Activision: CEO Kotick verrät, wie man innovativ ist plus Infos zum eingestellten Guitar Hero
Activision-CEO Bobby Kotick spricht über Innovationen und Zielgruppen-Optimierung. Bleiben diese aus, muss eine Marke wie im Falle von Guitar Hero eingestellt werden.
Bobby Kotick mag einer der umstrittensten Persönlichkeiten der Spiele-Industrie sein, doch der Erfolg von Marken wie Call of Duty oder in der Vergangenheit Guitar Hero geben ihm (teilweise) Recht. Seine Firma Activision ist heute der umsatzstärkste Publisher und vereint Blockbuster-Franchises wie die erwähnte Shooter-Reihe oder das Online-Rollenspiel World of Warcraft unter einem Dach. Das Wirtschaftsmagazin Forbes sprach mit dem Activision-Boss über den Erfolg seines Unternehmenes, über den Faktor und die Gewährleistung von Innovationen sowie über das Ende des eingestellten Musikspiels Guitar Hero.
Zuerst ein Zitat, dass Forbes zu Bobby Kotick listet – in einer Aufstellung der 14 innovativsten Geschäftsführer: "Wir erlauben den Menschen, Fehler zu machen. Das ist das Wichtigste, was wir tun, um Innovationen zu fördern. Vor der Entwicklung eines Projekts verbringen wir sehr viel Zeit damit, unsere Zielgruppe zu analysieren. Wir fragen uns, was diese Zielgruppe spielen möchte. Falls wir scheitern und ihre Erwartungen nicht erfüllen, analysieren wie ziemlich genau, warum es nicht funktioniert hat. Ich denke, wir sind eine sehr lernfähige Organisation." Als Beispiel für ein gescheitertes Projekt nennt Kotick Guitar Hero. Activision hatte die Marke nicht ins Leben gerufen, stattdessen kaufte der Call of Duty-Publisher das damalige Entwicklerstudio Red Octane auf und verhalf dem Musik-Spiel mit diverse Nachfolger zu einem großen Erfolg.
Auf lange Sicht glaubte man, als Publisher Activision einen besseren Draht zur Musik-Industrie aufbauen zu können als ein kleiner Entwickler. Anfangs war der Publisher noch erfolgreich. Hinterher habe Activision nicht genügend Zeit aufgewendet, die Zielgruppe wirklich zu verstehen. Die Marke wurde Anfang 2010 eingestellt und Kotick beschreibt den Prozess und begründet die Entscheidung folgendermaßen: "Unsere Analysten fanden heraus, dass die Menschen nicht noch mehr Heavy Metal-Musik aus den 80er Jahren haben wollten. Stattdessen forderten sie Titel, die recht schwer zu bekommen waren." Als Beispiel nennt Kotick an dieser Stelle Led Zeppelin-Songs. Es sei unmöglich gewesen, die Rechte an den Tracks zu bekommen. Zudem war es laut Kotick nie gegeben, dass die Menschen den virtuellen Rockstar oder im Falle von DJ Hero (auch eingestellt) den Disc-Jockey raus lassen wollten. Letztendlich konnte man die Erwartungen der Spieler nicht mehr erfüllen. Wer das vollständige Kotick-Interview von Forbes lesen möchte, klickt auf den Link.
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Wilkommen in Absurdistan.