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Activision Blizzard

Activision: Ex-Call of Duty-Chefentwickler West und Zampella werfen dem Publisher Betrug vor

04.04.2011 17:58 Uhr
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Der Rosenkrieg zwischen Activision und den ehemaligen Infinity Ward-Angestellten Jason West und Vince Zampella geht in eine neue Runde. Nachdem die beiden den Publisher wegen ausstehender Bonuszahlungen verklagt haben, bezichtigen sie den Branchenriesen nun auch des Betrugs.

Activision und die ehemaligen Infinity Ward-Angestellten Jason West und Vince Zampella streiten nach einem Gamespot-Bericht weiter über ihre Trennung. Activision und die ehemaligen Infinity Ward-Angestellten Jason West und Vince Zampella streiten nach einem Gamespot-Bericht weiter über ihre Trennung. Neue Anschuldigungen gegenüber Activision: Einem Bericht des Online-Magazins Gamespot.com zufolge, haben die ehemaligen Infinity Ward-Chefs Jason West und Vince Zampella ihre Anklageschrift um den Punkt Betrug erweitert. Der Branchenriese habe im März 2008 mit den beiden Angestellten eine Absichtserklärung unterzeichnet, in der es um die Verlängerung ihres Arbeitsverhältnisses ging. In dem Vorvertrag wurden West und Zampella neben den eingangs erwähnten Bonuszahlungen außerdem auch noch die kreative Kontrolle über alle künftigen Spiele der Modern Warfare-Reihe zugesprochen. Activision musste angeblich auf den Deal eingehen, weil die beiden Entwickler entscheidend für die Fusion mit Vivendi waren. "Das verschaffte West und Zampella eine beträchtliche Verhandlungsstärke bei den Gesprächen mit Activision", ist auf Gamespot.com zu lesen.

Die beiden Ex-Infinity Ward-Mitarbeiter begegneten Activisions Versprechen von größerer Autonomie allerdings mit Skepsis, da sich der Publisher in der Vergangenheit eher schwer tat, die Kontrolle über Marken abzugeben. Tatsächtlich habe der Publisher dem Vorvertrag eine Klausel hinzugefügt, in der es heißt, dass jegliche kreative Kontrolle und Zahlungen von West und Zampellas weiterer Arbeit für den Activision abhängig seien. Das hieße auf Deutsch: Verlieren sie ihren Job, verlieren sie auch ihre Rechte an der Marke. Diesen Befürchtungen nahm CEO Bobby Kotick den Wind aus den Segeln. Er hatte den beiden angeblich wiederholt versichert, dass sie sich doch bitte "keine Sorgen" machen müssten. "Es ist unmöglich, dass ihr gefeuert werdet", heißt es.

West und Zampella haben den Worten des Activision-Chefs vertraut und sahen daher von weiteren Maßnahmen zur Sicherstellung ihres Abkommens ab. Auf diese Weise hatte man sich für weitere drei Jahre bei dem Publisher verpflichtet. Man hoffte, wie das unabhängiges Studio Blizzard Entertainment operieren zu können. Laut Anklageschrift glauben West und Zampella, dass Activision allerdings nie beabsichtigt hatte, die im Vortrag ausgehandelten Punkte einzuhalten. "Während man hinsichtlich der kreativen Authorität von West und Zampella 2008 und auch danach Lippenbekenntnisse ablegte, begann Activision insgeheim mit der Entwicklung von Modern Warfare- und Call of Duty-Spielen sowie verwandten Titeln", so der Vorwurf. "Activision hatte West oder Zampella nicht über solche Pläne in Kenntnis gesetzt und nicht nach ihrem Input oder gar ihrer Zustimmung gefragt."

Der Anwalt von West oder Zampella möchte nun vor Gericht erwirken, dass der besagte Vorvertrag revidiert wird. Das hätte zur Folge, dass sie zu Miteigentümern der Modern Warfare-Marke werden würden. Die ehemaligen Infinity Ward-Angestellten und jetzigen Gründer von Respawn Entertainment könnten damit eigene Kopien der Modern Warfare-Spiele legal vertreiben oder neue Titel auf Basis der Franchise veröffentlichen. Die Originalmeldung zum Rechtsstreit zwischen Activision und West und Zampella könnt Ihr bei unseren Kollegen von Gamespot.com nachlesen.

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04.04.2011 17:58 Uhr
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Dein Kommentar
Klugscheißer
Bewertung: 0
05.04.2011 09:14 Uhr
Irgendwie konnte ich mir ein Grinsen nicht verkneifen. Wie kann man bitte einen Vertrag unterschreiben, wo man eine Klausel kritisiert und diese nur "mündlich" entkräftet bekommt?

Man hätte das schriftlich festhalten sollen bzw. diese Klausel komplett streichen lassen sollen.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
05.04.2011 09:06 Uhr
Zitat: (Original von Dyson;9207067)
Schade das bei einem Prozess nicht alle beide verlieren können...

Sowas nennt man Vergleich. 


Also die Anschuldigung klingt sehr nach Kotick, allerdings dürfte es schwierig werden das zu beweisen.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
04.04.2011 22:27 Uhr
Schade das bei einem Prozess nicht alle beide verlieren können...

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