Prince of Persia: Die Vergessene Zeit-Vorschau: Der vierte Teil einer eigentlichen Trilogie
Prince of Persia: Die Vergessene Zeit wird die Sands of Time-Trilogie erweitern. Wir waren bei Ubisoft und schauten uns den Titel an.
Quelle: Ubisoft
Diese Skelett-Krieger, die Standard-Gegner im Spiel, sind nur in Überzahl gefährlich.
Geheimniskrämerei bei Ubisoft: Bereits im Mai 2010 erscheint ein neues Prince of Persia mit dem Untertitel Die vergessene Zeit. Und erst im Januar – knappe vier Monate vor Veröffentlichung – werden erste Details enthüllt. Wir besuchten die Macher in Montreal, wo Lead Game Designer Thomas Simon zuallererst alle Vermutungen zerstreute, die das Spiel mit dem kommenden Film in Zusammenhang bringen: „Der Film hat nichts mit dem Spiel zu tun und umgekehrt!“ Als das geklärt war, gab Simon weitere Details preis und erklärte, wie sich die Entwickler dem neuesten Abenteuer des persischen Prinzen genähert haben: „Zwischen der Handlung des ersten und zweiten Spiels unserer Sands of Time-Trilogie ist eine Lücke von sieben Jahren. Genau diese Lücke wird durch das neue Spiel gefüllt.“ Reagiert Ubisoft damit auf die Kritik vieler Fans, denen das Prince of Persia 2008 nicht anspruchsvoll genug war? „Nein!“, konterte Level Design Director Michael McIntyre. „Wir arbeiten bereits seit 2008 daran, schon bevor das damalige Prince of Persia überhaupt erschien!“
Prince of Persia: Die Vergessene Zeit wird also der vierte Teil einer ursprünglich als Trilogie angelegten Reihe und sitzt mit seiner Handlung zwischen den Stühlen. Sands of Time, das erste Spiel der Serie, war fröhlich, märchenhaft und wirkte fast wie ein Disney-Film. Der zweite Teil, The Two Thrones, zeigte hingegen den Prinzen als düsteren Krieger, der zu Heavy-Metal-Sounds die Schwerter schwang. Diese krasse Transformation wird das neue Spiel also erzählen müssen. Wie die Entwickler das genau anstellen, wollen sie aber noch nicht verraten. Immerhin erfuhren wir, wie der Prinz in sein neuestes Abenteuer hineingerät.
Nach den Ereignissen von Sands of Time sind Sie als der titelgebende Prinz auf der Heimreise in das Königreich Ihres Vaters. Auf dem Weg dorthin passieren Sie die Festung Ihres Bruders, die von einer feindlichen Armee belagert wird. Kurzerhand kämpfen Sie sich durch die gegnerischen Reihen und versuchen, Ihrem Bruder zu helfen. Das gelingt jedoch erst, als Sie die Macht eines mächtigen Artefakts entfesseln: Ein Sandsturm umhüllt den Schauplatz und eine Monster-Armee erhebt sich. Die macht kurzen Prozess mit den Gegnern, denkt aber nicht daran, danach zu verschwinden. Obendrein verliert Ihr Bruder den Verstand und der gesamte Hofstaat verwandelt sich in Sandskulpturen. Es ist mal wieder an Ihnen, die Misere auszubaden – indem Sie das Schloss durchstreifen, klettern, hüpfen und sich immer wieder den Sandmonstern stellen, die Sie törichterweise beschworen haben.
Zwei Spiele standen Pate für Die Vergessene Zeit: der erste Teil der Serie, Sands of Time, sowie das Open-World-Spiel Assassin’s Creed 2. Ersteres verleiht dem Spiel seine Stimmung und all jene Spielelemente, die sich um kunstvolle Akrobatik drehen. Letzteres bildet mit der Anvil-Engine das technische Grundgerüst des Titels. Damit lassen sich realistische Charaktere, weitläufige Architektur und große Gegnermassen realisieren. Bis zu 50 Monster sollen sich gleichzeitig auf dem Bildschirm tummeln – das ist Neuland für die Spieleserie! Außerdem sind einige der Biester groß wie Häuser. Das verspricht einige aufregende Momente.
Genau darauf haben die Entwickler es auch abgesehen. Immer wieder soll es Höhepunkte geben: besonders epische Schlachten, besonders spektakuläre Hüpfpassagen oder besonders atemberaubende Hintergründe. Ubisoft liegt damit voll im Trend. Während vor einigen Jahren noch viele Spieleentwickler auf die Freiheit einer offenen Spielwelt setzten, besinnt man sich jetzt mehr und mehr auf lineare, dafür aber kinoreif inszenierte Spielerlebnisse. Activisions Modern Warfare 2 machte es jüngst vor und auch das Team hinter dem Horror-Sci-Fi-Shooter Dead Space 2 will besonderen Wert auf die Inszenierung legen.
