Ein Exorzist im Blutrausch
BLASENDRUCK Dieser Zombie ist unmanierlich: Dave zwingt ihn, sich bei der Verrichtung des kleinen Geschäfts auf die Klobrille zu setzen.
Der ehemalige Polizist Dave Ackland besucht ein Spukhaus, wobei seine Erkundungen live ins Studio eines lokalen Fernsehsenders übertragen werden. Bereits in der Toreinfahrt begegnet er der ersten Horde blutdürstiger Zombies.
Bevor er die Eingangshalle des alten Kastens betreten kann, muss der Held jedoch erst den Schlüssel finden. Der befindet sich leider nicht unter der Fußmatte, sondern irgendwo auf dem riesigen Grundstück, das allerdings vor Untoten nur so wimmelt. Jetzt heißt es, nicht lange fackeln, sondern mit der Knarre in der Hand ein wenig Platz zu schaffen. Die gewalttätigen Aufräumarbeiten sind äußerst drastisch inszeniert, denn Dave vergießt das Blut gleich hektoliterweise, wobei ihm in kritischen Situationen seine teuflische Gespielin Deva beisteht. Neben dem Niedermetzeln von Gegnern muss der Spieler Rätsel lösen, die selbst Adventureunerfahrene Naturen nicht überfordern. Der Held wird - leider etwas schwergängig - aus der Verfolgerperspektive gelenkt, wobei er weder springen noch während des Spiels die Waffe wechseln kann. Optisch kann er ebenfalls nicht mit Genre-Kolleginnen mithalten, besteht er doch aus weitaus weniger Polygonen als etwa Drakans Rynn. Die Räumlichkeiten im Spukhaus sind hingegen anspruchsvoll gestaltet und weisen viele Details auf, so dass auch in späteren Spielabschnitten genügend Abwechslung garantiert ist.
