Warten auf die Eroberung

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IN REIH' UND GLIED Durchdachte Formationen sind in den meist umfangreichen Schlachten der Schlüssel zum Erfolg. Die Ausbildung der Soldaten kann Jahre dauern. IN REIH' UND GLIED Durchdachte Formationen sind in den meist umfangreichen Schlachten der Schlüssel zum Erfolg. Die Ausbildung der Soldaten kann Jahre dauern. Das Erstlingswerk des ungarischen Softwarestudios Philos nagt am Thron von Age of Empires. Das Echtzeitstrategiespiel könnte lediglich am eigenen Anspruch scheitern: Jedes bekannte Feature in ein einziges Spiel pressen zu wollen.
Mittelamerika im Jahr 1419. Eine kleine Provinz erklärt sich unabhängig und versucht, fortan auf eigenen Beinen zu stehen. Damit das winzige Land nicht von den mächtigen Nachbarn erobert wird, muss der Spieler schnellstmöglich für Wohlstand und Macht sorgen. Ein paar Farmen und ein Lager reichen aus, um die auf den Betrieben arbeitenden Sklaven zu ernähren. Früher oder später sollte man jedoch das Nachbarland überfallen, um die eigene Machtposition zu stärken - immerhin kommen in 100 Jahren die mit Musketen und Kanonen bewaffneten Spanier. Also baut man eine Kaserne, bildet die Sklaven zu Kriegern aus und schickt sie über die Grenze. Dort verstecken sich Gegner in den Wäldern, andere versuchen, in einer wohl geordneten Formation den Angriff zurückzuschlagen. Im klassischen Echtzeit-Stil versucht man nun, den Feind vom Schlachtfeld zu beseitigen. Sobald dies geschafft ist, muss man mit den erbeuteten Sklaven die Versorgung der gewonnenen Provinz sicherstellen. Gelingt dies nicht, lassen sich mit gezüchteten Lamas Waren zwischen den Provinzen transportieren; auch Arbeiter und Krieger können jederzeit verschickt werden.
Der Countdown bis zur Ankunft der Spanier läuft nur, wenn man ihn explizit einschaltet. Dann werden auch die Bauaufträge ausgeführt und grenzübergreifend Waren transportiert und das Volk vermehrt sich.
Der Kampf gegen die fünf Großmächte und 42 Provinzen wird durch Spähermeldungen aufgelockert. Beispielsweise wird berichtet, dass in einem feindlichen Gebiet Furcht erregende Waffen gesichtet wurden oder ein Lindwurm Sklaven frisst. Um für solche Aufgaben gerüstet zu sein, benötigt man gut ausgebildete Kämpfer. Ein rollenspielähnliches Erfahrungssystem sorgt dafür, dass erfolgreiche Krieger stärker und präziser werden, dann gegen Drachen einsetzbar sind und zu Helden mit magischen Fähigkeiten aufsteigen.
Die Grafik von Theocracy ist trotz vieler hundert Sklaven immer ruckelfrei, auch der Detailgrad lässt nichts zu wünschen übrig. Die Bedienung hält sich weitgehend an die genreüblichen Standards, nur die zu kleinen und unbeschrifteten Bedienelemente stören den positiven Gesamteindruck.

Wertung zu Theocracy (PC)

Wertung:

8.0 /10

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