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  • AMD Ryzen: Leistungseinschätzung und Mainboard-Marktübersicht
    Quelle: PC Games Hardware

    AMD Ryzen: Leistungseinschätzung und Mainboard-Marktübersicht

    Nachdem AMD Anfang April das Ryzen Lineup mit vier Ryzen 5-Modellen erweiterte, führen wie eine Leistungsanalyse der AMD-Ryzen 5- und 7-CPUs durch. Hierzu haben wir mehrere Tests genau unter die Lupe genommen. Zudem bieten wir eine Marktübersicht zu AM4-Mainboards.

    AMD Ryzen-CPUs

    AMDs neue Ryzen-Prozessoren starteten im März mit den Ryzen 7-Modellen, die allesamt acht CPU-Kerne bieten. Pro Kern können je zwei Threads verarbeitet werden, also in der Summe 16 Threads. Anfang April kamen vier Ryzen 5-Prozessoren hinzu, die vier oder sechs Kerne und acht oder 12 Threads bieten. Dank der Preise sind vor allem die neuen Ryzen 5-CPUs eine starke Konkurrenz für Intel. Denn Vierkern-CPUs mit acht Threads kosten bei Intel mehr als 300 Euro - die zwei Ryzen 5-Vierkerner mit acht Threads sind aber ab 180 beziehungsweise ab 200 Euro zu haben. In diesem Preisbereich bietet Intel wiederum nur die Core i5-Modelle mit vier Kernen und auch nur vier Threads an. Doch wie sieht die Leistung der neuen AMD-CPUs aus?


    Wir haben uns zu diesem Zweck einen Überblick zu den Ryzen-Prozessoren anhand mehrerer bereits veröffentlichter Tests verschafft, um die Leistung von AMDs neuen Prozessoren, mit denen auch der neue Sockel AM4 eingeführt wurde, einordnen zu können. Wichtig sind uns dabei natürlich vor allem Spiele, doch dank der Tatsache, dass mit den Ryzen 7-CPUs echte acht Kerne und 16 Threads ab 350 Euro zu haben sind, ist auch ein Blick auf Anwendungen nicht unwichtig. Denn einige Anwendungen profitieren davon, wenn sie mehr Kerne oder Threads nutzen können.

    Bei Intel ist der Einstieg für Achtkern-CPUs sogar nicht unter 1.000 Euro zu bewerkstelligen. Allerdings sind die echten Achtkern-CPUs eher für professionelle Anwendungen oder sehr ambitionierte Hobby-Anwender sinnvoll. Bei Spielen hingegen bringt es wenig Vorteile, wenn ein Prozessor mehr als acht Threads bietet. Teilweise ist bei gleichem Takt auch überhaupt kein Unterschied zu CPUs der gleichen Familie mit weniger Kernen zu beobachten, und in einigen wenigen Fällen kann die Leistung sogar geringer sein. Neben den technischen Daten der bisher veröffentlichten Ryzen-CPUs und einer Leistungsanalyse bieten wir übrigens auch eine Marktübersicht mit 32 für Ryzen-Prozessoren passenden AM4-Mainboards.

    Technik und Modellübersicht

          

    Mit Ryzen setzt AMD auf eine neue Architektur, die unter dem Namen Zen geführt wird. Der aktuellen Generation mit den neuen Ryzen-CPUs hat AMD als Codenamen die Bezeichnung Summit Ridge vergeben. Bei der neuen Zen-Architektur verwendet AMD für die Prozessoren Einheiten, die jeweils vier physische Kerne und den CPU-Cache beinhalten. Diese Einheiten mit je vier Kernen nennt AMD CCX, was für CPU-Complex steht. Die Ryzen 7-Modelle kommen dank zweier CCX auf acht Kerne.

