Heroes of Might & Magic 5 - Mehrspielertest
Ob im Duell oder im freien Spiel, Teil 5 des Strategiespektakels sorgt im Mehrspielermodus wochenlang für Spielspaß.
Im Duellmodus treten zwei voll ausgestattete Armeen gegeneinander an. Erstklassige Variante für kurze Spielpausen.
Viele haben das Genre bereits totgesagt, andere wagten kaum noch zu hoffen. Aber: Gute Runden-Strategiespiele gibt es noch, auch im Multiplayer-Bereich. Und Heroes of Might and Magic 5 ist eine Zierde seiner Zunft. Zwei Grundspielmodi bietet der fünfte Teil der Serie: Freie Partien, in denen zwei bis acht Spieler auf einer von zehn Szenariokarten ein eigenes Reich aufbauen und die Nachbarn bekriegen. Und den neu hinzugekommenen Duellmodus. Hier spielen Sie taktische Gefechte mit vorgefertigten Armeen aus - das macht extrem Spaß.
Sie suchen sich einen der 18 Helden aus, die jeweils mit unterschiedlicher Zahl von Zaubersprüchen und Einheiten ausgestattet sind. Insgesamt elf Spielkarten stehen für Duelle zur Wahl. Diese sind zwar alle gleich groß, weisen aber individuelle Geländemerkmale auf. So kämpfen Sie entweder in leicht zu durchquerender Prärie oder auf Schiffen, die nur durch zwei schmale Planken miteinander verbunden sind.
Flugfähige Einheiten oder Kreaturen, die sich teleportieren können, haben in unwegsamem Gelände natürlich Vorteile. Um den Duellmodus weiter zu verschärfen, schalten Sie den dynamischen Modus zu, wodurch jeder Spieler ein Zeitlimit von zehn bis 20 Sekunden hat, um seinen Zug zu beenden. Uns stört jedoch, dass der Spieler jederzeit die KI die Kontrolle über die Einheiten übernehmen lassen kann. Das verschafft schwächeren Spielern einen unfairen Vorteil, zumal der Gegner die Steuerungsänderung nicht angezeigt bekommt.
Die freien Partien sind das eigentliche Herzstück des Multiplayer-Modus. Mit zwei Spielern macht diese Variante gehörig Laune, vor allem, wenn Sie die Zugzeitbeschränkung und den (optionalen) Ghost-Modus eingeschaltet haben. Bei Letzterem steht allen Spielern, die aktuell nicht am Zug sind, ein Geisterheld zur Verfügung, mit dem er den derzeit am Zug befindlichen Spieler stören kann. Mehrspielerpartien mit vier oder mehr Teilnehmern und ohne Ghost-Modus ufern dagegen zu langweiligen Wartesaalaufenthalten aus - selbst mit Zugbeschränkung.
