iBooks Author: Apple rudert bei Lizenzbestimmungen zurück
Apple hat die Geschäftsbedingungen des iBooks Author gelockert. Autoren dürfen ihre Werke nun auch auf anderen Plattformen vertreiben.
Apple hat das EULA von iBooks Author überarbeitet. Die Geschäftsbedingungen waren zuletzt stark in der Kritik gestanden. Grund dafür war unter anderem ein Absatz, der den Autoren die Verbreitung von mit iBooks Author erstellten Werken ausschließlich über Apple erlaubte. Somit konnten die Autoren ihr geistiges Eigentum nicht über herkömmliche Werke oder auf anderen Plattformen veröffentlichen. Dieser Absatz wurde nun verändert.
So dürfen Autoren ihre Werke auch weiterhin nur über Apple veröffentlichen - allerdings nur, wenn das Werk im .ibooks-Format verfasst ist. Den reinen Text oder beispielsweise eine pdf-Datei können die Autoren nun auch ohne Zustimmung von Apple nutzen. Somit können Autoren zukünftig ihre Werke und Bücher über Apple anbieten und zusätzlich beispielsweise ein gedrucktes Buch veröffentlichen. Dennoch sind die Geschäftsbedingungen von iBooks Author noch recht restriktiv - so verlangt Apple für .ibooks-Bücher 30 Prozent der Einnahmen.
Hintergrund: Apples Lizenzbedingungen gerieten gleich nach der Vorstellung in die Kritik. Über die iBooks-Software können Verlage und Autoren Schulbücher bei Apples iBookstore einstellen – die dann auch nur dort beziehungsweise über den Studenten-Service iTunes U verkauft werden können. Bei kostenlosen Materialen erlaubt Apple auch den Download über andere Plattformen, bei kostenpflichtigen Büchern sind die Bestimmungen hingegen eindeutig auf die Shops von Apple festgelegt.

