Das Kampfsystem wurde komplett überarbeitet. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
JoWood stattete PC Games mit der neuesten Version von Arcania: Gothic 4 einen Besuch ab und wir konnten erstmals Hand ans Spiel legen. Unser erstes Ziel ist die Magierstadt Tooshoo, die in einem gigantischen Baum inmitten eines Sumpfes auf der Insel Argaan – der großen Hauptinsel von Arcania - liegt. Nur wenige Schritte davor finden wir das Dorf Schwarzwasser in dem sich Händler niedergelassen haben und Magier mit ihren Waren versorgen. Eine durchaus einfache Quest – wir sollen diverse Lurker töten – qualifiziert uns für den Eintritt in die Stadt. Was – neben der überzeugenden Klangkulisse - zuerst auffällt, ist ein großer Teleportstein. Damit reisen Sie zu bestimmten anderen – bereits entdeckten - Teleportern in der Welt. Ein Teleport zu einem beliebigen Ziel ist somit nicht möglich.
Die Minimap ist mit einem Nebel des Krieges überzogen. Einmal einen bestimmten Ort besucht, lichtet sich der Schleier und Sie können auf eine Untergrundansicht umschalten. Diese zeigt Ihnen dann beispielsweise Höhlen an. Gut: Die Karte ist einfacher erreichbar als in den vorherigen Gothic-Teilen. Darüber hinaus dürfen Sie Notizen auf der Karte hinterlassen, Markierungen setzen und sich – optional – Quest-Objekte anzeigen lassen.
Das Kampfsystem erinnert an The Witcher. Sie müssen im richtigen Moment klicken, um einen möglichst effektiven Angriff auszulösen. Je nach Kampftalent ist es möglich, fünf Manöver zu einer Combo aneinander zu reihen. Alternativ gibt es den harten Schlag, der Gegner zurückwirft. Dazu halten Sie lediglich den Angriffsbutton länger gedrückt. Eine Zielaufschaltung ist nicht notwendig, denn die Waffe trifft alle Gegner in Reichweite. Besonders wichtig ist das Movement im Kampf. Sie müssen ständig blocken und ausweichen, der Held ist also immer in Bewegung, reißt hin und wieder Schild und Waffe hoch und lässt die Gegner so zurücktaumeln. Ähnlich wie das Kampf- funktioniert auch das Magiesystem. Einen besonders effektiven Flammenball lassen Sie los, sobald Sie die Angriffstaste länger gedrückt halten. Durch bessere Skillung lässt sich der Flammenball ausbauen und vergrößern.
Die getragene Rüstung beeinflusst die Laufgeschwindigkeit des Helden. Tragen Sie eine grobe Rüstung, sind Sie schwerfällig unterwegs. Haben Sie hingegen nur ein Stoffgewand am Körper, sind Sie flink wie ein Wiesel. Auch das Wetter soll Auswirkungen auf das Tempo haben. In der Präsentation war davon allerdings nichts zu spüren.
Während das Kampfsystem also eine Generalüberholung erfahren hat, geht es dem Crafting-System nicht anders: Sie dürfen zwar wie zuvor an Schleifsteinen oder Alchemie-Tischen craften, das dient allerdings nur noch der Zierde. Vielmehr sollen Sie in Arcania: Gothic 4 über das Menü craften. Darüber hinaus müssen Sie keine Skills mehr erlernen, denn finden Sie ein Rezept, können Sie es sofort nutzen. Insgesamt gibt es lediglich zehn Skills - beispielsweise für Nahkampf, Fernkampf und Magie. Die Skillpunkte dürfen Sie direkt verteilen, Lehrer benötigen Sie nicht mehr.
Bevor es auf die große Reise geht, müssen wir dem zukünftigen Schwiegervater imponieren. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Die Hintergrundgeschichte und das Tutorial
Der ehemalige Held aus Gothic 3 ist mittlerweile zum König von Myrtana aufgestiegen. Rhobar III. will das Reich wieder einen und schickt Krieger los, die abgespaltenen Reiche – darunter die Inseln Feshyr und Argaan – wieder unter Kontrolle zu bekommen. Ihre persönliche Story fängt erfrischend anders an, denn diesmal leiden Sie nicht unter Gedächtnisverlust, sondern starten als Schafhirte auf der Tutorial-Insel Feshyr. Dort beginnt eine wahre Liebesgeschichte um die Angebetete Ivy. In drei Missionsabschnitten müssen Sie sich dem zukünftigen Schwiegervater beweisen: Nahkampf, Fernkampf und Crafting stehen auf dem Programm. Nachdem die Braut gewonnen ist, will diese vor der Hochzeit noch einmal Abenteuer erleben. Doch am Horizont erkennen Sie ein Schiff. Es hat Soldaten geladen…
Die Qualitätstests zu Arcania: Gothic 4 laufen bereits seit Oktober 2009 mit einem dauerhaft eingerichteten 10-Mann-Team. Damit will JoWood ein Bug-Desaster wie bei Gothic 3 verhindern. Eine Demo ist noch vor Release geplant, um Kritiker vom neuen Spiel zu überzeugen. Auch der für die Gothic-Reihe typische Witz in den Dialogen soll wieder eingefangen werden und alteingesessene Fans überzeugen. Darüber hinaus bietet Arcania: Gothic 4 die vier Schwierigkeitsgrade leicht, mittel, schwer und Gothic. Im härtesten Modus ist beispielsweise die Minimap deaktiviert.
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casual game -.-
Es wird sicher kein Casual-Game, nur weil es neue Inhalte hat, die manchen gefallen und anderen wiederum nicht.
Ich bin ganz offen für das Game, auch wenn die Präsentationen bis jetzt alle schlecht waren...
Die Hoffnung stirbt zuletzt.