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  • Apotheon im Test: Griechenland-Abenteuer mit schickem Artdesign

    Auch wenn ihr mit wütendem Gehacke die meisten Gegner besiegen könnt, lohnt es sich, vor allem bei Fernkämpfern von der Blockmechanik Gebrauch zu machen. (PC-Version) Quelle: PC Games

    Apotheon zählt zu den wohl hübschesten Indie-Spielen des noch jungen Jahres. In unserem Test überprüfen wir, ob das Gameplay mit dem tollen Artdesign mithalten kann. Wir klären, ob die Reise in den Spielspaß-Olymp oder in die Untiefen des Hades führt.

    Die griechische Mythologie musste schon für eine Menge Spielideen herhalten – als Schlachtplatte für den Playstation-Helden Kratos, als Schauplatz für den Diablo-Klon Titan Quest oder als Inspiration für Age of Mythology. Nun bedient sich auch der Indie-Titel Apotheon bei der reichhaltigen Sagenwelt rund um Göttervater Zeus und Co. Die Story, in der die Olympier der Menschheit entsagen und das sterbliche Pack am liebsten auslöschen wollen, spielt jedoch nur eine Nebenrolle.

    Die Bossgegner sind zum Teil riesig und erfordern im Vergleich zu normalen Kämpfen oft auch ein Mindestmaß an Taktik. (PC-Version) Die Bossgegner sind zum Teil riesig und erfordern im Vergleich zu normalen Kämpfen oft auch ein Mindestmaß an Taktik. (PC-Version) Quelle: PC Games Das Hauptaugenmerk legten die Macher – wie viele andere Indie-Entwickler – eher auf das Gameplay und vor allem die künstlerische Umsetzung. Letztere ist auch die große Stärke von Apotheon. Die Grafik ist an altgriechische Malereien angelehnt, wie man sie auch an Wänden oder Töpferei-Kunstwerken aus jener Zeit bewundern kann. In Bewegung sieht das Ganze noch einmal spektakulärer aus und gibt im Zusammenspiel mit der gelungenen Musik- und Sprachuntermalung ein wirklich tolles Bild ab.

    Umso bedauerlicher, dass der Titel spielerisch nicht mit der audiovisuellen Darbietung mithalten kann. Einordnen lässt sich Apotheon irgendwo zwischen klassischen Plattformern, Metroidvania-Vertretern und seichten Action-RPGs. Ihr hüpft und kämpft euch mit eurem menschlichen Helden Nikandreos durch eine (fast) frei begehbare Götterwelt. Der Fortschritt ist dabei jedoch nicht – wie etwa bei einem richtigen Metroidvania-Spiel – durch eure Ausrüstung oder eure freigeschalteten Skills begrenzt. Gleich von Anfang an dürft ihr euch weitestgehend frei durch die Welt der Olympier bewegen, selbst entscheiden, ob ihr zuerst in den Hades hinabsteigt, Artemis in ihrem Wald voller verstörend gut bestückter Satyrn und barbusiger Nymphen besucht oder in See stecht, um Poseidon Hallo zu sagen.

    Lediglich einige wenige Bereiche sind erst dann zugänglich, wenn ihr den passenden Schlüssel gefunden habt. Dadurch wirkt das Erkunden der Spielwelt deutlich weniger motivierend als etwa bei Guacamelee!. Immerhin unterscheiden sich die einzelnen Bereiche visuell vonei­nander. Und eine Besonderheit gibt es auch: Mit der Agora existiert eine Art zentraler Hub, in dem ihr euch relativ unbeschadet he­rumtreiben könnt. Hier verkauft und ersteht ihr Waffen, Rüstung oder Crafting-Rezepte und angegriffen werdet ihr auch nur dann, wenn ihr Truhen plündert oder die postierten Wachen attackiert.

    Im Spielverlauf dürft ihr sogar vom Rücken eines Pferdes kämpfen. Den Klepper jederzeit herbeirufen könnt ihr jedoch nicht. (PC-Version) Im Spielverlauf dürft ihr sogar vom Rücken eines Pferdes kämpfen. Den Klepper jederzeit herbeirufen könnt ihr jedoch nicht. (PC-Version) Quelle: PC Games Die Kämpfe selbst sind ein zweischneidiges Schwert. Zwar sorgen Blockmechanik, frei bestimmbare Schlagrichtung und abnutzbare Nah- wie Fernkampfwaffen für ein gehöriges Maß an taktischem Tiefgang, im Endeffekt ist das Ganze aber so hakelig umgesetzt, dass ihr mit blindem Draufgeholze mindestens genauso erfolgreich seid. Auch bei den Sprungpassagen führt die etwas störrische Steuerung hin und wieder zu Frust, etwa in zeitkritischen Level­abschnitten. Daran ändert übrigens auch die Gamepad-Steuerung in der zeitgleich erschienen und inhaltsgleichen PS4-Version nichts.

