Weltraumfahrt: Iran schießt Satelliten ins All
Sputnik 1 war der erste Satellit im Weltall. Navid ist deutlich fortschrittlicher als dieses Modell.
Normalerweise ist der erfolgreiche Start eines neuen Satelliten eine gute Nachricht für die Raumfahrt. Bei Navid beschleicht einige westliche Staaten allerdings ein ungutes Gefühl. Der Satellit wurde in den letzten Tagen vom Iran ins All geschossen. Nun teilte die Regierung um Präsident Mahmud Ahmadinedschad über den arabischen Fernsehsender Al-Alam mit, dass der Start erfolgreich verlaufen ist. Derzeit wird der Satellit in seine Umlaufbahn gebracht.
Navid soll Bilder von der Erde aufnehmen. In einer Höhe von 375 Kilometern braucht der iranische Satellit etwa 90 Minuten für eine Erdumkreisung. Der Chef der iranischen Raumfahrtbehörde, Hamid Faseli, teilte gegenüber Nachrichtenagenturen mit, dass der Satellit etwa eine Lebensdauer von anderthalb Jahren habe. Es ist der zweite Satellit nach 2009, der von Teheran ins All geschossen wurde.
Westliche Politiker sind über die Erfolgsmeldung über den Navid-Satelliten besorgt. Die iranische Regierung steht unter dem Verdacht, derzeit Uran anzureichen, um sein Atomwaffenprogramm voranzutreiben. Die USA und andere Staaten sind besorgt, dass der Satellit ein Probelauf für die Technik zum Transport von Atomwaffen sein könnte. Über ein ähnliches Verfahren könnten auch entsprechende Atomwaffen abgefeuert werden. Die Stimmung zwischen Teheran und den anderen westliche Staaten ist derzeit äußerst angespannt – der Iran dementiert derweil die Befürchtungen. Mehr zum Start des Navid-Satelliten gibt es auf auf NZZ Online und Ria.
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