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  • Adr1ft gespielt: Alleine im All mit Oculus Rift

    Hilflos im Weltall: Auf einem Event in London schlüpfen wir in einen virtuellen Raumanzug und kämpfen in Adr1ft für PC ums nackte Überleben. Im "immersiven First-Person-Erlebnis" erleben wir die Geschichte einer Astronautin, die nach einer verheerenden Katastrophe zwischen den Wrackteilen einer zerstörten Raumstation aufwacht. Ihr Ziel: Die Rückkehr in die Heimat. Das gestaltet sich alles andere als einfach.

    Was für eine Aussicht! Als Astronautin Alex Oshima wachen wir in Adr1ft zwischen den Wrackteilen der völlig zerstörten HAN-IV-Raumstation auf. Wir spielen das Weltraumabenteuer mit Oculus Rift - Adr1ft erscheint am 28. März pünktlich zur Veröffentlichung des VR-Headsets. Wir schauen nach links, blicken nach rechts, lehnen uns nach vorne: Wir schweben in einem Raumanzug schwerelos über der Erde. Die Aussicht, faszinierend - uns stockt für kurze Zeit der Atem; die Unreal Engine 4 zaubert beeindruckende Bilder auf unsere Oculus-Brille. Solche beklemmenden Szenen kennen wir aus dem Hollywood-Streifen Gravity.

    Es herrscht vollkommene Stille, lediglich die schwere Atmung unserer Astronautin ist zu hören. An uns rauschen immer wieder Wrackteile der havarierten Raumstation vorbei, kleinere Stücke treffen unseren Helm. Warum es zu dieser Katastrophe gekommen ist, wissen wir nicht - das sollen wir im Laufe von Adr1ft selbst herausfinden. Ebenso liegt es in unserer Aufgabe, zurück zur Erde zu gelangen. Doch das ist einfacher gesagt als getan: Bevor wir in ungefähr vier Stunden das Spielende erreichen können, müssen wir vor allem eines: überleben. Wir sind auf uns allein gestellt. Völlig hilflos schweben wir durch die Weiten des Weltraums. Die Situation: eine völlig fremde.

    01:56
    Adr1ft: Neuer Trailer zum Weltraum-Abenteuer

    Akuter Sauerstoffmangel

          

    Die Unreal Engine 4 zaubert beeindruckende Bilder auf die Oculus Rift-Brille. Die Unreal Engine 4 zaubert beeindruckende Bilder auf die Oculus Rift-Brille. Quelle: 505 Games Mit Adr1ft wollen die Entwickler von Three One Zero keine klassische Story erzählen. "In unserem Weltraum-Abenteuer geht es nicht etwa um die Rettung der Welt. Vielmehr spielen zwischenmenschliche Beziehungen eine große Rolle", erklärt Game Director Adam Orth im Gespräch mit PC Games. Was das bedeutet, erfahren wir bereits kurze Zeit später, nachdem wir uns mühsam zurück an Bord der Raumstation gezogen haben. Als Commander Alex scheinen wir die einzige Überlebende der Katastrophe zu sein. Es gibt noch ein weiteres Problem: Aus einem Leck im Anzug tritt Sauerstoff aus. Daher sind wir nicht selten damit beschäftigt, den Sauerstoffvorrat aufzufüllen. Die dafür benötigten Flaschen sind nur in endlichen Mengen vorhanden. Um sie aufzunehmen, steuern wir sie zunächst langsam an und greifen durch Drücken der X-Taste nach ihr.

    Das ist eine durchaus knifflige Angelegenheit - nicht selten schweben wir an der Flasche vorbei und müssen sie anschließend neu anvisieren. Aufgrund der recht gewöhnungsbedürften Steuerung wird's vor allem dann hektisch, wenn uns der Raumanzug per akustischem Signal davor warnt, dass wir dringend die Sauerstoffvorräte auffüllen sollten. Das passiert im späteren Spielverlauf dank Raumanzug-Upgrades zum Glück nicht mehr so häufig wie zu Beginn - anfangs suchen wir fast schon panisch jeden neuen Raum zunächst nach Sauerstoffflaschen ab. In Adr1ft schwingt die Gefahr, einen Bildschirmtod zu sterben, zu jedem Zeitpunkt mit. Nicht nur wegen des mangelnden Sauerstoffs: Während unserer Erkundungstour müssen wir außerdem peinlich darauf achten, mit unserem Anzug nirgends anzustoßen, um Risse im Helm und so weiteres Austreten des Sauerstoffs zu vermeiden. Das erfordert eine gehörige Portion Geschick, macht aber jede Menge Spaß. Mit Oculus Rift entsteht ein unbeschreiblich immersives und zugleich beklemmendes Spielgefühl. Merkwürdig muten die klassischen Klavierstücke an, die wir regelmäßig zu hören bekommen. Als sollten sie uns beruhigen. Warum wir die zu hören bekommen, erfahren wir erst später.

