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  • Assassin's Creed-Film: Wir waren am Set der Spiele-Verfilmung!
    Quelle: Ubisoft

    Assassin's Creed: Wir waren am Set und durften erste Szenen des Assassinen-Abenteuers sehen!

    Die Spieleserie setzt in diesem Jahr aus. Dank der kommenden Filmumsetzung ist Assassin' Creed trotzdem in aller Munde. Wir waren vergangenen Dezember am Set und konnten vor einigen Tagen bereits einige Szenen aus dem Kino-Blockbuster sehen.

    New Mexico, 1988. Unter der sengenden Sonne des US-amerikanischen Bundesstaates segelt ein Adler grazil durch die Luft. Auf der staubigen Straße unter ihm tritt ein etwa zwölfjähriger Junge in die Pedale seines Fahrrads und düst über den glühend heißen Asphalt. Sein Ziel: ein kleines, heruntergekommenes Häuschen. Er steigt ab und geht hinein, in der Erwartung, seine Mutter anzutreffen.

    Das Kostümdesign dürfte eines der Highlights des Films werden. Das Kostümdesign dürfte eines der Highlights des Films werden. Quelle: Ubisoft Das tut er auch, sie sitzt auf einem Stuhl in der Küche - die blutende Wunde an ihrem Hals, von der aus der rote Lebenssaft auf den Boden tröpfelt, und ihren stumpfen, toten Gesichtsausdruck hatte er aber wohl nicht erwartet. Noch bevor der Schock richtig einsetzen kann, tritt eine in einen Mantel mit Kapuze gehüllte Figur aus dem Schatten hervor, unter dem Arm eine einziehbare, blutverschmierte Klinge: der Vater des Jungen - der ihm sagt, dass er nun sofort fliehen müsse. Nur Sekunden später fahren massenweise Autos mit schwer bewaffneten Männern vor dem Haus auf, das ikonische Kreuz des Templerordens schmückt ihre Wägen und ihre Kleidung. Der Junge hört auf seinen Vater, nimmt die Beine in die Hand und huscht auf das Dach des Hauses. Über Hindernisse hinwegspringend oder unter ihnen hindurchhuschend, lässt er den schrecklichen Tatort hinter sich.

    01:50
    Assassin's Creed: So sieht der Kinofilm aus - erster Trailer

    Tod eines Neo-Assassinen

          

    Diese Szene aus dem kommenden Assassin's Creed-Film war die erste, die wir anlässlich eines Studiobesuchs bei 20th Century Fox in London Anfang Mai zu sehen bekamen, und sie wird höchstwahrscheinlich den Beginn des Kinoabenteuers darstellen. Der Junge, der seinen Vater als scheinbaren Mörder der Mutter ertappte, ist Callum Lynch; 28 Jahre später treffen wir ihn nach einem Schnitt wieder an, nun gespielt von Michael Fassbender. Wegen eines Tötungsdelikts verurteilt, wartet er in einem Gefängniskomplex in Alabama auf seine Todesstrafe.

    Mit seinem Leben hat er bereits abgeschlossen, dem Pfarrer, der in den letzten Stunden an seiner Seite ist, hat er nicht mehr viel zu sagen. Stattdessen malt er seltsame Zeichnungen an die Wände seiner Zelle - "Bilder aus der Vergangenheit", wie seine Wärter meinen. Der Moment des Todes kommt rasant näher und als vor Publikum tödliches Gift in Callums Venen geleitet wird, sind seine letzten Worte an seinen Vater gerichtet, den er in der Hölle wiederzusehen gedenkt.
    Abstergo rettet Callum durch einen Trick vor der Giftspritze. Abstergo rettet Callum durch einen Trick vor der Giftspritze. Quelle: Ubisoft

    Vom Jahre 2016 ...

          

    Doch es kommt alles anders: Als das Gift seinen Körper erreicht und er das Bewusstsein verliert, geht er nicht in ein wie auch immer geartetes Leben nach dem Tod über, sondern wacht auf einmal in weißer Krankenhauskleidung in einem steril eingerichteten, mit medizinischen Apparaturen versehenen Raum auf. An seiner Seite: Die mysteriöse Sophia Rikkin (Marion Cotillard), die ihm mitteilt, dass ihn das Unternehmen Abstergo mithilfe eines Scheingiftes vor seinem Tod bewahrt hätte. Callum traut dem ganzen Schauspiel nicht und versucht eine verzweifelte Flucht - über den Boden robbend, denn die Spritze hat ihn all seiner Kräfte beraubt.