    Erklärung der Modellnamen bei AMD RyzenErklärung der Modellnamen bei AMD RyzenQuelle: AMDBei den beiden Ryzen 5-Varianten, die auf sechs Kerne setzen, sind ebenfalls zwei CCX integriert, bei denen pro CCX je ein Kern deaktiviert ist. Für die Vierkern-Modellen der Ryzen 5-Reihe hätte AMD theoretisch einen CCX nutzen können, bei dem alle vier Kerne freigeschaltet sind. Aber AMD setzt hier wie auch bei den anderen Ryzen-Modellen auf zwei CCX, bei denen folglich je zwei Kerne nicht aktiv sind. Die Kerne einer CCX unterstützen wiederum SMT (simultaneous Multi-Threading), so dass pro Kern zwei Threads, also Aufgaben übernommen werden können. Dies entspricht im Prinzip also dem Hyperthreading, welches ihr von Intels Prozessoren schon kennt. Ein Ryzen 5 mit vier Kernen kann also - genau wie ein aktuellerer Core i7-Prozessor für die Sockel 1150, 1151 oder 1155 - acht Threads verwalten. Übertaktbar sind übrigens alle bisher veröffentlichten Ryzen-CPUs. Bei Intel sind ja nur bestimmte Modelle wie ein Core i5-7600K (240 Euro) oder Core i7-7700K (360 Euro) übertaktbar. Hier nun die technischen Eckdaten und aktuellen Preise aller sieben bisher erhältlichen Ryzen-Prozessoren in einer Übersichtstabelle.

    CPU-ModellKerneThreadsTakt (Turbo)TDPPreis ab
    Ryzen 5 1400483,2 (3,4) GHz65 Watt180 Euro
    Ryzen 5 1500X483,5 (3,7) GHz65 Watt200 Euro
    Ryzen 5 16006123,2 (3,6) GHz65 Watt235 Euro
    Ryzen 5 1600X6123,6 (4,0) GHz95 Watt280 Euro
    Ryzen 7 17008163,0 (3,7) GHz65 Watt340 Euro
    Ryzen 7 1700X8163,4 (3,8) GHz95 Watt390 Euro
    Ryzen 7 1800X8163,6 (4,0) GHz95 Watt510 Euro

    Ein Hinweis zur TDP: diese drückt die vom Hersteller angebene maximale Wärmeverlustleistung an, was für die Kühlung wichtig ist. Die TDP hängt zwar auch vom Strombedarf ab, ist aber nicht mit dem Strombedarf gleichzusetzen.

    Arbeitsspeicher bei Ryzen

          

    Die Ryzen-CPUs verwenden DDR4-RAM. Der vom CPU-Controller unterstützte Maximaltakt beträgt 2666 Megahertz DDR-Takt, wobei ihr je nach dem, welches Mainboard ihr verwendet, auch einen höheren Speichertakt nutzen könnt. Denn die große Mehrzahl der bisher verfügbaren Mainboards ist für DDR4-RAM mit einem Takt von bis zu 3200 Megahertz geeignet. Die Taktwerte solltet ihr aber ohnehin nicht überschätzen, denn in vielen Fällen ist die Leistung mit einem geringeren Takt sogar besser als bei einem hohen Takt. Hier spielt dann auch ein Technikdetail eine Rolle, welches in der Vergangenheit nicht relevant war: Single Rank und Dual Rank.

    AMD Ryzen 5AMD Ryzen 5Quelle: PC Games HardwareUnsere Kollegen der PC Games Hardware haben dieses Thema in ihrem Test zum Ryzen 5 sehr genau besprochen - es zeigt sich dabei, dass Dual Rank-RAM mit einem geringeren Takt zu besseren Ergebnissen führen kann als Single Rank-RAM mit einem höheren Takt. Üblicherweise hat RAM bei einem höheren Takt ja einen schlechteren CL-Wert und somit eine höhere Zugriffszeit, so dass ein niedrigerer Takt, aber besserer CL-Wert eine Erklärung für die Ergebnisse gewesen wäre. Aber im Test der PC Games Hardware wurde explizit darauf geachtet, dass beide RAM-Riegel mit dem gleichen CL-Wert arbeiten - doch trotz identischer CL-Werte sorgte der Arbeitsspeicher mit dem geringeren Takt im Endeffekt für bessere Leistung. Allerdings ist der Sockel AM4 noch brandneu, es kann sich also auch durch neue BIOS-Versionen und mehr Erfahrungswerte etwas ändern, was wir im nächsten Abschnitt ebenfalls thematisieren. Beim Thema Arbeitsspeicher gilt es also die Augen offen zu halten, wenn man sehr viel Wert auf das eine oder andere Prozent Mehrleistung legt.

