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  • ArmA 2: Bug-Report und Zweit-Eindruck - Das bringt der Beta-Patch 1.01 wirklich

    Seit Ende letzter Woche steht der Beta-Patch 1.01 für ArmA 2 zum Download bereit. Wir haben das Update aufgespielt und klären, wo der Patch Verbesserungen leistet. Und wo nicht. Seit heute ist auch der finale Patch 1.01 verfügbar, den wir allerdings noch nicht testen konnten.

    Patch 1.01 macht ArmA 2 merklich besser. Aber immer noch nicht gut. Patch 1.01 macht ArmA 2 merklich besser. Aber immer noch nicht gut. Quelle: PC Games / Bohemia Interactive Die PC-Games-Redakteure Stefan Weiß und Robert Horn testen nach wie vor ausgiebig die Militär-Simulation ArmA 2 von Bohemia Interactive. Nach unserem erschütternden Ersteindruck (inklusive Video-Beweis), den zahlreichen Bugs und allerlei Beschwerden aus der Community, veröffentlichten Entwickler und Publisher einen ersten Patch für ArmA 2. Die Kollegen Weiß und Horn haben das Update aufgespielt und berichten ...

    Ihr testet Arma 2 nun schon seit einiger Zeit mit dem offiziellen Beta-Patch 1.01. Raus mit der Sprache, was hat sich getan?

    Robert Horn: Zu meinem Erstaunen hat sich einiges getan. Um es vorweg zu nehmen: ArmA 2 ist noch immer voll von Fehlern und bringt mich regelmäßig zur Weißglut. Aber zumindest funktionieren einige Skripte besser, ich konnte sogar die berüchtigte Mission "Manhattan" durchspielen. Obwohl da wohl auch eine gehörige Portion Glück und Zufall dabei war. Denn das Missionsdesign ist so plump, dass man nur weiter kommt, wenn man sprichwörtlich über seine Missionsziele stolpert. Bugs gibt es auch noch jede Menge. Einmal wurde mein Truppführer in die Basis teleportiert, ein anderes Mal marschierte er, sobald ich zu einem Teammitglied wechselte, stur in eine Richtung. Positiv zu vermerken ist, dass sich bei mir die Abstürze gebessert haben. Statt 10-12 hatte ich in den letzten Tagen lediglich 2-3 Spielabbrüche.

    Stefan Weiss: Der offizielle ArmA-2-Patch macht sich auf jeden Fall deutlich bemerkbar, bis zur berüchtigten Manhattan-Mission, die mich in der Version 1.0 schier verzweifeln ließ, lief es mit Patch 1.01 besser. Ich betone "besser", aber nicht "gut". In der Kampagne ist es immer noch eine Glückssache, ob Missionsskripts korrekt ausgeführt werden oder nicht. Der Transport mit dem Hubschrauber, den man in der Kampagne zur Verfügung hat, klappt insoweit, was das Abheben und die Zielzuweisung betrifft. Trotzdem sollte man generell vor dem Flug speichern, da es bei meiner Version mehrfach aufgetreten ist, dass der Pilot mitten im Wald oder zwischen Häusern landen wollte, was mit der Explosion des Helikopters und damit dem Tod meiner Truppe endete. So etwas darf einfach nicht vorkommen.

    Auch wenn etliche Stimmen sagen, dass ArmA 2 ja auch mehr auf Multiplayer ausgelegt ist - das Spiel besitzt nun mal eine Kampagne und Einzelspielerszenarien, also fließen diese Elemente natürlich auch in eine Einzelspielerwertung hinein und können nicht ignoriert werden. Die Performance hat sich mit dem Patch ebenfalls leicht verbessert, Abstürze hatte ich nur noch selten. Auch die KI reagiert jetzt in der Kampagne insgesamt etwas besser, Aussetzer kommen aber immer noch vor. Was mich aktuell recht nervt, sind Sound-Schleifen und -Fehler, wenn zum Beispiel ein Fahrzeugkommandant 20 mal hintereinander dem Schützen "Missile" zuruft. Oder wenn ich in einem Waldgebiet plötzlich ständig mit russischen Nachrichten bombardiert werde, die wohl aus einem Radio stammen. Total irritierend, weil der Sprecher anscheinend mitwandert.

    Was die Stabilität bei Multiplayergefechten angeht, ist das bisher erlebte recht durchwachsen. Es gibt Partien, die sich wunderbar am Stück spielen lassen, dann wiederum gibt es Sessions, bei denen es mich ständig auf den Desktop schmeißt. Auf offenen Servern ist es jedoch in der Regel nur schwer möglich, eine vernünftig agierende Gruppe zu finden, was aber auch logisch ist, da die Komplexität des Spiels zwingend gutes Teamplay erfordert.

    Es wurde also einiges ausgebügelt. Wo liegt eurer Meinung nach die größte Baustelle? Was müssen die Entwickler unbedingt fixen?

    Robert Horn: Da gibt es noch immer einiges. Die künstliche Intelligenz ist noch immer extrem schwankend. Mal laufen dir Feinde zwei Meter vor der Flinte entlang, dann erschießen sie dich wieder über 200 Meter Entfernung durch dichtesten Wald. Allein das Entdecken und Markieren der Gegner ist unglaubwürdig. Ich kriege teilweise Gegner angezeigt, die ewig weit weg, im dichtesten Gebüsch, hinter einem Hügel herumlaufen. Wer meiner Leute kann den denn bitte sehen? Apropos: Meine Mannen sind auch nicht das Wahre. Denn wie ihre Gegner räumen sie manchmal gnadenlos und zielsicher auf, dann rennen sie wieder blind ins Feindfeuer, bleiben dumm in der Gegend stehen und reagieren nicht auf Befehle. Wer zehn Minuten damit kämpft, sein Team in ein Auto einsteigen zu lassen, der weiß, was ich meine. Und wieso schafft es mein Sanitäter nicht, verwundete Kollegen selbstständig zu heilen?

