Age of Conan: Rise of the Godslayer-Vorschau: Neue Rasse, Quests und Waffen - Alle Details
Die Provinz von Chosain ist nicht so friedlich, wie sie aussieht: Ungetüme wie diese Vogelwesen warten auf eine Abreibung.
Auch ohne Rise of the Godslayer hat sich Age of Conan nach dem etwas überhetzten Start hat zu einem runden Online-Rollenspiel entwickelt. Landschaften, Dungeons und PvP-Inhalte stehen und funktionieren, die Spielergemeinde ist zufrieden - doch verlangt wie bei jedem MMO hungrig nach neuen Inhalten. Die will Entwicklungsstudio Funcom mit der ersten Erweiterung namens Rise of the Godslayer liefern. Darin geht es in das Land Khitai im fernen Osten, wo einst Conan eine uralte Gottheit auf deren Wunsch den Gnadenstoß gegeben hat. Die Folge, so scheint es zumindest, ist Chaos und Verderben, das sich in Khitai ausbreitet. Ehrensache, dass erfahrene Online-Helden sich aufmachen, um dort nach dem Rechten zu sehen.
Die Zukunft liegt im Osten
Ähnlich wild wie in Conans Reich Hyboria ging es in San Francisco zur Game Developers Conference zu: Wir kämpften uns durch heftige Wolkenbrüche vom Konferenzzentrum in ein nahegelegenes Hotel vor, in dem Craig Morrison, Produzent bei Funcon, schon auf uns wartete. "Im Land Khitai warten fünf neue Regionen auf euren Besuch", eröffnete uns Morrioson. Diese Gebiete gehen anders als das Hauptprogramm, das die Distanzen zwischen seinen immensen Landstrichen mit Ladepausen überbrückte, fließend ineinander über. Schon auf den ersten Blick fällt uns der fernöstliche Look von Khitai auf. Nicht von ungefähr: "Unsere Grafiker haben sich mit den Kollegen von Neowiz zusammen gesetzt, die Age of Conan in Korea betreiben", erklärt Craig Morrison. Dabei entstanden Charaktere, Monster und Städte, die zwar deutlich asiatischen Ursprungs sind, aber immer noch in der Mythologie des Conan-Universums verankert sind.
Schicke Sache: Für die realistisch-stimmungsvolle Optik des Online-Rollenspiels setzen die Entwickler auf DirectX 10.
Tiger oder Wolf?
Hunderte neuer Quests, neue Waffen und Gegenstände sowie eine neue spielbare Rasse, die Khitan - alles, was ein MMO-Fan von einer Erweiterung erwartet, steckt auch in Rise of the Godslayer. Dazu kommen zehn neue Fraktionen, die im fernen Osten beheimatet sind. "Allerdings könnt ihr euch nicht mit allen gut vertragen", sagt Craig Morrison. "Es liegt an euch, eure vielleicht fünf Verbündeten auszuwählen und euch dann mit den anderen auseinanderzusetzen - frei nach dem Motto: Eure Feinde sind auch meine Feinde." Jede Fraktion hält ihre eigenen Belohungen für die Spieler bereit, beispielsweise fraktionstypische Rüstungen. Besonders schick sind zwei neue Reittiere, ein Wolf und ein Tiger. Diese müssen in einer Quest-Reihe erst ihre Mutter entwendet und dann als Kampfgefährte hochgepäppelt werden, bevor die Entscheidung ansteht: den treuen Kämpfer aufgeben und dafür in ein Reittier umwandeln?
Kälter, aber deswegen nicht weniger gefährlich: die nördlichen Grasländer mit ihren an tibetanische Kloster erinnernden Bauten.
Helden lernen nie aus
Statt den maximalen Erfahrungslevel weiter nach oben zu schrauben, haben sich die Designer ein neues System ausgedacht, bei dem neue Fertigkeiten entdeckt beziehungsweise und frei geschaltet werden. Aus diesen klassenspezifischen Fertigkeiten wählen die Spieler dann eine festgelegte Anzahl aus, die sie im nächsten Kampf einsetzen wollen. "Damit wollen wir vermeiden, dass es nur eine einzige beste Klassenkonfiguration gibt", sagt Chris Morrison. "Idealerweise könnten wir uns mit zwei Kriegern gegenüber stehen, die allerdings bis auf ein paar gemeinsame Fähigkeiten wenig gemeinsam haben, doch sich dennoch in Schlagkraft in nichts nachstehen." Ein hehres Ziel.
Die Wahl, mit welchen Fraktionen ein Held zusammen arbeitet, wirkt sich auch auf die verfügbaren Rüstungen aus.
Harte Dungeon-Abenteuer
Bei der Entwicklung neuer Dungeons und Bosskämpfen ließen die Designer ihrer Vorstellungskraft freien Lauf. So führt uns Craig Morrison eine Szene vor, in der unsere sechsköpfige Heldentruppe sich aufteilen muss: Die eine Hälfte sorgt dafür, dass eine Schwebebrücke an Ort und Stelle bleibt, während die andere die Brücke überquert und den Monstern auf der anderen Seite eins auf die Mütze gibt. Wie in einem anderen großen Online-Rollenspiel besitzen die Dungeons kniffligere "Hard Modes", in denen die Gegner mehr einstecken können. Diese werden nicht mit über die Benutzeroberfläche, sondern im Spiel selbst aktiviert. Einige Bosse verhalten sich bei einem Showdown sehr originell: "Ein Sklaventreiber mischt sich beispielsweise unter seine Sklaven, mit denen ihr erst einmal reden müsst, um den Bösewicht zu enttarnen", beschreibt Craig Morrison die Kampfmechanik. Auch, wenn wir uns noch nicht selbst nach Khitai begeben konnten: Mit der Mischung aus derber Action, herausfordernden Quests und stimmiger Fernost-Atmosphäre ist Rise of the Godslayer ein Muss für alle Age-of-Conan-Fans.


wird der knaller!