Interview mit Jade Raymond, Produzentin von Assassin's Creed
PC Games: Immerhin arbeitet Ihr bereits seit vier Jahren an Assassin's Creed. Wart Ihr in der Entwicklung stets zuversichtlich, oder gab es irgendwann Zweifel, ob dieses Mammutprojekt überhaupt funktionieren würde?
Jade Raymond: Ja, ich glaube solche Momente gibt es immer, insbesondere bei so großen, ambitionierten Projekten. Für uns war es ja insbesondere schwierig, da wir neues Gameplay und neue Technologie gleichzeitig entwickelt haben. Es hat also ziemlich lange gedauert, bis man überhaupt sehen konnte, was wir vorhatten. Wenn man auf einer existierenden Engine arbeitet, ist es viel einfacher, einen Prototyp zu erstellen und dort die Ideen darzustellen und zu testen, wie alles zusammenpasst. Wir mussten dagegen erst auf die Entwicklung der zugehörigen Technologie warten, wenn wir eine Idee im Gameplay eingebettet hatten. Erst wenn wir die Technologie da war, konnten wir das Gameplay aufbauen, und wenn wir sehen wollten, wie ein anderer Part des Gameplays funktioniert, damit es Spaß macht, dann mussten wir auf ein anderen Teil der Engine warten. Wir kamen an einen Punkt, an dem all die Elemente des Spiels unabhängig voneinander funktionierten. Wir hatten unsere Systeme, in denen die Bewegung und das Verhalten der Menschenmenge funktionierte, dann hatten wir ein funktionierendes Kampfsystem, aber wir hatten zu diesem Zeitpunkt das alles nicht komplett zusammen in einem Spielfluss, in dem alle Systeme miteinander interagierten. Und das war wirklich beängstigend, weil wir einfach niemanden klar machen konnten, dass das Ganze wirklich Spaß macht. Wir wussten ja selbst, wie viel Zeit wir in die einzelnen Elemente gesteckt hatten, und wir waren daran, selbst zu zweifeln, ob sich das alles dann im Zusammenhang lohnt.
PC Games: Nun ist Assassin's Creed irgendwo in ähnlichem Ambiente wie Prince of Persia angelegt. Warum habt Ihr nicht einfach ein neues Prince-of-Persia-Spiel gemacht?
Jade Raymond: Wir wollten eine neue Marke erschaffen. Wir sind Spieler und wir haben uns natürlich wie alle anderen auch auf die Konsolensysteme der nächsten Generation gefreut. Aber das war vier Jahre her, und es gab damals ein Versprechen, aber wir wussten nicht genau, was uns erwartet. Sony und Microsoft hatten neue Konsolen angekündigt, und normalerweise zieht die PC-Technologie damit immer gleich. Ich dachte, Spiele werden absolut anders werden. Als Spieler wollte ich daher etwas Neues. Ich wollte nicht ein verbessertes FIFA oder Final Fantasy. Das sind tolle Spiele, aber ich wollte jemanden sehen, der ein komplett neues Spiel speziell für diese Systeme macht und die Technologie so gut wie möglich ausnutzt. Wir wollten nicht uns daher nicht durch ein Prince of Persia beschränken lassen, das als eingeführte Marke bestimmte Dinge von vornherein erfüllen muss. Wir haben uns also gefragt, was ein Next-Genration-System überhaupt leisten kann und uns auf dieser Basis vorgenommen, ein möglichst innovatives Spiel zu machen. 150 realistisch simulierte Leute gleichzeitig auf dem Bildschirm - das müssen wir tun! Und was war sonst bisher unmöglich? Im Spiel wirklich überall hingehen zu können - das stand auch auf unserer Wunschliste.


Irgendwie tut mir die Ärmste auch leid. Ich wette ihre Mailbox quillt über vor lauter E-Mails, die ihr mitteilen wie schnuckelig sie doch is...
SSA
...wie schon angesprochen, die Telefonnummer der hübschen Produzentin.
Ernsthaft: Gutes Interview - und das Jade eine ganz Süße ist, hat ja mittlerweile wirklich jeder kapiert.
SSA