Kinder des Nils

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Kinder des Nils Mit einer erfahrenen Entwicklerriege aus den von Sierra geschlossenen Impressions-Studios (Caesar, Zeus, Pharao) möchte Tilted Mill an den großen Erfolg des Aufbau-Strategiespiels Pharao anknüpfen. Dessen inoffizieller Nachfolger Kinder des Nils spielt ebenfalls im alten Ägypten. Als Herrscher führen Sie Ihr Volk über mehrere Generationen 3.000 Jahre vor Christi Geburt durch die Antike. Genau wie bei den Vorgängern dreht sich alles um den steten Auf- und Ausbau Ihrer Stadt. Prachtvolle Monumente und weltwunderreife Pyramiden wollen ebenso errichtet werden wie Gebetstempel, Apotheken, Krankenhäuser, Gerichtshöfe, Grabstätten, Bäcker, Silos, Steinmetze, eine funktionierende Infrastruktur und Kasernen. Neben einem kleinen, aber feinen Heer benötigen Sie auch eine Stadtwache, um Plünderer und sonstige Kriminelle zu vertreiben. Außerdem schaffen Sie für umherziehende Händler Marktplätze und bauen Handelsverbindungen über die Mauern Ihrer Stadt hinaus auf. Da vor 5.000 Jahren die wenigsten Menschen ihren 30. Geburtstag erlebten, sollten Sie immer darauf bedacht sein, für Ihre regelmäßig dahinsiechenden Pharaonen eine schmucke Ruhestätte zu errichten. Die erhöht genau wie Sphinx-Statuen, Gedenktafeln oder ein aufgemotzter Palast mit Garten, Mauern und Privatzoo Ihr Prestige. Was wiederum wichtig ist, um gebildetere Arbeitskräfte wie Priester oder Aufseher anzulocken.

Brot für die Welt

Kinder des Nils Neben einem umfangreichen und abwechslungsreichen Kampagnen-Modus warten 20 Einzelszenarien auf PC-Städtebauer. Zu Spielbeginn verfügen Sie über einen riesigen Landstrich am Nil und einen mickrigen Palast. Neben diesem siedeln Sie einige Dienerhütten, Luxusläden und Adelsleute an, während sich am Ufer des Nils Bauern und einfache Händler (unter anderem Sandalen- und Korbmacher) niederlassen. Im "Peret", der Anbauzeit nach der Nilschwemme, bestellen die Landwirte ihre Felder, ehe die Erntezeit "Schemu" Weizen, Obst und Gemüse einbringt - das freilich nicht die Bauern behalten dürfen, sondern im Palast und den königlichen Silos gelagert wird. Bei Hungersnöten schmeißen generöse Herrscher Feste zu ihren Ehren und verschenken Lebensmittel an die darbende Bevölkerung.

Ulkige Untertanen

Kinder des Nils Wesentlicher Unterschied im Vergleich zu Pharao ist die zeitgemäße 3D-Grafik, welche auf einer Weiterentwicklung der Empire Earth-Engine basiert. Diese ist frei dreh- und zoombar und sorgt für hübsche Licht-und-Schatten-Effekte, realistisch-detailverliebte Animationen und originalgetreue Nachbildungen antiker Gebäude. Doch auch bei Kinder des Nils ist nicht alles Gold, was glänzt. So muss man zwar ein Heer aufbauen, etwaige Kämpfe finden dann aber "außerhalb der Karte" statt. Lediglich ein aufpoppendes Fenster informiert über den Schlacht-ausgang. Teilweise frus-trierend ist das Verhalten der Einwohner. Die verraten auf Knopfdruck zwar, was ihnen fehlt - beklagen sich aber auch dann noch über mangelnde Medizinversorgung, wenn man ihnen ein Krankenhaus nebst Apotheke vor die Nase setzt. Da Sie aufgrund Ihres Prestige-Levels nur eine bestimmte Zahl an Priestern einstellen können, ist es obendrein ein echtes Kunststück, stets den mehr als ein Dutzend ägyptischen Göttern zu huldigen und somit alle Untertanen zu beglücken.

Bildergalerie

Wertung zu Immortal Cities: Kinder des Nils (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Spannende Kampagne; 20 EinzelszenarienZahlreiche Bau-OptionenHübsche 3D-Grafik
Keine KämpfeSehr anspruchsvolle Untertanen

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