    Callum Lynch (Michael Fassbender) erwartet die Todesstrafe. Assassin's Creed: Wir waren am Set und durften erste Szenen des Assassinen-Abenteuers sehen! (1) Quelle: Ubisoft Unter dem Blick zahlreicher Kameras, dahinter der Anführer Abstergos und Sophias Vater Alan Rikkin (Jeremy Irons) kriecht er durch den riesigen Komplex, vorbei an zahlreichen Menschen in Einheitskleidung, die mehr an eine Sekte denn an einen Konzern gemahnen. Callums Endstation ist ein gewaltiger, mit unzähligen Pflanzen bewachsener Balkon mit Blick auf die Dächer von Madrid; eine Sackgasse. Seine Situation akzeptierend, wendet sich Callum der ihm gefolgten Sophia zu und fragt sie, was Abstergo von ihm wolle: "Die Erinnerungen deiner Vorfahren", antwortet diese. Kenner von Assassin's Creed wissen natürlich, was das bedeutet: Abstergo, die Scheinorganisation der modernen Templer, lässt mittels einer Maschine namens Animus Menschen die Erinnerungen ihrer Vorfahren erleben, um sich damit auf die Suche nach uralten, ungemein mächtigen Artefakten zu begeben - und Callum Lynch ist ihr neuestes Versuchsobjekt.

    ... ab ins 15. Jahrhundert

          

    Maria (Ariane Labed) ist Aguilars wichtigste Verbündete. Maria (Ariane Labed) ist Aguilars wichtigste Verbündete. Quelle: Ubisoft Warum, sehen wir in der nächsten uns vorgeführten Szene, die jedoch nicht direkt an die Anfangssequenz anschließt: Hier erleben wir mit, wie sich im Spanien des 15. Jahrhunderts der Assassine Aguilar de Nehra (Michael Fassbender in einer Doppelrolle) gemeinsam mit seiner Assassinenkollegin Maria (Ariane Labed) eine wilde Verfolgungsjagd mit den Templern unter der Leitung von deren Anführer Ojeda (Hovik Keuchkerian) liefert. Auf ihrer Flucht springen die Assassinen über Häuserschluchten, klettern Wände empor und vollführen noch zahlreiche andere akrobatische Manöver, wie man sie aus den Spielen kennt, bevor die Sequenz in einer rasanten Klettertour einen gewaltigen, im Bau befindlichen Kirchturm hinauf gipfelt.

    Besser als die Realität

          

    "In den Spielen vollführen die Figuren Bewegungen, die so in der Realität nicht möglich sind", verrät uns Damien Walters, Parcours-Künstler und Michael Fassbenders Stunt-Double in den entsprechenden Szenen im Kinoabenteuer, als wir dem Filmset nahe dem spanischen Städtchen Almeria im Dezember 2015 einen Besuch abstatten. "Uns geht es ebenfalls darum, Aguilar Dinge machen zu lassen, die ein kleines Stückchen über dem liegen, wozu ein Mensch in der Realität fähig ist. Aguilar rennt etwa nach einem weiten Sprung einfach weiter, ohne sich abzurollen - er soll niemals stehen bleiben müssen."
    Szenenbild aus dem "Assassin's Creed"-Film. Gedreht wurde unter anderem im spanischen Almeria. Quelle: Ubisoft

