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  • Aquaria: Grandioses Indie-Spiel im Leser-Test chbdiablo

    Bereits 2007 erschien mit Aquaria eines der besten Indiespiele der letzten Jahre. Dank toller Präsentation und spaßigem Gameplay sollte man dieser Perle eine Chance geben. Bereitmachen zum Abtauchen!

    Vor dem Eingang zu Naijas Heim zu Beginn des Spieles. Vor dem Eingang zu Naijas Heim zu Beginn des Spieles. Quelle: Screenshot aus Aquaria Ins kühle Nass: Können sie sich vorstellen, der einzige Ihrer Art zu sein? So ergeht es Naija, einem Wesen, das mitten im Ozean lebt, größtenteils jedoch an einen Mensch erinnert, zu Beginn von Aquaria. Der Einstieg ist dennoch ein alter Bekannter - Gedächtnisverlust. Zumindest den größten Teil ihrer Erinnerungen hat die Protagonistin verloren und so macht sie sich auf, um die Weiten des Ozeans und ihre eigene Geschichte zu erkunden. Die Story wird dabei hauptsächlich durch die Stimme von Naija selbst erzählt. Dies geschieht durch Erzählungen über ihre eigene Vergangenheit und kleine Sequenzen im Spiel selbst.

    Tiefseetauchen
    Die Steuerung ist einfach und dennoch kann jeder selbst entscheiden, ob er mit der Maus, der Tastatur, einem Gamepad oder einer Kombination durch den Ozean gleitet. Mit allen Geräten hat man aber stets alles im Griff, und lässt Naija elegant durchs Wasser gleiten, sich von Wänden abstoßen oder singen. Singen? Richtig gelesen, in einem einfachen Kreismenü kann man Töne aneinanderreihen und somit singen - wozu das gut ist, wird im weiteren Verlauf noch erläutert.

    Zunächst schwimmt man durch Naijas eigenes Zuhause, eine große Höhle mit vielen Räumen. Bereits hier gibt es überraschend viel zu entdecken, durch aufsuchen bestimmter Orte und neuer Fähigkeiten eröffnen sich selbst im eigenen Heim neue Wege und Möglichkeiten.

    Das Erkunden und bestaunen der Spielwelt macht einen Teil des Spieles aus, nicht zuletzt aufgrund der wunderschönen und abwechslungsreichen Spielwelt. So bewegt man sich nicht nur durch den Ozean, sondern auch durch einen Wald von Wasserpflanzen und Seetang, untergegangene Tempel und viele andere Orte. Gerade die Tempel und ähnliche Gebiete dienen dabei als Dungeons. Darin gibt es nicht nur eine Vielzahl von Gegnern, sondern auch jeweils einen dicken Endboss. Diese Spielmechanik erinnert etwas an die Klassiker der Zelda-Spielereihe. Dabei weiß das Spiel immer wieder zu überraschen - und zu begeistern, denn jedes Gebiet ist auf seine Weise einzigartig.

    Ein enges Gebiet im Kelp Forest, zu sehen ist auch das Kreismenü um die verschiedenen Töne zu singen. Hier kann man sich damit zum Teil den weg freiräumen. Ein enges Gebiet im Kelp Forest, zu sehen ist auch das Kreismenü um die verschiedenen Töne zu singen. Hier kann man sich damit zum Teil den weg freiräumen. Quelle: Screenshot aus Aquaria Zur Atmosphäre tragen jedoch nicht nur die schönen verschiedenen Gebiete bei, sondern auch ihre Bewohner. Allerlei Fische, Krabben, Pflanzen und sonstiges Unterwassergetier schwimmt umher. Die Soundkulisse kann sich ebenfalls sehen, beziehungsweise hören lassen. Der Soundtrack ist wunderschön und passt stets zur Situation, immer etwas mysteriös und dennoch äußerst atmosphärisch. Der Soundtrack ist mittlerweile übrigens als CD erschienen. Ein weiteres Lob verdienen die Sprecher, davon hört man hauptsächlich die Stimme Naijas. Kleines Manko: Sprache ist nur in Englisch verfügbar.

