Arcania: Fantastische Grafik und neuer Name für Gothic 4
Die Identität des neuen Helden wollte man uns noch nicht verraten, daher stapfte die Spielfigur in prächhtiger Rüstung und mit schwerem Helm durch die dichten Wälder. Doch zum Kampfsystem konnte Spellbound dafür endlich ein paar Details verraten: In der Präsentation pirschte sich der Held mit Pfeil und Bogen an ein Dorf heran, in dem menschliche Wachen umherliefen. Beim Anvisieren zoomt die Kamera über die Schulter der Spielfigur heran, das Fadenkreuz wackelt sanft hin und her - das soll die Atmung des Helden verdeutlichen.
Längeres Zielen in dieser Ansicht zieht dem Helden fortwährend Ausdauer-Punkte ab.
Feuert man einen Pfeil auf den Gegner ab, berechnet ein Trefferzonensystem, an welchem Körperteil der Feind verwundet wird - so geht er beispielsweise in die Knie, hält sich die Schulter oder fasst sich entsetzt an den Hals. Keine Sorge: Diese Szenen sind nicht blutig, wirken aber schon eine Spur härter als die Kämpfe in früheren Gothic-Spielen.
Obwohl die Charakterentwicklung in Arcania wie in den Vorgängern auf Talentpunkten basiert und über Trainer abgewickelt wird, ergänzt Spellbound ein wichtiges Detail: Je öfter der Held eine Aktion ausführt, etwa den Bogen einsetzt, desto geschickter wird er in diesem Talent. Das erinnert zunächst an das Lern-System aus Morrowind oder Oblivion, doch Spellbound beruhigt: Dieser Lerneffekt über Gewöhnung ist begrenzt und wirkt sich nur in geringem Maße aus. Am Beispiel des Bogenschießens bedeutet das etwa, dass der Held mit der Zeit eine ruhigere Hand hat und das Fadenkreuz somit etwas weniger verzieht.
Viel gab es also nach wie vor nicht von Arcania zu sehen. Doch das Gezeigte sieht überraschend gut aus - Entwickler Spellbound scheint auf sehr gutem Wege und zeigt schon jetzt technisch bemerkenswerte Ergebnisse. Ob das Spiel allerdings auch wirklich Spaß machen wird, muss sich natürlich erst noch zeigen.

