Auf zu neuen Ufern: Anno 1404 in der PC Games-Vorschau
DIe Anno 1404-Städte sollen die bisherigen 1701-Siedlungen wie Dörfchen aussehen lassen.
An Deck der Donna Maria herrscht wieder helle Aufregung. "Segel setzen!", Leinen los!", "Auf zu neuen Ufern!", all diese Seemanns-Phrasen schwirren durch die Luft. Fern am Horizont, in den Nebelschwaden noch schwer auszumachen, liegt die Zukunft. Und diese spielt 297 Jahre in der Vergangenheit. Nach dem grandiosen, bildhübschen Anno 1701 entwickelt Related Designs den Nachfolger Anno 1404. Obwohl der vierte Teil der Serie nicht mehr in der frühen Neuzeit, sondern im Spätmittelalter angesiedelt ist, versprechen die Entwickler spielerisch einen epochalen Satz nach vorne. Und werden nicht müde, zwischendrin immer wieder mantra-artig "Anno bleibt Anno" einzustreuen.
Mittelalter also. Die Zeit, in der Buchdruck als neumodischer "Schrift 2.0"-Kram betrachtet und Abwässer freimütig auf der Straße entsorgt wurden? Richtig, aber auch die Zeit, in der sich gigantische Städte in den Feudalstaaten Europas bildeten, ein blühender Handel mit dem Orient herrschte und wenige Erfindungen (Buchdruck, Schwarzpulver, Kompass) gigantische Auswirkungen hatten.
Forschung, Städtebau, Handel - das schreit nach einer Anno-Umsetzung. Wir sahen die weltweit erste Vorführung ebendieser neuen Anno- Welt und erlebten eine große Überraschung: Wer hätte gedacht, dass es nach Crysis noch einmal einem Spiel gelingen würde, allein mit seiner Optik für ungläubiges Staunen zu sorgen. Anno 1404 sieht schlichtweg unfassbar gut aus, egal ob es das obligatorische Schiff durchs Wasser schippern lässt, ein bebautes Kohlefeld darstellt oder eine riesige, verwinkelte Stadt mit einem gigantischen Monument im Zentrum zeigt. Und ehe Sie, vom Signalwort Crysis zwei Sätze vorher angestochen, eine Grafikdemo mit wenig Gameplay-Innovationen vermuten: Das alles sieht nicht nur fantastisch aus, es wirkt auch spielerisch sinnvoll und schlüssig integriert.


Lobe NIE ein Spiel vor den ersten (User-)Tests und Bugreporte!
schade, dass so viel unnötige entwicklungsarbeit in den kampangenmodus fließt.....
Inwiefern? Ich - und viele andere Spieler - finde eine Kampagne sehr schön, und ein Endlosspiel gibt's ja trotzdem