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  • Anno 2070: Die Tiefsee im Test - Neuer Langzeitspaß aber kaum frische Missionen

    Mit der Erweiterung Die Tiefsee für Anno 2070 erhalten Fans des komplexen Aufbauspiels zahlreiche neue Herausforderungen. In unserem Test von Anno 2070: Die Tiefsee zeigt sich das große neue Potenzial der Erweiterung besonders im Endlosspiel. Dafür enttäuscht das Addon mit einem geringen Umfang an Szenarien und Missionen.

    Mit Die Tiefsee erscheint am 4. Oktober 2012 das obligatorische Addon zum Aufbau-Hit Anno 2070. Mit zahlreichen Neuerungen und Features sollen vor allem Langzeitspieler mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden. Wir haben uns in die Tiefsee begeben und das Addon ausführlich getestet. Leider konnten wir dabei jedoch nicht den neuen Vorherrschafts-Mehrspieler-Modus unter die Lupe nehmen. Es fehlten schlicht die Mitspieler. In Vorherrschaft balgen sich zwei Teams um die Kontrolle über mehrere Karten; Partien ziehen sich unter Umständen über Wochen hin.

    Eine direkte Konfrontation mit Militäreinheiten gibt es dabei nicht. Stattdessen siedeln die Teams friedlich vor sich hin und versuchen im Wettbewerb gegen die KI eine möglichst hohe Punktzahl zu erzielen. Das Team, das auf einer Karte die meisten Punkte verdient, nimmt die Map in Besitz. Dadurch erhalten alle Team-Mitglieder für den Rest der Partie spezielle Boni. Bisher mangelte es uns aber noch an Mitspielern für diesen Modus. Hinweis: Auch wer nur das Hauptspiel besitzt, kommt dank eines kostenlosen Updates in den Genuss der neuen Spielvariante.

    Aufgewertete Tech-Fraktion


    Die Tiefsee ist eine Liebeserklärung. Absender: Related Designs und Blue Byte. Die Adressaten: Langzeitspieler von Anno 2070, denen das Spiel nach 80 bis 100 Stunden im Endlosmodus zu fad wurde. Die Zielgruppe freut sich über einige der Änderungen des Addons, die darauf abzielen, die Komplexität des Spiels mit weiteren Warenketten und einer zusätzlichen Zivilisationsstufe zu erhöhen.

    Im Mittelpunkt der Erweiterung steht die Tech-Fraktion. Die umweltfreundlichen Ecos und die industriellen Tycoons bekommen mit dem Addon kein einziges neues Wirtschaftsgebäude (nur Zierobjekte). Lediglich ein zusätzliches Schiff gibt es oben drauf: Der Atlas ist eine Mischung aus Flugzeugträger und mobiler Reparaturplattform; nützlich im Kampf mit großen Flottenverbänden und bei Luftangriffen fernab der eigenen Flughäfen. Bei den Techs kommt noch ein U-Boot mit besonders großen Frachträumen dazu. Das eignet sich prima, um mittels der neuen Einstellung Handelsrouten konsequent im getauchten Zustand abzufahren – so geht ihr Räubern auf der Meeresoberfläche aus dem Weg.

    All das ist aber erst im späteren Verlauf einer Partie von Bedeutung, im sogenannten Mid- und Endgame. Die Anfangsphase spielt sich dagegen fast genauso wie in Anno 2070: Mit einer der beiden Hauptfraktionen Ecos und Tycoons besiedelt ihr erst eine, bald schon mehrere Inseln und sorgt für die Zufriedenheit bei der Bevölkerung. Dazu produziert ihr Waren, die Teil komplexer Wirtschaftskreisläufe sind. Nebenbei achtet ihr sowohl auf den Stromverbrauch eurer Gebäude als auch die durch Abgase verschlechterte Ökobilanz – ein forderndes Spielprinzip, das von der ersten Minute an eine beachtliche Sogwirkung erzeugt. Der Ausbau und die Optimierung der prächtig anzuschauenden Inselstädte beschäftigt pro Karte mehrere Stunden. Durchhänger gibt es serientypisch nur sehr selten.

