Rebellion im Kindergarten
WINZLING In der starren Ansicht entfernen sich die Figuren immer weiter vom Betrachter und lassen sich so noch schlechter lenken.
Wenn es um berühmte Glatzköpfe geht, dann erfreut sich Captain Picard gewiss noch größerer Popularität als Kane. Was liegt da näher, als eine Intrige um den Star Trek-Sympathen in einem Adventure-Titel zu inszenieren? Activision hat's getan - und wir haben das Ergebnis begutachtet.
Kurz nach der Ankunft des unerfahrenen Fähnrichs Sovok in einem Außenposten des Star Trek-Imperiums bricht ein Aufstand aus, in dessen Verlauf Captain Picard entführt wird. Ihre Aufgabe ist es, zusammen mit dem besserwisserischen Commander Data gegen die Rebellen vorzugehen, um Picard zu befreien. Zudem müssen Sie das Geheimnis um ein mysteriöses Artefakt lüften. Der Handlung des Spiels liegt der Kinofilm Star Trek: Insurrection zugrunde, in dem die jungbrunnenhafte Wirkung der Atmosphäre des Außenpostens ein zentrales Motiv darstellt. In zwölf Missionen gehen Sie auf Entdeckungsreise, sprechen mit zig Nebenfiguren und suchen nach benötigten Objekten. Anfangs müssen Sie besagtes Artefakt an den versierten Data übergeben, damit dieser eine genaue Analyse des geheimnisvollen Gegenstandes vornehmen kann. So einfach die Rätsel geraten sind, so schlicht laufen die gelegentlichen Actionszenen ab: Mit Ihrem Phazer feuern Sie auf dümmliche Feinde, wobei sich besonders hier die Tastatur-Steuerung unangenehm bemerkbar macht. Zum einen ist es unmöglich, die Tasten frei zu konfigurieren, zum anderen können Sie die ungünstige Kameraperspektive nicht verändern.
