Fit für die Geisterjagd
AUF SCHRITT UND TRITT Carnby muss ständig mit dem Angriff von Feinden rechnen. Selbst in luftigen Höhen ist er nicht sicher.
Seit Jahren fabrizieren die Entwickler der Alone in the Dark-Serie bereits virtuelle Spinnweben für den vierten Teil, doch bislang schwiegen sie über ihr finsteres Treiben. Jetzt können wir Ihnen die ersten handfesten Informationen zu dem Gruseladventure präsentieren.
Charles Fiske, der beste Freund von Edward Carnby, wurde tot aufgefunden - und dies lässt den Superdetektiv nicht eher ruhen, bis er den Mörder dingfest gemacht hat. Für seine Recherchen muss er sich auf die geheimnisvolle Schatteninsel vor der Küste des US-Bundesstaates Maine begeben. Sein dortiger Kontaktmann Fred Johnson erzählt ihm bald darauf, dass Fiske auf der Suche nach drei uralten Tafeln gewesen sei, die magische Fähigkeiten besäßen. Damit diese nicht in die falschen Hände fallen, muss sich Carnby sputen und das Geheimnis der Insel lüften. Wie in den vorigen Serienteilen zählt auch hier ein düsteres Herrenhaus zu den bevorzugten Schauplätzen, das so manch unangenehme Überraschung für Carnby in petto hat. Gesteuert wird der Detektiv des Übernatürlichen aus der Perspektive der dritten Person, wobei Sie die Kamera - ähnlich wie in Nocturne - nicht frei justieren können, sondern der Dramaturgie der Entwickler folgen müssen. Die Schauplätze sind wunderschön gestaltet, bieten jedoch keine echten 3D-Objekte wie in The Devil Inside, was der grafischen Detailfülle allerdings keinen Abbruch tut: Gewitterblitze, flackernde Fackeln im Wind und die funkelnden Augen geheimnisvoller Kreaturen sind nur einige der visuellen Höhepunkte des Spiels. Auch musikalisch will das französische Entwicklerstudio der Konkurrenz des Horror-Adventure-Genres in nichts nachstehen: Ein gruseliger Soundtrack sowie zahlreiche stimmungsvolle Geräusche sollen Fans von Titeln wie Resident Evil ein spannendes Spielerlebnis bereiten.
Neben menschlichen Widersachern lauern Carnby eine Menge Furcht einflößender Kreaturen auf, denn wie die Abenteuer der ersten drei Teile, basiert auch das neueste Erlebnis wieder auf der Ideenwelt des amerikanischen Horrorautors H. P. Lovecraft (siehe Quickie). Zum Glück wird der Detektiv über ausgesprochen wirkungsvolle Waffen verfügen, die er zudem im Spielverlauf aufrüsten kann. Der Spieler darf sogar Fackeln gegen lichtscheues Gesindel einsetzen. Apropos lichtscheu: Alone in the Dark 4 ist ein ähnlich dunkles Spiel wie Nocturne oder Dark Project 2. Der besondere Clou ist daher Carnbys Taschenlampe, die ihm neben der Fackel als einzige Lichtquelle zur Verfügung steht. Nur mit diesem Hilfsmittel ist es ihm möglich, finstere Ecken auszuleuchten, um eklige Monster aufzuspüren und Geheimnisse zu ergründen. Da sich sowohl die Hintergrundgeschichte als auch die grundlegende Stimmung sehr stark an den Vorgängern orientieren, dürfen Sie mit ähnlich gearteten Aufgaben rechnen: Schalter umzulegen, Informationen zu sammeln oder Geheimgänge ausfindig zu machen dürfte Sie ordentlich auf Trab halten.

