Boxenstopp für EA Sports

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Test Florian Stangl - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Premiere: Dank der aktuellen Lizenz dürfen Sie erstmals in Indianapolis fahren. Leider ruckelt die Grafik, es scheint immer die Sonne und es gibt nur ein Fahrmodell. Premiere: Dank der aktuellen Lizenz dürfen Sie erstmals in Indianapolis fahren. Leider ruckelt die Grafik, es scheint immer die Sonne und es gibt nur ein Fahrmodell. Nach Fußball, Eishockey und Basketball will EA Sports auch bei den Formel-1-Simulationen die Referenz stellen. Ein ambitioniertes Unterfangen: Kann EA mit F1 2000 gegen Altmeister Geoff Crammond und Grand Prix 3 bestehen?
F1 2000 besitzt als einziges Spiel die offizielle Lizenz für die Formel-1-Saison 2000 und ermöglicht es somit exklusiv, die neue Rennstrecke in Indianapolis zu testen. Außerdem ist Wiedereinsteiger BMW mit Ralf Schumacher mit von der Partie, ebenso wurden Heinz-Harald Frentzen im aktuellen Postauto von Jordan sowie alle aktuellen änderungen bei Teams, Fahrern und Sponsoren berücksichtigt. Was Electronic Arts aber nicht geschafft hat, sind den originalen Flitzern angepasste Fahrmodelle. Das bedeutet: Ein Ferrari fährt sich wie ein Minardi, ein McLaren wie ein Stewart. Außerdem scheint bei Electronic Arts immer die Sonne; wie einer der beiden Produzenten während der Präsentation zugab, lag es am Zeitmangel. Da das Spiel unbedingt zum Saisonstart fertig sein sollte, habe man es nicht mehr geschafft, Regenwetter oder einen Wetterumschwung während eines Rennens einzubauen. Beim in nur sechs Monaten erscheinenden Nachfolger soll dieses Manko aber behoben sein. Trotzdem macht F1 2000 durchaus Spaß, was neben den realistisch nachgebauten Strecken vor allem am rasanten Rennverlauf liegt. Die gegnerischen Fahrer nehmen wenig Rücksicht auf sich und andere, machen vor einer Kurve gerne mal die Gasse zu, blocken die Ideallinie oder zwingen Sie zu Ausweichmanövern. Übertrieben aggressiv ist das Spektakel dennoch nicht, da F1 2000 ohnehin actionlastiger als der Klassiker Grand Prix 2 ist. Komplexe Tuningmöglichkeiten fehlen ebenso wenig wie Boxenstopps, außerdem helfen zuschaltbare Fahrhilfen Einsteigern bei den ersten Runden. Die Kameraperspektiven sind vielfältig, wobei die reguläre Cockpitsicht den Nachteil hat, dass der Fahrer zu tief sitzt. Das mag realistisch sein, erschwert es den Gelegenheitsfahrern unter uns aber gewaltig, die Strecke zu Überblicken. Entweder wählen Sie eine höhere Perspektive, oder Sie lernen wie ein echter Formel-1-Pilot die Kurse auswendig. Optisch ist F1 2000 gelungen, doch die Geschwindigkeit der 3D-Engine ist mangelhaft: Wieso selbst auf einem PIII-500 mit GeForce-Karte kein ruckelfreies Spielen möglich ist, sobald andere Wagen auf der Stecke sind, bleibt uns ein Rätsel. Es gibt zwar eine Menge Möglichkeiten, Details zu trimmen, doch wirklich flüssig läuft F1 2000 nur, wenn Sie fast alleine auf der Strecke sind. Auf vielen Systemen mÜssen Sie daher die Darstellung gegnerischen Fahrer auf weniger als 22 Boliden reduzieren.

Wertung zu F1 2000 (PC)

Wertung:

8.0 /10

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