Interview mit Josh Mosqueira
Josh Mosqueira ist Lead Designer bei Relic Entertainment. Wir befragten ihn über die spielerischen und technischen Neuerungen von Company of Heroes: Opposing Fronts.
PC Games: Worum geht es grundsätzlich in Company of Heroes: Opposing Fronts?
Mosqueira: Opposing Fronts ist das nächste Kapitel der CoH-Reihe. Wir führen zwei neue Armeen ein - die britische Armee und die Panzer Elite. Somit haben wir insgesamt vier Parteien. Außerdem kommen zwei neue Kampagnen hinzu. Damit ist das erste Mal in einem CoH-Spiel die Wehrmacht in einer Kampagne spielbar, und zwar während der Operation Market Garden. Die zweite Kampagne, die Befreiung des französischen Caen, betrifft die britischen und kanadischen Truppen. Und: Wir polieren die Essence-Engine weiter auf: Es kommen Direct-X-10-Unterstützung hinzu, Wettereffekte, die Fahrzeug-KI wird verbessert.
PC Games: Was sind die Besonderheiten der Panzer Elite?
Mosqueira: Bei der Panzer Elite dreht sich alles um Mobilität. Sie besitzt die angriffsstärkste Infanterie und Fahrzeugflotte des CoH-Universums, aber sie hat keine stationäre Verteidigung. Also nutzt du etwa deine Halbkettenfahrzeuge als mobile Waffen-Plattform und wertest sie zum Beispiel mit Anti-Panzer-Geschützen auf. Deine Fahrzeuge sind deine Verteidigung.
PC Games: Was ist bei der britischen Armee besonders?
Mosqueira: Die britische Armee ist gut in der Defensive. Sie kann gute Defensiv-Gebäude errichten, etwa Schützengräben und Anti-Panzer-Gruben. Außerdem hat sie mobile Kommando-Posten, was die strategischen Möglichkeiten fühlbar erweitert.
PC Games: Wie wirken sich diese Änderungen auf den Mehrspielermodus aus?
Mosqueira: Als wir mit der Konzeption von Opposing Fronts anfingen, wollten wir von Beginn an mit den beiden neuen Armeen das Teamplay verbessern. Wenn du im ersten Company of Heroes auf einer Seite mit einem anderen Spieler der US Army gespielt hast, gab es insgesamt neun Möglichkeiten für eure Technologie-Erweiterungen. Wenn du dir in Opposing Fronts dagegen einen Mitspieler aufseiten der Briten schnappst, ergeben sich insgesamt 36 Variationen für euer Team und deutlich mehr taktische Möglichkeiten.
PC Games: Wie sieht es mit Luft- oder See-Einheiten aus?
Mosqueira: Unser Ziel ist es, Company of Heroes als Basis einer sich entwickelnden Plattform zu konstruieren. Wir haben insgesamt einen Fünfjahresplan für das CoH-Universum und da wird sicher noch einiges kommen ...
PC Games: Wie erschafft ihr von technischer Seite aus ein möglichst packendes Erlebnis?
Mosqueira: Company of Heroes zeichnet sich dadurch aus, dass es ein absolut fesselndes Spielerlebnis vermittelt. Wir möchten hier noch einen Schritt weitergehen. Das geht damit los, dass wir Wettereffekte integrieren. Das fügt zum einen natürlich Atmosphäre hinzu, zum anderen verändert sich das Wetter auch während einer Mission. Es kann sein, dass ein Szenario mitten in der Nacht anfängt und es dein Ziel ist, diesen Punkt bis zum Morgen zu halten. Im Verlauf der Mission dämmert es dann allmählich. Das fühlt sich unglaublich authentisch an und zieht dich als Spieler richtig rein.
