Auch der dritte Teil der Age-Reihe ist ein Mega-Hit.
Die Wahl des Schutzgottes entscheidet über den Spielverlauf.
Alle huldigen drei Hauptgöttern und neun kleineren Götzen, die verschiedene Vorteile bringen. So heilen die Wunden der Verehrer von Odin ganz von allein. Wer die schöne Isis vom Nil anbetet, freut sich über niedrigere Forschungsausgaben. Bote Hermes lässt die Kavallerie schneller galoppieren. Wem Sie Ihr Vertrauen schenken, entscheiden Sie, sobald Sie Ihr Volk in ein neues Zeitalter führen. Insgesamt kämpfen Sie sich durch vier Epochen (und verehren damit bis zu vier Himmelswesen), von der archaischen bis zur mythischen Ära, wobei Sie gegen Ende der Kampagne für gewöhnlich schon in der höchsten Entwicklungsstufe beginnen.
Aus den drei Nationen mit ihren insgesamt 36 Göttern und jeweils vier Zeitaltern erwächst ein gigantischer Technologiebaum mit 42 Gebäuden, 64 Einheiten, 93 Upgrades und 36 Wundern - plus Helden, Barbarentruppen, Sondergebäuden, und, und, und. Zahlenmäßig überlegen ist diesbezüglich nur noch Empire Earth. Die dutzenden unterschiedlichen Kombinationen sind es, die Age of Mythology diese unglaubliche Spieltiefe verleihen, besonders im Mehrspielermodus. Ihr Gegner setzt auf Ra und Osiris, um seine ägyptischen Streitwagen und Kamele schneller zu machen?
Schlagen Sie sich auf die Seite von Loki und rufen Sie Hersir herbei, der beschwört mächtige Trolle zur Verteidigung! Kavallerie schlägt Fernkampfeinheiten, Schwertkämpfer schlagen Berittene, der eine Gott schlägt den anderen. Damit in dem verschachtelten Technologiebaum niemand den Überblick verliert, steht auf Tastendruck eine beispielhaft komfortable Online-Hilfe zur Verfügung, die mit zahlreichen Querverweisen zu jedem Thema ausführliche Informationen bereit hält und darüber hinaus Hintergrundwissen zur Historie der Einheiten und Mythen vermittelt.
Über die Unterschiede zwischen den drei Parteien klären eigene Mini-Tutorials auf. Während etwa die Griechen vor Tempeln beten, um die Götter milde zu stimmen, müssen die Ägypter dafür Monumente errichten, die Wikinger sich in der Schlacht beweisen. Bei den Nordmännern sind Infanteristen die Baumeister, die Arbeiter beschaffen nur die Materialien. Die bringen sie dann zu mobilen Ochsenkarren, während die anderen Völker ihre Vorräte in Lagern oder Siedlungen bunkern. Um die schneller zu errichten, erhalten die Ägypter von ihren Pharaonen Unterstützung.
Die Adligen vom Nil beschleunigen die Ausbildung neuer Einheiten oder die Ernte auf den Feldern. Bevölkerten in Age of Empires 1 und 2 noch historische Krieger das Schlachtfeld, finden sich nun auch Sagengestalten in den Armeen der drei Fraktionen wieder. Je nachdem, für welchen Gott Sie sich entscheiden, können Sie andere Kreaturen rekrutieren, die allesamt den Legenden der Nationen entliehen sind. Aufseiten der Ägypter ziehen beispielsweise Skarabäi in die Schlacht, gewaltige Käfer, die mit ihren Greiferzangen gegnerische Soldaten durch die Luft schleudern.
Der Roc, ein riesiger Greifvogel, trägt unter seinen Schwingen Fußsoldaten ins Gefecht. Die Griechen setzen auf hoher See Scyllas ein, vielköpfige Ungeheuer, denen bei jedem Scharmützel neue Häupter wachsen. Das Gegenstück zu Lande hört auf den Namen Hydra. Natürlich dürfen Zentauren nicht fehlen. Die Bogenschützen, halb Mensch, halb Pferd, zeichnen sich durch ihren schnellen Galopp und ihre Treffsicherheit aus. Treue Verbündete der Wikinger sind die Walküren, die mit ihren magischen Kräften Verwundete heilen. Feuergiganten schleudern ihren Gegnern glühende Lavabälle entgegen; ihre eisigen Brüder, die Frostgiganten, frieren Opponenten kurzerhand ein, bevor sie sie mit ihren mächtigen Fäusten zerschmettern. Dann wären da noch die Fenris-Wölfe, die auf sich allein gestellt schnell den Schwanz einziehen, im Rudel aber immer stärker werden.

