X-Men Legends 2
Mit Fäusten, Füßen und Spezialattacken nehmen Sie es mit dem Obermotz Apocalypse auf.
Mit einem kräftigen Aufwärtshaken haben Sie den Gegner (rot markiert) erwischt.
Enge Klamotten, geschwellte Brust, stolzer Blick: Die Protagonisten aus X-Men Legends 2: Rise of Apocalypse bestreiten bereits ihr zweites Action-Rollenspiel. Diesmal nicht nur auf Konsole, sondern auch auf dem PC. Der Entwickler: Raven Software (Quake 4).
Die Geschichte ist schnell erzählt: Der böse Apocalypse werkelt an einer neuen Weltordnung, was den X-Männern und -Weiblein überhaupt nicht in den Kram passt. Also verbünden sie sich mit den bösen Mutanten aus Magnetos Bruderschaft und retten den Planeten aus den Klauen von Apocalypse. Kenner der Comics und Kinofilme fühlen sich heimisch, andere können mit den Namen von 16 wählbaren Charakteren (etwa Cyclops, Colossus oder Abyss) vermutlich nichts anfangen.
Statt sich mit solchen Nebensächlichkeiten herumzuschlagen, dürfen Sie auch direkt mit Ihrer vierköpfigen Party durch dichte Dschungel und unterirdische Versuchslabore ziehen. Alle paar Meter stößt Ihre Gruppe auf Söldner, mutierte Insekten oder Blitze werfende Riesenvögel. In solchen handfesten Auseinandersetzungen leisten Ihre KI-Begleiter gute Arbeit.
Sie verhauen die Widersacher selbstständig, selten gibt es Aussetzer. Das macht den Reiz des Spiels aus. Spektakuläre Kombos und Spezialattacken verwandeln die Prügelorgie in ein echtes Schauspiel. Dafür überzeugen die Rollenspielelemente kaum.
Zwar verteilen Sie mit jedem Levelaufstieg Erfahrungspunkte in Gesundheit oder Geschwindigkeit, abgesehen von der obligatorischen Werteerhöhung haben Ihre Supermänner aber nichts davon. Selbst die ausbaufähigen Spezialfertigkeiten wirken wie ein liebloser Rollenspielaufguss. Mit mehr Tiefe wäre X-Men Legends 2 zwar nach wie vor ein kurzes Abenteuer, dafür aber ein spannenderes.
