Die Sims 2: Open for Business
Selbst ist der Sim: Mehr Freizeit und das große Geld locken Ihre Schützlinge in die Ich AG ein aufregend frisches Spielgefühl ist der Lohn.
Kunden, die an der Kasse warten müssen, verlieren schnell die Geduld.
Mit einer Topfpflanze fing alles an: Sim Don Lothario drapierte das Gewächs liebevoll vor seiner Haustür, stellte eine Kasse auf und hängte ein Ladenschild an die Wand: "Geöffnet". Wenige Sim-Wochen später ist der Krämerladen zur florierenden Handelskette mit Millionenumsatz avanciert; Mediziner Don hat längst den Job geschmissen und Skalpell gegen Kassenzettel eingetauscht.
Schnell geht die Existenzgründung im neuen Sims 2-Add-on Open for Business: Per Telefon oder Computer melden Sie ein Gewerbe an und verwandeln das Eigenheim in eine Verkaufsstelle für alles, was Profit verspricht. Nur durch die Höhe des Startkapitals und die freie Ausstellungsfläche begrenzt, beschaffen Sie Blumen, Stereoanlagen, Schachtische und Fernseher und legen mit der neuen "Preisschild"-Funktion den Abgabewert in sieben Stufen von billig bis überteuert fest. Je höher der Preis, desto schwieriger ist der Verkauf.
Vor allem für reiche Sims ist Open for Business die ideale Frischzellenkur. Verlor das Spiel zuvor an Spannung, wenn man die fünfte Karriere durchgespielt und die dritte 500-Quadratmeter-Villa errichtet hatte, gibt es jetzt viel Neues zu entdecken und kaum eine Obergrenze, um Geld auszugeben: Zusammengenommen kosten die Nachtclubs, Restaurants, Parks und Einkaufsmeilen, die man als Filialen für das eigene Geschäft erstehen kann, weit über eine Million Simoleons.
Verkauf von Hand
Bequem wie gewohnt können Sims sich ihr Zuhause einrichten. Es gibt jedoch zu wenige neue Gegenstände für den Wohnbereich.
Kundschaft strömt herein, sobald Sie das Geschäft geöffnet haben, und verlangt für Sims-Verhältnisse ungewohnte Reaktionsschnelligkeit, Aktivität und Übersicht, ohne jedoch zu überfordern - Veteranen freuen sich über die Abwechslung. Interessiert sich ein Sim für die Ausstellungsstücke, signalisiert ein Balken, der aussieht wie ein sich füllender Messbecher: "Ich will kaufen."
Dann ist Fleiß gefragt: In Gesprächen preist der Ladenbesitzer die Vorzüge seiner Ware, rechnet an der Kasse ab und ersetzt Ausverkauftschilder, die erscheinen, wenn Kunden zugegriffen haben, durch neue Artikel. Alle Aktionen führen Sie von Hand aus; die Klickrate liegt spätestens bei drei oder vier gleichzeitig zu versorgenden Kunden vielfach höher als bei der normalen Haushaltsführung. Zeit, die witzigen Animationen anzusehen, bleibt kaum: Mit einem breiten Lächeln, das schmeichlerischer kaum sein könnte, gestikulieren beispielsweise Verkäufer schüchterne Kunden in Grund und Boden; ungeübte Kassierer klemmen sich die Finger tollpatschig in der Geldschublade.
Gegen Bezahlung eilen computergesteuerte Bedienstete zu Hilfe und verhindern Hektik. Deren Arbeit offenbart jedoch nervige Mängel der künstlichen Intelligenz. Selbst KI-Personal mit ausgeprägtem Verkaufstalent brüskiert Kunden ständig durch aggressive Aufschwatzattacken. Zudem suchen sich die Hilfskräfte nicht eigenständig Arbeit: Sollen Hilfskräfte an der Kasse stehen, aufräumen oder Häppchen zubereiten, bedarf es einer persönlichen Anweisung des Besitzers. Oft sind dazu drei oder mehr Anläufe nötig, weil die Angestellten ihren Chef ignorieren, bis der sein Vorhaben vergessen hat - man hält sich unnötig lang damit auf, Kommandos zu wiederholen.
Aufstieg als Suchtfaktor
Fast wie in einem Rollenspiel süchtelt es in den ersten Stunden: Im Zehnminutentakt steigern sich Talente der Sims und der Rang des Unternehmens; proportional klettert die Motivation für den Spieler in ungekannte Höhen. Für jede neue Stufe erhalten Sie Geschäftsvorteile, etwa günstigere Einkaufskonditionen, verbessertes Verkaufsgeschick oder geldwerte Qualitätssiegel. Um aufzusteigen, müssen Sie Kundentreue verdienen, dargestellt durch Sterne; Sie führen also beispielsweise intensive Beratungsgespräche. Leere Regale oder Kakerlaken im Sanitärbereich verhageln die Treuestatistik dagegen.
Die Geschäftsideen erschöpfen sich nicht in Tante-Emma-Läden. Ein Erlebnispark mit Wäldchen, Live-Musik, einem Museumsflügel für bildende Kunst und angeschlossenem Souvenir-Shop ist nur ein Beispiel für die unternehmerischen Möglichkeiten. Stellen Sie einen Kartenautomaten auf dem Gelände auf, zahlen Besucher stündlich Eintritt; auf Werkbänken stellen Sie eigene Roboter, Blumengestecke oder Spielzeuge her.
Der Langzeitnutzen der eigenen Firma ist beträchtlich - gut 30 Stunden fesselt Open for Business. Weil der Laden je nach Laune und Verfassung des Sims später öffnen kann, bleibt mehr Zeit für wilde Disconächte und spontane Ausflüge. Sogar vollständig zur Ruhe setzen können Sie sich, wenn Sie Zweigstellen gründen und Geschäftsführer einsetzen; ein Anruf pro Tag reicht, um die Gewinne auf gleichbleibendem Niveau zu halten.
