Age of Conan - Wir waren für Sie in Hyboria
Die weißen Schild-Symbole am rechten Gegner offenbaren, dass dessen linke Seite gerade ungedeckt ist. Sofort setzt unser Herold von Xotli zu einem gekonnten Linkshieb an.
Unterteilt in vier Gruppen mit je drei Varianten, stehen insgesamt zwölf Klassen zur Auswahl. Die gewählte Rasse schränkt dabei die zur Verfügung stehenden Klassen ein. So stehen Magier beispielsweise nur den Stygiern zur Wahl. Aquilonier und Cimmerier sind die beiden anderen Völker, aus denen Sie Ihre Heldenfigur basteln.
Bei der Charaktererschaffung toben sich Rollenspieler an den vielen Schiebereglern und Optionen für die Optik Ihres Charakters aus. Tätowierungen, Narben, sogar gebrochene Nasen sind einstellbar. Ihre Figur erschaffen Sie übrigens an Bord einer Sklavengaleere, was Erinnerungen an den Spielstart von The Elder Scrolls 3: Morrowind weckt.
Für solche Gegner wie diesen Dämon brauchen Sie natürlich eine schlagkräftige Spielergruppe.
Die ersten 20 Levelstufen verbringen Sie auf der großen Insel Tortage. Der Startpunkt ist dabei für alle Spieler gleich. Egal ob Sie als Eroberer (Aquilonier), Wächter (Cimmerier) oder Nekromant (Stygier) starten, unterschiedliche Startgebiete sind im Spiel nicht vorgesehen. Wir wollten von den Entwicklern wissen, wie sich das wohl auf den Spielstart auswirkt, wenn Hunderte von Spielern zur gleichen Zeit den gleichen Quests hinterherjagen. "Andere Online-Rollenspiele", so Erling Ellingsen, "setzen dich zu Beginn in verschiedenen Startregionen ab, aber die Aufgaben sind irgendwie alle gleich: Erledige einen Hasen oder hau einen Goblin um."
Auf Tortage verläuft der Einstieg jedoch anders: Sobald Sie die Piratenstadt betreten, bietet Age of Conan für jede der vier Grundklassen eine individuelle Story, die Sie als Einzelspieler bestreiten. Sobald Sie sich für eine solche Solomission entscheiden, schalten Sie dazu in der örtlichen Taverne per Dialog mit einem NPC in den entsprechenden Modus um und erleben ab dann die Insel als Privatinstanz. "Macht das Spaß?", fragen Sie sich vielleicht. Definitiv ja, denn hier zeigt sich, dass Funcom Geschichten zu erzählen weiß. Es macht Freude, die hervorragend gesprochenen, englischen Multiple-Choice-Dialoge zu verfolgen, die sich im Verlauf der abwechslungsreichen Questreihe ergeben. Garniert mit dem opulenten Soundtrack des Komponisten Knut Avenstroup Haugen entfaltet sich dabei ein spannendes Rollenspielerlebnis.

