem Wächter in die Arme laufe, weil die Wegfindung versagt. Dann denke ich nicht mehr daran, den gefährlichen Engel des Todes zu stoppen, sondern wie ich die Bissspuren in meiner Tastatur kaschiere. In der aktuellen Version können wir das Spiel daher bestenfalls beinharten Fans der Baphomets Fluch-Reihe empfehlen.
   
Redakteur
Moderation
25.09.2006 00:10 Uhr
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