Insgesamt schauten wir uns drei kurze Gameplay-Szenen der Xbox-360-Version an. Den Anfang machte die Ankunft des Prinzen in der belagerten Festung. Diese Szene ist recht linear und simpel: Sie hüpfen über Abgründe, laufen Wände entlang – das funktioniert übrigens nicht mehr wie im 2008er-Spiel automatisch, sondern per Tastendruck – und vermöbeln kleine Gegnergrüppchen.
Quelle: Ubisoft
Im Kampf stehen Ihnen allerlei Moves, Combos und Elementarzauber zur Verfügung.
In Sachen Inszenierung legen die Entwickler wie versprochen noch einen drauf. Im Hintergrund kämpfen Soldaten im Burghof, überall sausen Projektile durch die Luft und plötzlich wird das Spielgeschehen unterbrochen, damit die Kamera ein zusammenstürzendes Gebäude zeigen kann, das sogleich den Weg vor Ihnen zerstört. Ebenfalls reizvoll: eine Wand, an der Sie entlanglaufen, kippt plötzlich zur Seite.
Hier fühlten wir uns stark an die populäre God of War-Reihe erinnert, die auf der PlayStation zu Hause ist. Darin metzeln Sie sich als Über-Krieger durch die griechische Götterwelt und genießen eine Inszenierung, die jedes Kino-Epos in den Schatten stellt. Doch die Entwickler machten schnell klar, dass es sich bei Die Vergessene Zeit nach wie vor um ein waschechtes Prince of Persia-Spiel handelt und nicht um einen stumpfen Haudrauf-Actiontitel.
In der zweiten Szene wurde uns eine erfreulich komplexe Sprungsequenz gezeigt, wie sie Fans der Serie lieben. Sie betreten darin einen großen Saal, in dem sich Schalter, Springbrunnen, Säulen, Wasserfälle und Plattformen befinden. Ein Raum also, in dem Sie sich als Spieler zunächst umsehen und dann überlegen, wie Sie ihn meistern können. In diesem Falle hatte die Lösung weniger mit Plattformen und Schaltern als vielmehr mit all den Wasserspielen im Raum zu tun.
Der Prinz erlangt nämlich sehr früh im Spiel die Fähigkeit, Naturgewalten zu kontrollieren, und ist fortan in der Lage, Wasser für begrenzte Zeit erstarren zu lassen. Aus Wasserfällen werden somit Wände und Springbrunnen verwandeln sich in erklimmbare Säulen und Stangen. Diese Fähigkeit wird aktiviert, indem Sie eine Schultertaste des Controllers halten. Der Clou dabei: An manchen Stellen müssen Sie das erstarrte Wasser nur für kurze Momente wieder flüssig machen. Beispielsweise klettert der Prinz eine verzauberte Wassersäule hinauf, springt dann davon ab und muss durch einen Wasserfall zum Ziel springen. Wer die Taste hier stur gedrückt hält, prallt am Wasser ab. Und das war nur ein simples Beispiel. Diese Spielmechanik allein verleiht dem neuen Prince of Persia erfreulich viel Tiefgang. Sie müssen nicht nur gekonnt klettern, springen und rennen, sondern auch nebenher stets entscheiden, ob Sie ein Wasserhindernis fest oder flüssig brauchen. Dieses Spielelement dürfte für fordernde Geschicklichkeits-Passagen sorgen.

2. Warrior Within
3. Two Thrones
(4.) Prince of Persia (dieses häßliche CellShading Ding)
Was ist dann eigentlich der PoP Teil der danach raus kam (4)? Gehört der nicht in die Serie? Andere Story? oder wieso wird von ner Trilogie gesprochen?
1. gehört er nicht in die Serie
2. Stand nur auf der Verpackung "Prinve of Persia", was ich ehrlich gesagt einfach für einen Druckfehler halte.
Im Spiel wurde ja nicht ein einziges mal erwähnt, dass der komische Bauernlümmel ein Prinz sein soll.
Dass die Akrobatik und die Rätsel wiederkommen, freut mich sehr, aber diese riesigen Gegnermassen dämpfen meine Vorfreude doch erheblich.
2. Warrior Within
3. Two Thrones
(4.) Prince of Persia (dieses häßliche CellShading Ding)
Was ist dann eigentlich der PoP Teil der danach raus kam (4)? Gehört der nicht in die Serie? Andere Story? oder wieso wird von ner Trilogie gesprochen?
Jetzt ist die Serie für mich tot. Gruss an Ubisoft
"The two thrones" war der dritte...
MfG
KayTeEm