Aliens: Colonial Marines - Noch immer keine Blockbuster-Qualität - Die Gamescom-Preview
Sega und Gearbox scheinen das Potenzial der Vorlage noch immer nicht auszunutzen. Aliens: Colonial Marines wirkt weiterhin nicht ganz rund.
Aliens: Colonial Marines spielt 11 Monate nach Alien 3. Ein Marine-Squad musste auf dem Planeten LV -426 notlanden und die Soldaten kämpfen sich gerade mit Mühe aus dem Wrack, als wir in die Präsentation auf der Gamescom einsteigen. Sofort fallen die durchaus gelungenen Lichteffekte sowie die interessante Umsetzung der filmischen Vorlage auf. Alles wirkt bekannt und wir können zahlreiche Elemente sowie Details aus den Filmen wiedererkennen. Waffen und Gerätschaften sind dementsprechend vorgegeben und bekannt. Der Motion-Sensor, eine Shotgun und die Pulse-Rifle.
Sobald der Motion-Sensor anschlägt und das Piepsen einsetzt, bricht die Hölle los. Aliens kommen aus allen Winkeln auf uns zugerannt, machen uns das Leben zur Qual. Was hier allerdings negativ auffällt: das alles wirkt erstaunlich unspannend. Es wirkt wie wildes, zielloses und vor allem uninspiriertes Geballer auf sich flink bewegende Gegner. Darüber hinaus ist die Sounduntermalung weit weg von Perfektion. Treibende Musik? Fehlanzeige. Hier fehlt das gewisse Etwas.
Was folgt, ist eine Scriptsequenz. Ein Alien schleudert uns aus dem Fenster und draußen angekommen, werden wir von einem mutierten Außerirdischen, einem sogenannten Crusher, angegriffen. Das riesige Alien mit genauso riesiger Kopfplatte greift uns an, seinen Kopf nutzt es als Rammbock. Das wirkt zwar – vor allem aufgrund des einsetzenden Regens und der durchaus ansehnlichen Grafik – ganz cool, gleichzeitig aber auch ein wenig lächerlich. Vor allem für eingefleischte Alien-Fans.
Zurück im Trockenen werden die Marines von den Angreifern immer weiter zurückgedrängt. Wir müssen uns verschanzen und die Eingänge mit Geschütztürmen sichern. Diese dürfen wir aber nur an einer einzigen vorgegebenen Stelle aufbauen. Als dann die Aliens angreifen wirkt das Scharmützel deutlich spannender, gehetzter und vor allem dramatischer. Die Kämpfe sind also durchaus unterschiedlich, was ihre Qualität anbetrifft. Dass die Präsentatoren mittlerweile im Koop-Modus spielten, bemerken wir erst am Ende, denn Teamplay gab es nicht zu sehen. Highlight der Präsentation war der Abschluss, in der sich eine Alienkönigin wie ein Derwisch durch die Reihen der Marines pflügt, um sich am Ende die Spielfigur zu packen.
Wer die Berichterstattung zu Aliens: Colonial Marines schon länger verfolgt, wird feststellen, dass Gearbox und Sega nichts Neues präsentiert haben. Da könnte man meinen, die Entwickler hätten mittlerweile am Feintuning der einzelnen Szenen gesessen. Pustekuchen. Noch immer wirkt der Ego-Shooter nicht rund.
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