    Die Neuerungen von Die Tiefsee greifen erst, sobald ihr neben eurer Hauptfraktion die Techs als zweite Bevölkerungsgruppe ansiedelt. Diese Laborratten besitzen nun drei statt nur zwei Zivilisationsstufen wie im Hauptspiel; die neue Genie-Gesellschaftsschicht verlangt nach einer Reihe frischer Güter. Auch die darunter angesiedelten Forscher haben zwei zusätzliche Bedürfnisse spendiert bekommen. Das resultiert in neuen Warenkreisläufen und Produktionsgebäuden, etwa zur Erzeugung von hochwertiger Laborausstattung oder ebenso schmackhafter wie gesunder Immunpräparate. Die dafür notwendigen Rohstoffe baut ihr hauptsächlich unter Wasser ab; hier kommt die Tiefsee aus dem Titel ins Spiel. Denn beim Hochpäppeln der Techs verbringen Sie mehr Zeit als im Hauptspiel am Meeresgrund; die spielerisch eher nebensächlichen Unterwassersiedlungen waren ein Schwachpunkt von Anno 2070.

    Beim Add-on gibt es im kühlen Nass deutlich mehr zu tun: Ihr züchtet Schwämme, brütet Korallen aus, gewinnt Mikrochips aus Bauschutt und verarbeitet die gewonnenen Rohstoffe gleich am Seeboden zu den benötigten Bedarfsgüter. Das erfordert eine angepasste Logistik: Ihr verschifft Unmengen an Baumaterialien zu euren Unterwasserkontoren und richtet zusätzliche Handelsrouten ein, um die Wohninseln der Techs termingerecht mit allen gewünschten Waren zu versorgen. Keine Frage: Die Tiefsee ist noch einmal ein gutes Stück komplexer als das Hauptspiel! Das freut die Profis. Zumal es mit den Bionik-Anzügen erstmals in der Serie eine Produktionskette mit vier Stufen gibt. Dadurch habt ihr ein zusätzliches Ziel vor Augen, das in Langzeitpartien für zusätzliche Motivation sorgt.

    Enttäuschender Missionsumfang


    Die neuen spielerischen Möglichkeiten sind für ein Add-on also völlig ausreichend. Doch wer sich von Die Tiefsee vor allem neues Missions und Szenariofutter erwartet hat, der dürfte enttäuscht sein: Anno 1404: Venedig bot satte 15 zusätzliche Einzelaufträge. Die Tiefsee hat drei. Die sind allerdings ausgesprochen fordernd geraten: Ihr verbessert die Ökobilanz in einer kargen Einöde, siedelt 2.500 der neuen Genies an oder errichtet alle drei Monumente. Moment mal, drei? Ganz recht, denn die Techs haben auch eine dieser Superbauten spendiert bekommen. Das Gebäude ist sündhaft teuer, aber auch unglaublich praktisch. Denn damit benötigen Sie keine Marktplätze mehr für Ihre Siedlungen, was Platz sowie Kosten spart. Ein weiterer Segen für die Profispieler, die jeden Quadratzentimeter ihrer Inseln mit Wohnhäusern zupflastern.

    Neben dem wie immer frei konfigurierbaren Endlosspiel steht nur noch eine fünfteilige Minikampagne zur Auswahl. Die hat aber dieselben Probleme wie der Missionsstrang im Hauptspiel: Die Inszenierung ist mau und der Anspruch leidet unter dem Tutorial-Charakter der Aufträge. Als Einführung in die Neuerungen (zum Beispiel der Kauf von Aktienanteilen anderer Inseln oder die frische Zivilisationsstufe) taugt die Kampagne aber allemal.

