Auch der dritte Teil der Age-Reihe ist ein Mega-Hit.
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Die Fabelwesen sind nicht nur stärker als ihre menschlichen Gegner, sondern haben meistens auch eine Spezialattacke oder einen Zauberspruch drauf. Nur Helden sind den mythischen Monstern ebenbürtig. Da wären zum einen die Hauptdarsteller der Kampagne, die sich allein gegen ganze Armeen behaupten und, selbst wenn sie geschlagen werden, nur eine kurze Auszeit nehmen, bevor sie aus Walhalla wiederkehren. Zum anderen kann jede Fraktion eine Reihe von Heroen zur Unterstützung herbeirufen. Die Griechen haben den Bogenschützen Odysseus, den Schwertkämpfer Herakles und Bellerophon, der auf einem Pegasus reitet. Die Normannen zählen auf Hersir, den sie gleich in mehrfacher Ausführung rekrutieren dürfen. Neben dem Pharao unterstützen eine Handvoll Priester die Afrikaner, jeder davon ein mächtiger Heiler.
So faszinierend die Truppenvielfalt auch sein mag und so fesselnd die Story, das größte Highlight in Age of Mythology sind die 32 abwechslungsreichen Missionen. Gewaltige Massenschlachten stehen ebenso auf dem Programm wie kleine Abenteuer mit wenigen Getreuen, die ähnlich wie in Warcraft 3 Rollenspiel-Charakter haben. Immer wieder sorgen vorbestimmte Ereignisse für überraschende Wendungen. Da versucht Erzbösewicht Gargarensis das Tor zur Unterwelt aufzubrechen. Während Ihre kleine Streitmacht versucht, den Rammbock zu zerstören, versperrt die Heldenschar die Zugänge zur Oberwelt, aus denen die Anhänger des Zyklopen strömen. Da schuften Massen von Arbeitern vor den Mauern Trojas am Gerüst des hölzernen Pferdes, während von allen Seiten die Trojaner attackieren.
Da vereinen Sie in den verschneiten Bergen Skandinaviens Ihre versprengten Häuflein zu einer schlagkräftigen Streitmacht, bevor Sie eine nach der anderen drei umliegende Bergfestungen einnehmen. Da erforschen Sie finstere Labyrinthe, dringen vor ins Reich von Midgard, besuchen selbst das Land der Träume. Eine der eindruckvollsten Schlachten tobt in Ägypten. Gerade erst angekommen, ist Ihre Position zu schwach, um die gewaltige Armee Kemsyts aufzuhalten, die mit ihren Kriegselefanten langsam aber sicher eine Siedlung nach der anderen auslöscht. Nur wenn Sie sich mit einem heiligen Artefakt zu einem Tempel in Feindeshand durchringen, erwacht der dort gefangene hundsköpfige Wächter und stellt sich dem gegnerischen Ansturm entgegen.
Die Szenario-Designer haben die Kampagne perfekt mit der Hintergrundgeschichte verknüpft. Es bleibt wortwörtlich bis zur letzten Minute spannend. Mit Age of Mythology wagen auch die Ensemble Studios den Sprung in die dritte Dimension. So schön texturierte Landschaften, so schön beleuchtete Gebäude, so spektakuläre Spezialeffekte und so schön animierte Einheiten gab es noch in keinem anderen Echtzeit-Strategiespiel zu bewundern. Wenn in den Zwischensequenzen die Kamera auf Tuchfühlung mit den Darstellern geht, die monumentalen Wälle Trojas entlangfährt oder durchs skandinavische Schneegestöber taucht, kommt die Grafikpracht voll zur Geltung. Von den Gestaden Atlantis', wo sich die klaren Wellen am Strand brechen, über die glühenden Lava-Pfade des Hades bis hin zu den Schneewehen in Nordland und der düsteren Wikinger-Unterwelt ist ein Schauplatz schöner als der andere.
Zwar lässt sich die Ansicht in Grenzen heranzoomen und verkleinern und stufenlos drehen, notwendig ist das aber nur sehr selten - so geht die Orientierung nicht verloren. Verbergen sich Truppen hinter Mauern oder im Wald, schimmern die Silhouetten in den Spielerfarben durch. Nur wenn ein Berg einen Bauplatz verdeckt, lohnt es sich, die Perspektive zu verändern. So schick das 3D-Terrain auch ist, so gering wirkt es sich allerdings aufs Spielgeschehen aus. Wachtürme haben zwar auf Hügeln ein größeres Sichtfeld und beharken auch weiter entfernte Gegner, wirklich kampfentscheidend sind die Höhenvorteile aber nicht. Ein besonderes Lob verdienen die Toningenieure und Komponisten.
Satte 35 Musikstücke halten für jede Gelegenheit und jedes Szenario die passende Untermalung bereit. Die Wikinger gehen mit Trommelwirbeln und Fanfaren zum Angriff über, in Ägypten treiben exotische Rhythmen die Armeen zum Sieg. Dabei wechseln sich eingängige Melodien und ruhige Hintergrundpassagen, dem Spielgeschehen entsprechend, ab. Optisch, akustisch und spielerisch ist Age of Mythology ein Meisterwerk.

wenn ich mich da an c&c3 erinnere , das wurde auch bis zuletzt mit geschönten screenshots gepusht.
Deshalb bin auch ich etwas voreingenommen, wenns um Westwood geht.