    Kampf und Gesang
    Doch nicht alles, was sich im Ozean bewegt, ist uns auch freundlich gesinnt. Es gibt verschiedenste Gegner, die etwa bei Berührung Schaden verursachen, oder mit Projektilen schießen. Ja, Aquaria hat in diesen Momenten etwas von einem Fantasy-Rollenspiel, in dem man sich durch Gegner kämpft. Dazu besitzt Naija verschiedene Formen, in die sie sich verwandeln kann. Am Anfang hat man nur die normale, die Gesangsform. Aus dieser kann man sich in die anderen Formen verwandeln, oder etwa ein Schutzschild um sich aufbauen. Das ganze basiert auf einer Kraft, die sich im Spiel "Verse" nennt.

    Einer der zahlreichen Bosse in Aquaria. Hier hilft zumeist nur die Energieform. Jeder Bosskampf ist dabei einzigartig und benötigt eine eigene Taktik, um besiegt zu werden. Einer der zahlreichen Bosse in Aquaria. Hier hilft zumeist nur die Energieform. Jeder Bosskampf ist dabei einzigartig und benötigt eine eigene Taktik, um besiegt zu werden. Quelle: Screenshot aus Aquaria Eine der ersten Formen, in die man sich verwandeln kann, ist die Energieform. In dieser verändert sich das Aussehen von Naija deutlich und man ist nun in der Lage, selbst kleine Feuerbälle zu schießen. Allerdings kann man in dieser Form nicht singen und bewegt sich langsamer. Jede der vielen Formen hat ihre Vor- und Nachteile und ihren speziellen Verwendungszweck. Leider sind einige der Verwandlungen nur selten zu gebrauchen, was aufgrund der unterschiedlichen Möglichkeiten etwas Schade ist.

    Eine neue Verwandlungsform erhält man in der Regel am Ende eines Dungeon-Gebietes, nachdem man einen der bereits erwähnten Endbosse besiegt hat. Diese fordern jeweils eine eigene Taktik, allgemein ist der Schwierigkeitsgrad gelegentlich herausfordernd, aber nie unfair. Gespeichert wird übrigens nur an roten Kristallen, die man überall in der Welt finden kann, auch im eigenen Heim befindet sich eine solche Speichermöglichkeit

    Jagen, Sammeln und Erforschen
    Weltkarte von Aquaria zu fortgeschrittenem Spielfortschritt, während Naija eine verlassene Stadt erkundet. Weltkarte von Aquaria zu fortgeschrittenem Spielfortschritt, während Naija eine verlassene Stadt erkundet. Quelle: Screenshot aus Aquaria Die Welt von Aquaria ist eine offene Welt, sobald man die ersten Stunden überstanden hat, stehen einem viele Wege offen. Begrenzt wird das nur durch natürliche Barrieren, die man erst nach Erlangen einer bestimmten Form überwinden kann. Ebenfalls im Spiel enthalten sind einige Orte, welchen man beim ersten Besuch noch nicht alles entlocken kann. Es lohnt sich also, desöfteren in bereits besuchte Gebiete zurückzukehren. Ein weiterer Grund dafür sind die Trophäen für die eigene Höhle, diese sind oft gut versteckt, allerdings kann man damit sein Heim deutlich schöner Gestalten. Besonders im Zusammenhang mit den im Eigenheim neu erreichbaren Höhlenabschnitten eine tolle Idee. Die Minimap zeigt Orte wie Speicherpunkte stets an und ist eine gute Hilfe, außerdem kann man jederzeit auch die große Weltkarte aufrufen. Auch ein Schnellreisesystem ist integriert, dafür müssen mindestens zwei uralte Schildkröten gefunden werden. Von jeder solcher kann Naija dann zu jeder anderen Schildkröte transportiert werden.

    Alchemie gibt es in Aquaria zwar nicht, dafür kann man kochen. Im Laufe des Spiels findet sich eine Unzahl an Rezepten, die dafür nötigen Zutaten finden sich zumeist bei Gegnern oder in verschlossenen Pflanzen. Das Kochbuch umfasst dabei aufeinander aufbauende Speisen. Es gibt einfache Zubereitungen, die einer einfachen Heilung entsprechen, bis hin zu übermächtigen Leckereien, die für kurze Zeit mächtige Boni verleihen. Einfache Rezepte kann man jederzeit herstellen, während für Speisen mit drei Zutaten eine Kochstelle benötigt wird. So eine Kochstelle findet sich etwa in Naijas Heim, im weiteren Spielverlauf kann man seine Kochfertigkeit jedoch auch weiter erhöhen. Das Inventar zeigt alle Zutaten ordentlich sortiert, auch die Rezeptliste ist stets sinnvoll gegliedert. Das Inventar zeigt alle Zutaten ordentlich sortiert, auch die Rezeptliste ist stets sinnvoll gegliedert. Quelle: Screenshot aus Aquaria
    Naija erkundet so alle vorstellbaren Orte durch das Meer, dabei wird stets die Story rund um eine untergegangene Kultur, Naijas Eltern und ihre Liebe vorangetrieben. Im Spielverlauf bekommt Naija auch kleine Tierchen an die Seite, von denen man immer eines auswählen kann. Unter anderem gesellen sich ein beißender Piranha und ein im Dunklen lichtspendender Mini-Tintenfisch an unsere Seite.
    Die Story ist stets motivierend, wobei man gerade zu Beginn eigentlich nur auf Entdeckungstour durch allerlei Orte ist, doch genau dieses Entdecken der Welt und des eigenen Charakters ist das Hauptelement der Geschichte. Und das ist klasse umgesetzt.

