Rise of Legends: Rise of Nations

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Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Fantasy und technischer Schnickschnack passen nicht in ein Echtzeit-Strategiespiel? Weit gefehlt, Big Huge Games macht's gekonnt vor.

Die schwebenden Städte der Alin sorgen für orientalisches Flair in der zweiten Kampagne. Die schwebenden Städte der Alin sorgen für orientalisches Flair in der zweiten Kampagne. Stellen Sie sich doch mal bitte folgende Situation vor: Leonardo da Vinci trifft sich mit Erzählern aus Tausendundeiner Nacht und den Machern von Stargate, um ein Computerspiel zu entwerfen. Dann haben Sie eine leise Vorstellung davon, was Rise of Legends so einzigartig macht: Hier treten keine Orks gegen Elfen an und es gibt nicht die einhundertste Landung in der Normandie zu bestreiten.

Big Huge Games präsentiert eine absolut bizarre und fantastische Spielwelt, die einen von Anfang an in den Bann zieht. In einem technisch brillanten Rendervideo sind Sie Zeuge, wie fremdartige Raumschiffe auf dem Planeten Aio abstürzen. Sekunden später sehen Sie eine gigantische Armee, bestehend aus Drachen, Skorpionreitern, Steinmonstern und finsteren Dschinns auf eine Stadt zustürmen, die aus dampfenden Schloten und sich drehenden Zahnrädern besteht. Fremdartig anmutende Mech-Einheiten mit Piloten, deren Rüstung wie eine Mischung aus spanischen Eroberern und japanischen Samurai wirkt, leisten erbitterten Widerstand. Gänsehaut und vor Staunen offene Münder sind vorprogrammiert.

Ganz wie Sie wollen

Titelheld Giacomo (Bildmitte) führt in der Cuotl-Kampagne eine schwere Mech-Einheit ins Feld. Titelheld Giacomo (Bildmitte) führt in der Cuotl-Kampagne eine schwere Mech-Einheit ins Feld. Bevor Sie sich ins eigentliche Spiel stürzen, toben Sie sich erst mal nach Herzenslust in den Optionen aus - schier endlose Einstellmöglichkeiten für Steuerung, Tool-Tipps und Schnelltastenbelegung lassen Profi-Spieler jauchzen. Und keine Panik, wenn Sie Einsteiger sind: Die Standardkonfiguration ist problemlos zu erlernen, Tutorial-Anweisungen erläutern zudem in den ersten Missionen alle wichtigen Funktionen. Vorbildlich: Wer sich daran stört, schaltet die Hilfsfunktion ab. Stellenweise wirkt der Bildschirm mit seinen vielen Icons nämlich ein wenig überladen und unübersichtlich.

Spielerisch geht es gleich zu Beginn der ersten von drei dynamisch verlaufenden Kampagnen klassisch mit Rohstoffabbau und Einheitenproduktion zur Sache. Sie starten zunächst auf Seiten der Vinci, dem ersten der drei spielbaren Völker. Nach jeder Mission erhalten Sie Zugriff auf eine strategische Karte der Marke Die Schlacht um Mittelerde oder Rome: Total War, um Ihr weiteres Vorgehen zu planen. 16 Ländereien bietet allein die Vinci-Kampagne, jede davon besitzt unterschiedliche Boni, die Sie per Tool-Tipp ablesen.

Das können zum Beispiel mehr Forschungspunkte oder Starteinheiten sein. Das Gute daran: Sie als Spieler entscheiden, welches Land Sie als Nächstes erobern möchten. Nett gemacht: Annektierte Landstriche lassen sich befestigen oder mit weiteren Forschungsgebäuden versehen, um so wieder bessere Ausgangspositionen für die weiteren Missionen zu erhalten. Auch hier helfen optional einstellbare Tool-Tipps weiter. Klasse gelöst: Mithilfe der "F10"-Taste haben Sie jederzeit Zugriff auf eine umfangreiche Datenbank, die Fragen zum recht komplexen Spielzusammenhang klärt.

Endlich mal was anderes

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