Alexander
Die Macher von Cossacks nahmen sich Oliver Stones' Historien-epos an und ließen sich für die Echtzeit-Strategie-Umsetzung sichtlich von bewährter Konkurrenz inspirieren - leider nicht bis zur letzten Konsequenz. Der Spieler darf mehrere historische Kampagnen nachspielen, die durch kurze Filmschnipsel zusammengehalten werden. Dafür gibt es nur dröge Missionsbeschreibungen und damit wenig Atmosphäre. Im Spiel selbst geht es zu wie in einem Age of Empires light: Basis bauen, Rohstoffe sammeln, Soldaten trainieren - das kennt man. Obligatorische Features wie ein Button für "arbeitslose" Bauern fehlen ebenso wie verschiedene Zeitalter; der Aufbaupart fällt dementsprechend mager aus. Kämpfe sehen zwar dank Formationen und Tausenden von Einheiten beeindruckend aus, sind aber praktisch nicht kontrollierbar. Oftmals sind mehrere Mausklicks nötig, um Befehle zu erteilen, was allerdings aufgrund der fehlenden Übersicht ohnehin nur selten sinnvoll ist. Hinzu kommen diverse Bugs, schwache Gegner-KI und schlechte Wegfindungsroutinen. Die Cossacks 2-Engine zaubert gewaltige Landschaften mit Abertausenden von 2D-Soldaten auf den Bildschirm, ist aber in hohen Auflösungen selbst auf modernen Rechnern überfordert.