    Rollenspiel? Action? Adventure?
    Zusammen mit Begleitern im Sonnentempel. Hier kann man auch kurzzeitig aus dem Wasser springen. Zusammen mit Begleitern im Sonnentempel. Hier kann man auch kurzzeitig aus dem Wasser springen. Quelle: Screenshot aus Aquaria Eine Schubladisierung von Aquaria ist nur schwer möglich, denn es besitzt von allem etwas. Dennoch ist Aquaria ein außergewöhnliches Spiel, doch nicht ganz makellos. Die Zutaten und Rezeptvielfalt ist fast zu groß. Teilweise ist es nur schwer einzuschätzen, wofür man die aktuell vorhandenen Zutaten vernünftigsterweise aufbraucht, oder ob manche Speise überhaupt nützlich ist. Einige Trophäen sind außerdem derart schwer versteckt, dass man schon jeden Winkel extrem genau absuchen muss, um auch die letzten Schätze zu finden, sofern man nicht auf eine Komplettlösung zurückgreifen will. Diese Trophäen sind allerdings völlig optional, genau so wie etwa die kleinen tierischen Begleiter, oder einige wenige der Endbosse. Um Aquaria durchzuspielen sollten bis zu 20 Stunden eingeplant werden.
    Zum Glück gibt es eine Demo zum Spiel, anhand welcher sich jeder ein eigenes Bild vom Spielgefühl machen sollte!
    Link zum Demodownload auf der offiziellen Homepage: www.bit-blot.com/aquaria/demo.html

    Fazit
    Aquaria ist nicht einfach ein kleines Indie-Spiel, sondern ein großer Brocken Spielekunst!
    Die Kombination aus Erkundung, Action und des außergewöhnlichen Settings samt großartiger Atmosphäre macht das Spiel zu einer Perle, die bisher viel zu wenig beachtet wurde. Dabei trägt das Ganze noch eine feine Geschichte auf dem Rücken und wer im Spiel sämtliche Rückblenden aus Naijas Vergangenheit entdeckt, wird mit einem erweiterten Ende belohnt.

    Wertung: 89%

    Aquaria

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: chbdiablo
    89 %
    Multiplayer
    -
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    10/10
    Atmosphäre
    10/10
    PC GAMES
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Aquaria
    Aquaria
    Release
    2007
    Es gibt 9 Kommentare zum Artikel
    Von Marten-Broadcloak
    Weil es in keinem akzeptablen Verhältnis zu den anderen Preisen der Indietitel bei Steam steht.Zwischen 1-5€ ist da…
    Von shanert
    BTW ist auch der Sourcecode von Aquaria freigegeben ... wäre auch eine Erwähnung wert gewesen im Artikel.http://www…
    Von rstaar
    Hab das Spiel schon länger und finde es grandios. Allerdings bin ich mir recht sicher, dass ich keine 20€ bezahlt habe…

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796065
Aquaria
Aquaria: Grandioses Indie-Spiel im Leser-Test chbdiablo
Bereits 2007 erschien mit Aquaria eines der besten Indiespiele der letzten Jahre. Dank toller Präsentation und spaßigem Gameplay sollte man dieser Perle eine Chance geben. Bereitmachen zum Abtauchen!
http://www.pcgames.de/Aquaria-Spiel-18091/Lesertests/Aquaria-Grandioses-Indie-Spiel-im-Leser-Test-chbdiablo-796065/
27.10.2010
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2010/10/Aquaria_Home.jpg
Aquaria, Indie, Test, Bit-Blot, Indie-Spiel, Indiegame, Lesertest
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