    Gerade haben wir Damien dabei beobachtet, wie er aus fast 40 Metern Höhe von einem Kran aus im freien Fall auf ein sehr eng bemessenes Luftkissen gesprungen ist; sein bisher höchster freier Fall, der im fertigen Film als ikonischer Leap of Faith von der Spitze eines Kirchturms zu sehen sein wird. Dieser Ansatz ist es, mit dem sich Regisseur, Schauspieler und Filmteam von ähnlichen Abenteuerfilmen abheben wollen: Alles soll, soweit möglich, echt sein und nur durch Computereffekte ergänzt werden. Das Vorhaben wird offensichtlich, während wir das Filmset inmitten der staubtrockenen Einöde begutachten und miterleben, wie eine Actionszene an Bord eines Pferdekarrens gefilmt wird: Pferd und Karren fahren wirklich über den staubigen Boden, während Michael Fassbender in der Rolle des Aguilar sich obenauf wilde Scheingefechte mit Templerkriegern liefert. Grüne Wände zum späteren Einfügen digitaler Effekte sehen wir an diesem Tag überhaupt keine - obwohl es sie durchaus auch geben wird, wie sich anhand des bezüglich der CGI-Technik noch sehr grob bearbeiteten Vorführmaterials ein halbes Jahr nach unserem Setbesuch zeigen wird.

    Das Spiel mit den Grauzonen

          

    Sophia Rikkin (Marion Cotillard) arbeitet für die Templer-Firma Abstergo. Sophia Rikkin (Marion Cotillard) arbeitet für die Templer-Firma Abstergo. Quelle: Ubisoft "Viele der Stunts im Film durften wir sogar selbst machen. Das ist toll - verrücktes Zeug zu machen, das dir im echten Leben niemals einfallen würde", verrät uns Ariane Labed. Regisseur Justin Kurzel ergänzt: "Wir wollen dem Spiel und den Motiven darin Respekt zollen, aber auch einen Film kreieren, der sich 'echt' anfühlt. Das geht nur mit einem tollen Cast, allen voran natürlich Michael [Fassbender, Anm.]. Unsere Art, die Vorlage zu interpretieren, ist, dass wir die Stunts und die Action so realistisch wie möglich gestalten wollen, an echten Orten drehen, den Leap of Faith wirklich machen und so weiter."

    Gleichzeitig will das Team aber auch nicht einfach die Spiele kopieren - ein Konzept, das sich bei bisherigen Spieleverfilmungen zumeist als nicht geeignet erwiesen hatte. Dazu Michael Fassbender: "Wo wir dem Spiel treu bleiben, ist bezüglich der Kernelemente wie dem Animus, der DNA-Erinnerungen und der Artefakte, um die Assassinen und Templer sich streiten. Figuren aus den Spielen kommen im Film nicht vor - die Zuschauer haben auch so schon genug Hintergrundinformationen, die sie verarbeiten müssen."

    Alan Rikkin (Jeremy Irons) ist Boss der Templer-Firma Abstergo. Alan Rikkin (Jeremy Irons) ist Boss der Templer-Firma Abstergo. Quelle: Ubisoft Angst, dass sein Ruf als profilierter Schauspieler durch den nicht allzu guten Ruf von Videospieleverfilmungen Schaden nehmen könnte, hat Fassbender nicht: "Irgendwer muss es ja irgendwann einmal richtig machen - unsere Chancen stehen also gut", sagt er und lacht. Zudem sieht er es nicht als seine primäre Aufgabe, einen guten Videospielefilm zu machen, sondern einfach einen guten Film: "Justin [Kurzel, Anm.] und ich spielen gerne mit Grauzonen. Diese Grauzonen, die Philosophien hinter den Assassinen und den Templern, sind es, die uns an dem Projekt gereizt haben. Es ist eine sehr erwachsene Welt."

    Respekt gegenüber der Vorlage

          

    Es ist Justin Kurzels und Michael Fassbenders Respekt gegenüber der Marke, welche Ubisoft-Präsident Yves Guillemot davon überzeugt hat, die Verfilmung Realität werden zu lassen: "Durch unser Studio Ubisoft Pictures haben wir sehr viel kreativen Einfluss auf die Verfilmungen unserer Spieleserien. Wir lassen den Regisseur seine Arbeit tun, sind aber bis zum Ende in Schlüsselentscheidungen eingebunden. Und mit Michael Fassbender haben wir den besten Schauspieler seiner Generation mit an Bord." Er denkt, dass das Zusammenspiel von Film und Spiel - die Assassin's Creed-Spiele und die Verfilmung teilen sich eine Kontinuität - ergo auch kein Mittel zum Zweck sein darf: "Stets steht der Inhalt im Mittelpunkt, wir wollen eine Marke nicht nur deswegen nutzen, weil es eine Marke ist.
    Die Actionszenen im Film sollen möglichst wenig auf CGI setzen. Die Actionszenen im Film sollen möglichst wenig auf CGI setzen. Quelle: Ubisoft

    Die erste gute Spieleverfilmung?

