Alarm für Cobra 11: Highway Nights-Test: Rasante Action für Zwischendurch
In den Story-Missionen treiben unter anderem Verhöre das Geschehen voran. Die fi nden direkt auf der Autobahn statt – knifflig. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Seit 1996 sorgt die Action- Serie Alarm für Cobra 11 wöchentlich für Nervenkitzel in deutschen Wohnzimmern, immer mit dem Fokus auf alles, was knallt und kracht, nicht aber auf tiefgründige Charaktere oder innovative Story. Alarm für Cobra 11: Highway Nights, die neueste Spieleumsetzung, schlägt in genau dieselbe Kerbe. Das Negative vorweg: Highway Nights erzählt seine Geschichte in lahmen Zwischensequenzen, in denen Sie das gerenderte Polizeipräsidium gezeigt bekommen und die bekannten Stimmen der Hauptcharaktere Semir und Ben sich im Hintergrund über die aktuellen Geschehnisse unterhalten. Die Missionen, die die Story unterstützen, ähneln sich schnell. Denn Sie machen nichts anderes, als von A nach B zu fahren, andere Karren zu verfolgen oder zu beschießen und hin und wieder mal ein Rennen zu fahren. Die Witze, die die Darsteller während der Ausfahrten reißen, krepieren so schnell im Endrohr Ihrer PS-Schleuder, wie Sie die Kontrolle über die schnellen, schwammig zu steuernden Flitzer verlieren. Zu guter Letzt macht Ihnen die KI des Navigationssystems, das Ihnen den Weg zu Ihren Einsatzorten weisen soll, gerne einen unerwarteten Strich durch die Rechnung. Grund: Das Ding scheint einfach nicht einschätzen zu können, wie lang der Bremsweg ausfällt, wenn Sie mit etwa 200 km/h durch die Gegend rasen, und gibt Ihnen Richtungsänderungen gerne mal geschätzte fünf Meter im Voraus bekannt. Vor allem nervig in zeitlich kritischen Missionen, denn während der Aufgaben gibt es keine Checkpoints, sodass Sie bei Versagen komplett von vorne beginnen müssen.
Um flüchtende Schurken zu stoppen, müssen Sie deren Karren rammen und sich dann vor ihnen postieren. Wenn Ihr Wagen Schaden nimmt, gibt es Punktabzug. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Genug gemeckert. Auch wenn die genannten Punkte die Wertung nach unten ziehen, Highway Nights glänzt auch in einigen Aspekten. Grafisch etwa zeigt Synetic, dass es im Next-Gen-Zeitalter angekommen ist, und legt im Vergleich zum Vorgänger sogar noch eine kleine Schippe drauf. Auch der Umfang stimmt. Die Spielwelt ist mit 32 Quadratkilometern erfreulich groß, 50 Missionen und ein enormer Fuhrpark, den Sie nach und nach freischalten, runden das Paket ab. Wenn Sie den Arcade-Racer also nicht gerade stundenlang am Stück spielen, sondern eher zum Feierabend kurz anwerfen, um hemmungslos durch die virtuelle Gegend zu heizen, funktioniert Alarm für Cobra 11: Highway Nights wunderbar. Für mehr ist die stumpfe Actionkost allerdings nicht geeignet.
Alarm für Cobra 11: Highway Nights-Test: Kurzüberblick
Grafik
Hübsche Wagen und Explosionen, etwas detailarme Umgebungen
Sound
Nervige Sprüche der Hauptcharaktere und teilweise schlechte Synchronisation der KI-Figuren
Steuerung: Etwas zu direkte Maus- bzw. Gamepad-Steuerung. Im Arcade-Modus ist das Spiel aber gut zu handhaben.
Mehrspielermodus
Splitscreen-Modus, in dem Sie an einem Rechner gegeneinander ein Rennen fahren. Für maximal zwei Spieler ausgelegt.
Testbedingungen und Bugs
Das Spiel lief in acht Stunden Testzeit fast fehlerfrei, jedoch erschien der Bildaufbau teilweise trotz hoher Bildwiederholrate stotternd und es kam zu einem Absturz.
Bildergalerie zum Alarm für Cobra 11: Highway Nights-Test
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Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, in die Verbrecherautos eigene Fahrer einzubauen: da sitzen einfach auch Semir und Ben drin! Als ob man die Modelle nicht in Minuten hätte ändern…