Umfangreiche Vorschau zu Assassin's Creed
Per Knopfdruck kann man dem Tier nun gehörig die Sporen geben, was prompt dazu führt, dass wir mit dem aufgeschreckten Tier in eine kleine Gruppe Müßiggänger preschen und eine Handvoll Burnusträger zu Boden reißen. Mathieu neben uns atmet tief durch: Neben dem Gepöbel der Geschädigten wird die Verkehrswidrigkeit nämlich prompt von ein paar aufmerksamen Wachen erspäht, die mit grimmigen Blick und gezückter Blankwaffe auf uns zueilen. Das verheißt nichts Gutes: Wir ziehen unsererseits das Schwert und finden uns alsbald im Scharmützel mit einem halben Dutzend bösartiger Büttel wieder. "Jetzt kann man auch weglaufen", rät Mathieu neben uns, doch wir wollen es wissen. Recht schnell lernt man, Angriffe zu blocken und entschlossene Schwertstreiche auszuteilen. Dabei verhalten sich die Stadtwachen zunächst eher abwartend und versuchen, Angriffe zu kontern. Selbst zu Beginn des Spiels erweist sich Altair bereits als furchteinflößender Gegner. Nach wenigen Augenblicken sinken die ersten Opfer stöhnend darnieder; mit abenteuerlichen Todesstößen werden die Schergen im besten Braveheart-Stil durchbohrt.
Doch nach überstandenem Duell ist die Gefahr für den Spieler keineswegs gebannt. Weitere Wachen hören das Geschrei der Kameraden und stürzen beim Anblick der Gefallenen schwertschwingend herbei. Spätestens jetzt ist Mathieu neben uns ernsthaft besorgt: "Die suchen jetzt den Täter; und es gibt nur einen, der plausibel etwas damit zu tun haben könnte - nämlich Du." Bei Assassin's Creed erweisen sich die Soldaten tatsächlich als ebenso nachtragend wie rachsüchtig. Das war bei Videospielen längst nicht immer so. Bei Thief: Dark Project, Metal Gear Solid oder auch Splinter Cell war es den Wachen irgendwann einfach schnurz, ob deren Reihen auf wundersame Weise gelichtet wurden oder nicht - sie gingen wieder auf ihre Posten und verrichteten Dienst nach Vorschrift. Bei Assassin's Creed muss man die Truppen am Tatort dagegen schon weiträumig umgehen, um nicht erneut in Kampfsituationen zu geraten. Wir mischen uns also in eine vorbeiziehende Gruppe Passanten und huschen so unerkannt unter der massiven Falltür des Stadttores nach Akkon hinein.


mfg de dada
mfg und abgeklatscht
de dada