    Hinzu kommt, dass die Entwickler in beinahe jedem Bereich der Spielwelt irgendein Feature eingebaut haben, das schon nach ein paar Minuten nervt. Im Hades etwa attackieren euch untote Gegner, die nach kurzer Zeit wieder aufstehen. Das führt dazu, dass trotz der wirklich fantastischen künstlerischen Gestaltung eben nur ein "Gut" in der Endabrechnung he­rumkommt.


    Apotheon (PC)

    Spielspaß
    75 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Apotheon (PS4)

    Spielspaß
    75 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Toller, innovativer Grafikstil
    Gelungene Sounduntermalung
    Atmosphärisches Olymp-Setting
    Große, recht abwechslungsreiche Spielwelt
    Dezente, aber motivierende RPG-Elemente
    Grundsätzlich gut funktionierendes Gameplay-Konzept aus Sprung-, Kampf- und Rätselpassagen
    Crafting-System
    Steuerung mitunter arg hakelig
    Story eher nebensächlich und flach
    Diverse fragwürdige Design-Entscheidungen, die für Frust sorgen
    Erkundung der Spielwelt nur wenig motivierend
    Fazit
    Solides Action-Adventure mit RPG- und Metroidvania-Anleihen, das vor allem vom Artdesign lebt.

    01:13
    Apotheon: Launch-Trailer zum mythischen Actionspiel
  • Apotheon
    Apotheon
    Release
    03.02.2015
    Es gibt 6 Kommentare zum Artikel
    Von tonsimpson
    Grafisch fand ich das Spiel schön, sonst war es aber eher langweilig.
    Von Rednu
    Ich habe das Spiel bisher nur in Streams gesehen und finde das Prinzip im Grunde ganz cool. Allerdings wird mir auf…
    Von MjrVenom
    Habe das Spiel Gratis über PSN+ bekommen und muss sagen ich war am anfang sehr Skeptisch über das Spiel, aber nach ~10…

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    • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

      • Von tonsimpson Neuer Benutzer
        Grafisch fand ich das Spiel schön, sonst war es aber eher langweilig.
      • Von Rednu Neuer Benutzer
        Ich habe das Spiel bisher nur in Streams gesehen und finde das Prinzip im Grunde ganz cool. Allerdings wird mir auf der dieser "Zeichenstil" etwas zu eintönig. Es verändert sich nur der Farbton in den verschiedenen Welten aber eben nicht das Design. Sehr schade. Da hätte ich mir etwas mehr Abwechselung gewünscht.

        p.s.: es waren glaube 4 "Welten" die ich bisher gesehen habe.
      • Von MjrVenom Benutzer
        Habe das Spiel Gratis über PSN+ bekommen und muss sagen ich war am anfang sehr Skeptisch über das Spiel, aber nach ~10 Std. hatte ich das Spiel durchgespielt und muss gestehen es hat spaß gemacht, aber wie die Kritik schon sagt war die Story (leider) nur nebensächtlich. Es hat aber richtig spaß gemacht !

        Leider hatte ich bei der PS4 version einige Bugs bei denen ich plötzlich außerhalb der karte war. Aber neu laden und alles war beim alten  .
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1150542
Apotheon
Im Test: Griechenland-Abenteuer mit schickem Artdesign
Apotheon zählt zu den wohl hübschesten Indie-Spielen des noch jungen Jahres. In unserem Test überprüfen wir, ob das Gameplay mit dem tollen Artdesign mithalten kann. Wir klären, ob die Reise in den Spielspaß-Olymp oder in die Untiefen des Hades führt.
http://www.pcgames.de/Apotheon-Spiel-55217/Tests/Im-Test-Griechenland-Abenteuer-mit-schickem-Artdesign-1150542/
12.02.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/02/Seite2_Gross-pc-games_b2teaser_169.jpg
indie game
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