          

    Assassin's Creed startet in den Vereinigten Staaten am 21. Dezember 2016 und in Europa am 05. Januar 2017 in den Kinos. Was sich angesichts des Setbesuchs sowie unserer Sichtung der ersten Szenen bereits sagen lässt: Der Stil der Vorlage wird - obwohl sie nicht exakt kopiert wird und Regisseur sowie zahlreiche Hauptdarsteller selbst noch nie zum Controller gegriffen haben - sehr gut eingefangen. Das Design der Welt, der Kostüme, der generelle Look wirken bereits jetzt ungemein stimmig.

    Callum Lynch (Michael Fassbender) erwartet die Todesstrafe. Assassin's Creed: Wir waren am Set und durften erste Szenen des Assassinen-Abenteuers sehen! (1) Quelle: Ubisoft Zu früh ist es hingegen, ein Urteil hinsichtlich der Qualität des Films als solchen abzugeben; dazu ist abseits der Prämisse noch zu wenig über die Handlung und die Rollen bekannt, welche die verschiedenen Figuren darin einnehmen werden. Würde man rein nach dem geballten schauspielerischen Talent gehen, das der Film vereint, müsste er sich jedenfalls als echtes Meisterstück herausstellen. Als Liebhaber der Assassin's Creed-Reihe und von Spielen generell wären wir aber auch schon zufrieden, würde endlich der Fluch der zumeist unterdurchschnittlichen Spieleverfilmungen in der Vergangenheit gebrochen. Wir drücken die Daumen!

    • Es gibt 18 Kommentare zum Artikel

      • Von LukasSchmid Redakteur
        Zitat von SGDrDeath
        Der Fehler mit dem Regisseurnamen ist aber immer noch drin ;)
        Unter der Überschrift Das Spiel mit den Grauzonen, dritter Satz: Regisseur Justin Labed ergänzt:. Da war wohl noch der Kopf bei der hübschen Dame aus dem vorherigen Satz ;)
        Jetzt aber ;)

        Wäre doch langweilig, wenn ich alle Fehler auf einmal rausnehmen würde!
      • Von sauerlandboy79 Erfahrener Benutzer
        http://www.gamestar.de/ne...

        Interessant. Dem Gegenwarts-Handlungsstrang wird mehr Filmlaufzeit gewidmet als dem Ahnen-Part. Damit ist meine Neugier und Vorfreude nochmals gewachsen. Vielleicht überzeugt der Film dort wo die Spielreihe ab AC4 leider mehr und mehr versagt hat. :-)

        gesendet von meinem Asus Fonepad
      • Von sauerlandboy79 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Rachlust
        Aber erst in Teil 3 hatte man eine ernsthafte nebenstory außerhalb des animus. Davor war zwar auch immer etwas aber es war eher nur kleine Gespräche und zum Schluss kurz eine location. Wobei ich mir gerade nicht sicher bin ob ac3 das desmond Finale war.
        War es. Und gerade die vermehrten Desmond-Abschnitte dort waren die stärksten von allen seit AC1.

        gesendet von meinem Asus Fonepad
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Assassin's Creed Film
Assassin's Creed: Wir waren am Set und durften erste Szenen des Assassinen-Abenteuers sehen!
Die Spieleserie setzt in diesem Jahr aus. Dank der kommenden Filmumsetzung ist Assassin' Creed trotzdem in aller Munde. Wir waren vergangenen Dezember am Set und konnten vor einigen Tagen bereits einige Szenen aus dem Kino-Blockbuster sehen.
http://www.pcgames.de/Assassins-Creed-Film-Film-257282/Specials/Unser-Ersteindruck-zur-Spiele-Verfilmung-1195166/
12.05.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/05/Assassins_Creed_Film-2--pc-games_b2teaser_169.jpg
ubisoft
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