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Astronomie

NASA-Sonde: Hinweise auf geologische Aktivität des Monds entdeckt [Hintergründe]

21.02.2012 12:47 Uhr
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[Hintergründe] Eine NASA-Sonde hat auf dem Mond junge Gruben und Furchen entdeckt, die auf tektonische Aktivität des Erdtrabanten hinweisen. Die Formationen könnte jünger als 50 Millionen Jahre sein - womöglich ist der Mond sogar heute noch geologisch aktiv.

Auf der Rückseite des Mondes wurden Spuren entdeckt, die auf tektonische Aktivität des Mondes hinweisen. Auf der Rückseite des Mondes wurden Spuren entdeckt, die auf tektonische Aktivität des Mondes hinweisen. Der Mond ist vermutlich heute noch geologisch aktiv. Das fanden Forscher nun mithilfe von Aufnahmen der NASA-Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" heraus. Die Sonde konnte auf einem Bild Furchen und Gruben festhalten, die einen eindeutigen Hinweis auf tektonische Aktivität liefern. Das Forscherteam um Thomas Watters von der Smithsonian Institution in Washington geht davon aus, dass die Spuren sogar jünger als 50 Millionen Jahre sind.

Bislang waren Abbruchkanten im Alter von beinahe einer Milliarde Jahren als jüngste Formation auf dem Mond bekannt. Die Gruben, die die Forscher nun ausfindig machten, sind teilweise gerade mal zehn Meter breit und nur einen Meter tief. Da sie noch nicht mit Einschlagkratern überdeckt wurden, scheinen sie - geologisch gesehen - noch recht jung zu sein. Auch andere Merkmale der Gruben weisen darauf hin, dass man es hier mit recht frischen Aktivitäten zu tun hat.

Woher die tektonische Aktivität des Mondes kommt, ist derzeit noch nicht klar. Eine Theorie geht davon aus, dass der Abkühlungsprozess des immer noch warmen Mondinneren für die geologischen Aktivitäten verantwortlich ist. Allerdings würde das bedeuten, dass der Mond eher einer Kompression ausgesetzt ist. Die kürzlich gefundenen Mondgruben zeigen hingegen Merkmale einer Dehnung.

Hintergründe: Die neuen Erkenntnisse durch die zur Erde gefunkten Bilder der "Dehnungsstreifen" des Monds revidieren Erkenntnisse des Forschungsteams aus dem Jahr 2010. Damals ging das Team um Thomas Watters wie erwähnt davon aus, dass der Mond auch heute noch schrumpft. Ein gutes Jahr später wurde deutlich, dass die gefundenen Gräben auch größer werden, der Mond sich also offenbar ausdehnt. Damit scheint die Theorie widerlegt zu sein, dass das abkühlende Innere des Monds die Ursache ist. Vielmehr sei der Mond eben noch geologisch aktiv, teilte das Smithsonian National Air and Space Museum mit.

Daniel Herbig
Erfahrener Benutzer
21.02.2012 12:47 Uhr