    Leistungsanalyse der Ryzen-CPUs: erschwert durch Kinderkrankheiten

          

    Um die Leistung der aktuellen Ryzen-Modelle zu bewerten, haben wir mehrere von Hardwaremagazinen und Hardware-Websites durchgeführte Tests der Ryzen-Prozessoren genau unter die Lupe genommen. Auch zwei Tests unserer Kollegen der PC Games Hardware waren mit dabei, und zwar zum einen der schon weiter oben verlinkte Test zum Ryzen 5 1600X und 1500X, zum anderen der Test zum Top-Modell Ryzen 7 1800X. Als besonders attraktiv für Spieler kann man im Vorfeld einen AMD Ryzen 5 1600 oder 1600X einordnen. Die direkte Konkurrenz von Intel zu diesen beiden Ryzen 5-CPUs ist ein Core i7-7600K, der preislich mit 240 Euro zwischen den beiden Ryzen 5-Modellen liegt, aber nur vier Kerne ohne Hyperthreading bietet. Die beiden Ryzen-CPUs verfügen über sechs Kerne und zudem noch die doppelte Anzahl an Threads. Vom Takt her ist aber der Ryzen 5 1600 klar unterlegen, der Ryzen 5 1600X liegt knapp unterhalb des übertaktbaren Intel Core i5-7600K. Allerdings sind die Taktwerte bei CPUs aus unterschiedlichen Architekturen ohnehin nicht zwingend miteinander vergleichbar. Hier muss man sich also auf Vergleichstests verlassen. Auch die Ryzen 5-Vierkerner sollte man nicht vernachlässigen, da sie ab 180 Euro im Gegensatz zu Intels ähnlich teuren, aber nicht übertaktbaren Core i5-Modellen die doppelte Anzahl an Threads bieten, nämlich acht Stück.

    Ryzen 5 Lineup mit PreisempfehlungenRyzen 5 Lineup mit PreisempfehlungenQuelle: AMDDoch nun zu unserer Leistungseinordnung der neuen Ryzen-CPUs. Diese erweist sich als äußerst schwierig, da AMDs neue CPU-Architektur noch unter einigen Startschwierigkeiten leidet. Vor allem da die Architektur der CPUs komplett neu ist, fehlt es softwareseitig häufig an Optimierungen. So kann ein simpler Patch für ein Spiel für einen starken Leistungsanstieg sorgen. Zum anderen zeigen Testergebnisse, die je nach verwendetem Mainboard-BIOS stark voneinander abweichen, dass auch die BIOS-Version und Mainboard-Treiber eine das Ergebnis verzerrende Rolle spielen können, die unter Umständen nicht in jedem Test beachtet wurde. Fand ein Test beispielsweise statt, bevor es für ein Test-Mainboard ein optimiertes BIOS gab, so fällt der Test schwächer aus als mit dem neuen BIOS und verfälscht daher das Fazit. Dank der Vielzahl an Spielen und Anwendungen, die in den diversen Tests für Benchmarks genutzt wurden, können wir aber trotzdem gute Schlussfolgerungen auf die Leistung ziehen. MIt exakten Prozentwerten wollen wir angesichts der möglichen Abweichungen aber nicht hantieren. Daher werden wir die Ergebnisse mit in unser Gesamtfazit einfließen lassen, welches ihr auf der nächsten Seite findet. Dort haben wir zudem auch noch eine Marktübersicht mit 32 AM4-Mainboards passend zu den Ryzen-CPUs vorbereitet.

    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von Bertie17 Benutzer
        So ganz schlau werde ich noch nicht draus. Sind die Ryzen 5 jetzt von der Leistung her eher mit einem i5 oder mit einem i7 vergleichbar?
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AMD Ryzen: Leistungseinschätzung und Mainboard-Marktübersicht
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http://www.pcgames.de/AMD-Firma-238123/Specials/AMD-Ryzen-Leistungseinschaetzung-und-Mainboard-Marktuebersicht-1225953/
20.04.2017
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2017/04/AMD-Ryzen-5-1600X-1500X-2--pcgh_b2teaser_169.JPG
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