Das Ende des Wurms
Das Abschießen der bunten Kugelhaufen ist nur kurzzeitig unterhaltsam.
Die längst ausgelutschte Spielidee von Puzzle Bobble will einfach nicht sterben. Und damit geht es dem japanischen Action-Denkspiel nicht viel anders als Worms. Nicht der Stadt Worms, dort soll es ja durchaus schützenswertes Leben geben, sondern dem rundenbasierten Ballerspiel. Das hat seit Jahren keine bedeutsame Veränderung mehr erlebt und sollte längst auf dem Softwarefriedhof aufgebahrt sein.
Mit Worms Blast könnte Team 17 der Spieleserie endlich den Gnadenstoß versetzen. Das Spielprinzip wurde schamlos aus Puzzle Bobble geklaut: In Echtzeit schießt ein in einem Boot sitzender Wurm auf lustig bunte Kugeln, die aus unbekanntem Grund in der Luft schweben. Hat die verwendete Munition die gleiche Farbe wie die getroffenen Kugeln, so verschwinden diese und ihre gleichfarbigen Nachbarn. Sobald der gesamte Bildschirm leergeräumt ist, ist einer der insgesamt 22 Level gewonnen.
Das Spielprinzip wird mit drolligen Ideen wie Zeitlimit, zusätzlichen Waffen, Gummispiegelwänden und beweglichen Zielen aufgelockert, zusätzlich gibt es in den "Herausforderungen" Spielereien wie beispielsweise Zielscheibenschießen.Die störrische Steuerung und regelmäßige Denkpausen des Programms verhindert dabei ein exaktes Zielen. Lediglich im Zweispielermodus sorgt dies nicht für Frust, da hier beide Seiten unter den Makeln leiden. Um Worms endgültig den Rest zu geben, hat Team 17 auch noch eine nervtötend quietschige Hintergrundmusik ausgewählt.