    So wie sich Anno 2070 knapp seinem Vorgänger Anno 1404 geschlagen geben musste, so hat auch Die Tiefsee einen schweren Stand gegen das letzte Add-on Venedig. Dabei ist es sich nicht zu schade, Ideen der vorherigen Erweiterung wiederzukäuen: Den Handel mit Aktien gab es schon in Venedig. Draußen bleiben mussten dagegen die launigen Sabotageaktionen aus der Venezianer-Erweiterung. Dafür haben die Entwickler eine neue Katastrophe eingebaut, die aber hinter den Erwartungen zurückbleibt: Der Tsunami, ausgelöst von Störungen im neuen Unterwasserkraftwerk, flutet kurzzeitig einen schmalen Küstenstreifen, schlägt aber keine allzu hohen Wellen. So wie Die Tiefsee.

    Anno 2070 (PC)

    Spielspaß
    84 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Stark ausgebaute Tech-Fraktion mit dritter Zivilisationsstufe und vielen neuen Waren
    Nützliche neue Stromoptionen mit Energietransmitter und geothermische, Kraftwerk
    Vier-Stufen-Produktionskette und drittes Monument als Langzeitziele
    Friedliche Übernahmeoption (Aktienhandel)
    Magerer Umfang: Nur drei neue Szenarien und fünf Missionen
    Spannungsarme Kampagne mit Tutorial-Charakter
    Nüchterne Atmosphäre
    Belanglose Tsunami-Katastrophe

    02:47
    Anno 2070: Die Tiefsee im Videotest
    Spielecover zu Anno 2070
    Anno 2070
  • Anno 2070
    Anno 2070
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Related Designs
    Release
    17.11.2011
    Es gibt 6 Kommentare zum Artikel
    Von Herbboy
    Wie kann man so was denn missverstehen? ^^ Wenn alle AddOn-Inhalte eh beim Update dazukämen, wäre ein AddOn ja eine…
    Von Slider33
    Ok das war wohl ein Fehler/Missverständnis meinerseits...schade 
    Von MatthiasDammes
    Nur um Unklarheiten zu beseitigen: Dabei handelt es sich lediglich um den neuen Multiplayer-Modus der per Patch für…

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    • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel

      • Von Herbboy Community Officer
        Zitat von Slider33
        Ok das war wohl ein Fehler/Missverständnis meinerseits...schade :(
        Wie kann man so was denn missverstehen? ^^ Wenn alle AddOn-Inhalte eh beim Update dazukämen, wäre ein AddOn ja eine massive Kundenverarschung 
      • Von Slider33 Neuer Benutzer
        Ok das war wohl ein Fehler/Missverständnis meinerseits...schade 
      • Von MatthiasDammes Redakteur
        Zitat von Slider33
        weiter unten "Hinweis: Auch wer nur das Hauptspiel besitzt, kommt dank eines kostenlosen Updates in den Genuss der neuen Spielvariante."


        Nur um Unklarheiten zu beseitigen: Dabei handelt es sich lediglich um den neuen Multiplayer-Modus der per Patch für alle Verfügbar gemacht wird.
        Alle anderen Inhalte von Die Tiefsee erhält man nur als Käufer des Addons.
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Anno 2070
Anno 2070: Die Tiefsee im Test - Neuer Langzeitspaß aber kaum frische Missionen
Mit der Erweiterung Die Tiefsee für Anno 2070 erhalten Fans des komplexen Aufbauspiels zahlreiche neue Herausforderungen. In unserem Test von Anno 2070: Die Tiefsee zeigt sich das große neue Potenzial der Erweiterung besonders im Endlosspiel. Dafür enttäuscht das Addon mit einem geringen Umfang an Szenarien und Missionen.
http://www.pcgames.de/Anno-2070-Spiel-18006/Tests/Anno-2070-Die-Tiefsee-im-Test-Neuer-Langzeitspass-aber-kaum-frische-Missionen-1027889/
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