Unser Test zu Penny Arcade Adventures: Episode One
Simpel: Das rundenbasierte Kampfsystem ist übersichtlich, aber ohne taktischen Anspruch.
Eine (unschaffbar) schwierige Aufgabe: Als wir diesen Test online stellten, sahen wir uns mit der großen Herausforderung konfrontiert, den kompletten Titel von Hotheads Episodenspiel in die Überschrift zu packen. Doch das Feld war viel zu klein! Er lautet: Penny Arcade Adventures: On the Rain-Slick Precipice of Darkness - Episode One.
Der beliebte Webcomic Penny Arcade schickt seine beiden Hauptfiguren ins Rennen: die Helden Tycho Brahe und Jonathan Gabriel (wer das Phänomen noch nicht kennt: www.penny-arcade.com ansurfen). Der Spieler wird durch eine dritte Hauptfigur repräsentiert, die er sich zusammenbauen darf. Das Heldengrüppchen ballert, hackt und prügelt sich durch eine absurde Handlung. Eine, die mit Robotern namens "Fruit Fuckers" beginnt, welche ihren Sexualtrieb ungehemmt am nächstbesten Stück Obst ausleben. Ja: Der Humor ist ziemlich derb.
Der Charaktereditor ist zwar höchst simpel, spuckt dafür aber Helden aus, die ebenso gut aus dem Comic stammen könnten. Schön!
Wie in einem Adventure lenkt man die Party durch Straßen und Hinterhöfe, vergeblich auf der Suche nach Herausforderung: Meist muss man nur wahllos Mülltonnen und Personen anklicken, sei es um Items einzusacken oder um witzige, aber zu lang geratene Dialoge in Textform abzuspulen. Wenn es zum Kampf kommt, wechselt das Spiel in einen rundenbasierten, simplen Taktik-Modus.
Hier wählt man nacheinander Attacken aus, wirft statusverändernde Tränke ein oder bricht sich beinahe die Finger, weil manche Spezialattacken wildes Hämmern auf die Leertaste erfordern. Siege bringen zwar Erfahrungspunkte und Levelaufstiege, aber weil man keinerlei Freiheiten bei der Charakterentwicklung hat, fehlt es auch da schnell an Abwechslung.