    Zweiter, wichtiger Punkt wäre wohl das Missionsdesign und die dazugehörigen Skripte. Die klappen nämlich noch immer nur aus Zufall. Mal läuft alles reibungslos, dann wieder passiert nichts, wenn ich einen bestimmten Punkt erreicht habe. Oft musste ich deswegen neu laden. Das nervt! Dazu kommt, dass viele Aufträge einfach schlecht gemacht sind. Wie zum Beispiel soll man in einer riesigen Spielwelt einen Schmuggler finden, von dem man nur weiß, dass er ein weißes Auto fährt? Das Argument "Realismus" zieht dabei für mich nicht mehr. Das ist schlicht spielspaßzerstörend. Wie gesagt, man braucht echt Glück, um sich durch die Kampagne zu spielen.

    Stefan Weiss: Was die Kampagne betrifft, braucht es hier einfach mehr Struktur. Die Missionsabläufe schwanken zwischen "cool inszeniert" bis "katastrophal chaotisch". Es hat bei den größeren Aufträgen den Anschein, dass Einheiten (sowohl Verbündete als auch Gegner) zufallsbedingt auf den Karten auftauchen und dann wild durch die Gegend marschieren. Da greift bei mir auch nicht das "Realismus-Argument", denn wenn es realistisch sein soll, würde mich eine militärische Einsatzleitung zum Beispiel über Truppenbewegungen informieren und Einsatzziele entsprechend der strategischen und taktischen Situation anpassen. Das geschieht ja überhaupt nicht, sondern man bewegt seinen Vier-Mann-Trupp durch das riesige Einsatzgebiet, immer in der Hoffnung, dass die Parameter, die eine Mission bestimmen, so zusammenspielen, dass die Sache klappt. Man hat dabei viel zu oft den Eindruck, als Spieler nicht selber steuernd einzugreifen, sondern nur auf die zufällig entstandene Situation zu reagieren, die einem das Spiel vorgibt. Dabei landet man leider oft in einer Sackgasse. Als Beispiel sei hier die Suche nach Bardak in der Mission Razor Two oder die Suche nach dem Hauptlager in der Mission Manhattan genannt.
    Die Einzelszenarien sind a) zu wenige und b) zu gleichartig aufgebaut, außerdem viel zu viele Nachteinsätze. Hier sollten die Entwickler noch mal den Editor anschmeißen und für mehr Abwechslung sorgen. Ansonsten machen mir die Einzeleinsätze deutlich mehr Spaß als die Kampagne, obwohl das Szenario mit dem Basisbau auch viel zu konfus aufgebaut ist.

    Euer vorläufiges Fazit?

    Robert Horn: ArmA 2 braucht noch einige Patches, um einigermaßen stabil zu laufen. Das ist umso ärgerlicher, da schon der Vorgänger den gleichen Fehler gemacht hat. Lernen die Entwickler nicht dazu? Vor 10 Jahren war ein solches Missionsdesign und derartige Fehler vielleicht akzeptabel, immerhin war es ein ganz neues Genre. Aber in heutiger Zeit fehlt mir dafür jedes Verständnis. Vor allem, da das Spiel so tolle Ansätze hat! Es macht mich fuchsig, wenn ich sehe, was aus diesem Titel hätte werden können. Liebe Entwickler: Kauft für ArmA 3 bitte einen guten Designer ein, der euch zeigt, wie schön ein Interface heutzutage sein kann. Und wie eingängig man auch eine komplizierte Steuerung machen kann. Warum müsst ihr an eurem altbewährten Dingen so krampfhaft festhalten? Klar, eine eigenständige KI ist super, aber was bringt’s, wenn sie dann in Zwischensequenzen gegen die Wand fährt? Bitte, kommt in der heutigen Zeit an!

    Stefan Weiss: Simulationsanspruch hin oder her - wir reden immer noch von einem Spiel, das also unterhalten und Spaß machen soll. ArmA 2 hat eine fantastische Spielumgebung mit grandioser Landschaft und einen Fuhrpark, der klasse aussieht und Raum für so viel Abwechslung bietet. Allein die Art und Weise, wie sich das "fertige Produkt" dem Kunden bislang präsentiert, ist in vielen Punkten frustrierend. Ich wünsche mir wirklich, dass die folgenden Patches hier schnell für deutliche Besserung sorgen.

    Bildergalerie zu ArmA 2

  • Armed Assault 2
    Armed Assault 2
    Publisher
    Morphicon
    Developer
    Bohemia Interactive Studio
    Release
    29.05.2009
    Es gibt 47 Kommentare zum Artikel
    Von mpsulz
    Hallo,war total überrascht das ARMA 2 auf meinem System (AMD X4 9600,4 GB RAM,ATI 3850 und (noch)20"TFT)in den…
    Von Shadow_Man
    Der nächste Patch kommt am 19. oder 20.06. : http://forums.bistudio.co...
    Von jagger
    Komisch, komisch noch keinen einzigen Absturz gehabt, was macht ihr nur? Aber KI und Scripts sind schon echt nicht so…

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Armed Assault 2
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http://www.pcgames.de/Armed-Assault-2-Spiel-18166/Specials/ArmA-2-Test-686522/
05.06.2009
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2009/05/arma_2_pcgames_010.jpg
ArmA 2 test, arma 2 bugs, arma 2, armed assault 2
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