Klirrende Kälte legt Diesel lahm - ADAC berichtet von hunderten Hilferufen
Autos mit Dieselmotor können bei minus 22 Grad den Geist aufgeben. Der ADAC berichtet von zahlreichen Pannen. (7)
Autofahren bei niedrigen Temperaturen kann unangenehm sein - vor allem für Autos mit Dieselmotor. Während herkömmliches Benzin nämlich Temperaturen von minus 45 Grad Celsius standhält, nimmt Diesel schon ab minus 22 Grad Celsius die Konsistenz von Gelee an. Sobald Diesel nicht mehr flüssig ist, kann es auch nicht mehr richtig fließen. Die Konsequenz sind Pannen. Von denen gab es in den letzten Tagen in Deuschland zahlreiche, wie der ADAC berichtet. Immerhin wurden die minus 22 Grad in vielen Regionen unterschritten.
Der ADAC bietet nun Rat für Autofahrer mit Dieselmotor an. Zwar gebe es prinzipiell nicht viel, was man gegen die Probleme unternehmen könne. Der sogenannte "Polardiesel" mit höherer Temperaturresistenz ist in Deutschland nämlich nicht zu erwerben. Allerdings gebe es dennoch Verhaltensregeln, an die man sich halten müsse. Auf keinen Fall solle man versuchen, das Diesel auf eigene Faust mit einem Lötkolben oder ähnlichem Gerät zu verflüssigen. Auch solle man den Diesel nicht mit Benzin verflüssigen, da das schädlich für den Motor wäre.
Der einzige Ausweg ist also ein warmer Stellplatz für das Dieselauto - auch eine Heizung kann eventuell helfen, dem Einfrieren des Treibstoffes vorzubeugen. Sollte es tatsächlich zu einer Panne kommen, muss der Wagen wohl oder übel abgeschleppt werden. Eine Pannenhilfe an Ort und Stelle ist laut ADAC nicht möglich, zumal auch der Kraftstoffilter in der Regel ausgetauscht werden muss.
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