    Gelungenes Leveldesign

          

    Auf kinoreife Action verzichtet Adr1ft weitestgehend. Stattdessen liegt der Fokus auf dem behutsamen und wohlüberlegten Erkunden der einzelnen Abschnitte der Raumstation. Den Entwicklern gelingt es hervorragend, das Leveldesign der eigentlich sterilen Räume zu variieren. Mal schweben wir durch Räume mit riesigen Computerstationen, mal durch Oasen-gleiche Gebiete, in denen wir sogar Schmetterlingen begegnen. Das sind offenbar Zeichen dafür, dass die Besatzung mit der Entwicklung von Flora und Fauna im Weltraum forschte. Ausflüge ins All stehen ebenfalls an der Tagesordnung, dann müssen wir beispielsweise zerstörte Antennen reparieren, um wieder Funkkontakt zur Erde herzustellen.

    Das Leveldesign von Adr1ft ist abwechslungsreich. Das Leveldesign von Adr1ft ist abwechslungsreich. Quelle: 505 Games Neue Abschnitte erreichen wir durch das Öffnen riesiger Schleusen. Das funktioniert etwa durch die Passworteingabe an Computerterminals. Dass Kommunikationssatelliten ausgefallen sind und das Öffnen der Türen dadurch verhindert wird, stellt uns vor keine allzu große Aufgabe. Eine Minimap auf dem Display zeigt an, wo sich die einzelnen Module befinden, die wir händisch aktivieren sollen, um den Öffnungsvorgang schließlich händisch auszulösen. Falls wir den Weg nicht finden sollten, genügt das Drücken des rechten Analogsticks, um unser aktuelles Ziel kurzzeitig einblenden zu lassen.

    Dass wir in den Abschnitten manchmal den Überblick verlieren und versehentlich wieder zurück zum Eingang schweben, ist von den Entwicklern höchstwahrscheinlich so gewollt. Aufgrund des permanent drohenden Sauerstoffmangels werden wir somit regelrecht dazu gezwungen, besonders aufmerksam durch die Levels zu fliegen. Um schneller voranzukommen, ist unser Raumanzug mit Düsen ausgestattet. Allerdings sollten wir die nicht zu häufig einsetzen. Der zusätzliche Antrieb benötigt nämlich jede Menge kostbaren Sauerstoff. Wir überlegen uns daher zwei Mal, ob wir die begrenzten Ressourcen für ein flinkeres Vorankommen verbraten.

    Die Entscheidung liegt bei uns

          

    Die Geschichte von Adr1ft erzählen die Entwickler nicht in typischen Zwischensequenzen. Vielmehr erleben wir sie durch Erkunden und Zuhören. Auf der zerstörten Raumstation sammeln wir immer wieder Sprachnotizen und persönliche Gegenstände der Crewmitglieder auf - all das verrät uns Hintergrundinfos zu den verstorbenen Kammeraden. Durch Notizen von Andrew McDonagh erfahren wir etwa, warum wir regelmäßig klassische Musik zu hören bekommen: Das Crewmitglied hatte die Stücke auf dem zentralen Computer der Raumstation gespeichert. Adr1ft überlässt uns die Entscheidung, ob wir die Gegenstände einsammeln und zurück zur Erde bringen - oder einfach auf der Raumstation hinterlassen. Ob sich das auf das Ende von Adr1ft auswirkt, erfahren wir erst ab dem 28. März, wenn wir Adr1ft komplett durchspielen können. Das Ende des Weltraumabenteuers soll eine bestimmte Wirkung bei den Spielern erzielen. "Vielleicht erkennen manche ja gewisse Parallelen zu ihrem Leben, wenn sie Adr1ft durchgespielt haben", erklärt uns Orth im Interview.

    Fazit: Packende Atmosphäre mit und ohne VR

          

    Ganz klar: Adr1ft ist für VR ausgelegt. Das Spielen mit Oculus Rift erweckt den Eindruck, als würden wir tatsächlich durch den Weltraum schweben. Schwindelig wurde uns beim Spielen übrigens nicht. Schnelle Bewegungen und ständige Rotationen um die eigene Achse haben wir vermieden, indem wir Commander Alex möglichst sanft und ohne Hektik durch die Raumstation leiten. Selbst ohne Oculus Rift macht Adr1ft Spaß - wir konnten die PC-Version auch ohne VR spielen. Adr1ft hat uns in beiden Fassungen gut unterhalten. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler die von Beginn an packende Atmosphäre bis zum Abspann aufrechterhalten können. Nach dem Anspielen sind wir jedoch zuversichtlich. Kurz nach dem Erscheinen der PC-Version sollen übrigens die Konsolenfassungen für PlayStation 4 und Xbox One folgen. Einen konkreten Termin nannten die Entwickler bislang nicht.

    08:59
    Adr1ft: Fast zehn Minuten Gameplay aus dem VR-Abenteuer
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Adr1ft
Adr1ft gespielt: Alleine im All mit Oculus Rift
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http://www.pcgames.de/Adr1ft-Spiel-54183/News/Vorschau-Packendes-Weltraumabenteuer-fuer-Oculus-Rift-1187975/
04.03.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/03/Adr1ft_Screenshots_02-pc-games_b2teaser_169.jpg
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