Hamburg: Occupy protestiert mit Äpfeln gegen Apples Zulieferer-Politik
Apple wurde jetzt Ziel der Occupy-Bewegung. In Hamburg flogen am vergangenen Samstag Äpfel auf den dortigen Apple Store. (2)
Die Occupy-Bewegung hat am vergangenen Samstag den Apple-Store in Hamburg für Proteste auserkoren. Insgesamt protestierten acht Anhänger der Bewegung gegen Apple. Sechs verteilten Handzettel und warfen angebissene Äpfel in Richtung laden, zwei ketteten sich fest. Die Demonstranten wollten mit ihrer Aktion auf die unzumutbaren Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern aufmerksam machen. "Wir empören uns über Ausbeutung und Profit", stand auf den Handzetteln.
Auch wenn nur acht Demonstranten an der Aktion beteiligt waren, war diese doch erfolgreich. Der Laden musste geschlossen werden, die Polizei rückte an, um die Demonstranten des Platzes zu verweisen. Die Occupy-Bewegung sucht sich zumeist Banken für Proteste aus und dazu noch in Großstädten wie New York oder London. Ein Apple-Store war bislang nicht Ziel der Proteste. Die Demonstranten werfen Apple vor, die Zerstörung einer sozialen Gesellschaft zu unterstützen.
Bereits vor wenigen Tagen reagierte der Apple-Chef Tim Cook auf Vorwürfe, Apple kümmere sich nicht um die Mitarbeiter der meist asiatischen Zulieferer. Man wies die Anklage der New York Times zurück und sagte, dass jeder Vorfall Bedauern bei Apple auslöse und dass man sich um die Mitarbeiter in der Lieferkette sehr sorge. Ähnliche Statements gab Apple bereits vor einigen Jahren ab, als sich mehrere Foxconn-Mitarbeiter das Leben nahmen. Quelle: Radio Hamburg

