Fluch der Karibik 2: Die Legende des Jack Sparrow
Im Laufe des Spiels verbessert man Waffen und Fähigkeiten.
Experten wissen, was sie meistens bei Spielen zu Kinoerfolgen erwartet: Lieblos zusammengestrickte Produkte, die ob ihrer berühmten Namen ein bisschen Geld in die Kassen spülen sollen. Befürchtungen werden hier wahr: In konsolenlastiger Manier prügelt man sich im neuen Fluch der Karibik-Spiel als Jack Sparrow, William Turner und Elizabeth Swann durch ein heilloses Piratenabenteuer, bei dem man weder seinen Verstand einsetzen noch sonderliches Geschick beweisen muss. Es genügt, auf wenige Tasten zu hämmern und die immerzu anstürmenden Gegnerhorden wegzusäbeln.
Auf Knopfdruck wechselt man zwischen zwei Charakteren, auch ein Koop-Spiel für zwei Leute an einem Rechner ist möglich. Wirklich steuern lässt sich die Spielfigur aber nur mit einem Gamepad. Etwas Würze bekommt das Gehacke durch die gelungene Grundidee: Jack und William hängen am Galgen; um etwas Zeit zu gewinnen, tischt Sparrow seinen Peinigern ein paar deftige Lügengeschichten auf. So inszeniert er sich als Elizabeths Retter während Barbossas Angriff auf das Gouverneursanwesen - Kenner des ersten Filmes schmunzeln.
Dank Jacks Ammenmärchen schnetzelt man sich auch durch teils ungewöhnliche Szenarien und setzt sich sogar im alten China gegen einen Drachen zur Wehr. Bis auf die deutsche Synchronstimme von Johnny Depp hat das Spiel keinerlei Starpower an Bord. Das passt: Grafisch ist es ohnehin ein trübes Gewässer, besonders die Texturen enttäuschen. Noch ärgerlicher: die vielen, vielen Bugs.
