Men of Valor
Im Vietnamkrieg verbrauchten amerikanische GIs durchschnittlich 50.000 Schuss pro Feind. Kein Wunder, waren doch die US-Soldaten nicht für den Dschungelkampf ausgebildet. Die Vietcong dagegen kannten sich in heimatlichen Gefilden aus. Nur mit Mühe konnten die Amerikaner ihre Feinde im dichten Dschungel von Vietnam ausmachen, zumal viele tödliche Fallen die Aufmerksamkeit der Soldaten zusätzlich strapazierten. In genau solche Situationen versetzt Sie Men of Valor, der neueste Ego-Shooter des Entwicklers 2015 (Medal of Honor: Allied Assault). Sie schlüpfen in die dunkle Haut von Dean Shepard, einem ahnungs-losen Vietnam-Frischling, der sich seinen Aufenthalt im Land des Roten Flusses als ein Abenteuer vorstellt. Doch er täuscht sich ...
Und Action!
Sonniges Wetter, gute Stimmung, aus dem Radio dröhnt "Incense and Peppermints" von Strawberry Alarm Clock und ein Reporter beschwert sich über die Langeweile. Plötzlich wird die Kaserne von einer ohrenbetäubenden Explosion erschüttert. Sekunden später fliegt ein Lastwagen in die Luft. Soldaten rennen panisch in Deckung, einige suchen verzweifelt nach ihren Waffen. Nur Kommandant Zook bewahrt Ruhe und erklärt, dass Vietcong in den Bergen gerade ein paar Raketen ausprobieren. Und wir sollen dafür sorgen, dass es nicht noch mal vorkommt. Auf dem Dach zweier Panzer machen wir uns auf die Patrouille - scheinbar alles in Ordnung. Zeit für ein Schwätzchen unter Palmen. Aber bevor wir uns einig sind, ob der Feind zuerst auf weiße oder farbige GIs schießt, rennt uns eine Kuh vor die Ketten. Eine vietnamesische Bäuerin will das Vieh zurücktreiben, doch das gelingt ihr nicht und so eilt ihr einer unserer Soldaten zu Hilfe. Ein tödlicher Fehler, denn er tappt unversehens über eine Tretmine. Die gewaltige Detonation reißt ihn zu Boden. Instinktiv springen alle anderen GIs vom Panzer herunter. Keine Millisekunde zu früh, denn schon fallen die ersten Schüsse. Einige Vietcong haben sich in den Reisfeldern versteckt und überraschen uns mit einem tödlichen Kugelhagel. "Move on to the tree line!", brüllt Zook und wir laufen geduckt quer über den Acker. Vom Erfolg des Hinterhalts ermutigt, rennen die Vietcong uns offen entgegen. Schreiend feuern sie ihre Magazine leer. Zum Glück können wir uns hinter einigen großen Steinen verstecken. Jetzt heißt es vorsichtig sein. Keine Alleingänge. Mit höchster Aufmerksamkeit bewegen sich die GIs von Deckung zu Deckung und schalten einen Feind nach dem anderen aus. Nur dank dieser Taktik gelingt es uns, die Vietcong trotz ihrer Überzahl in den Dschungel zu treiben. Die Gefahr ist vorüber, doch für wie lange?
Mannschaftssport
Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort stellen wir dem gegnerischen Konvoi eine Falle. Ein paar Dutzend Vietcong patrouillieren entlang des Flusses. Unser fünf Mann starkes Team lockt sie in einen Hinterhalt: Wir bringen einige Ladungen C4 an Steinen an und warten versteckt auf den Feind. Als genügend Widersacher in die Nähe der Minen kommen, zünden wir den Sprengstoff. Eine gewaltige Flammenwolke verschlingt den Gegner, der Donner der Explosion übertönt die Schreie der Verwundeten. Die restlichen Feinde bemerken uns und eröffnen sofort das Feuer. Wer jetzt aus dem Versteck herausstürmen würde, hätte vermutlich ein paar schicke Löcher in seinem Tarnanzug. Denn in Rambo-Manier kommen Sie bei Men of Valor nicht weit. Hinter jedem Busch und Baumstamm lauern Vietcong, im meterhohen Gras warten Spreng- und Bodenfallen auf ahnungslose Opfer. Und schon wenige Kugeln und Explosionen knipsen den Kameraden das Augenlicht aus. Zum Glück können wir unsere Wunden verbinden und somit die Blutungen stoppen. Das heilt zwar nicht, hält jedoch länger am Leben. Ebenso realitätsnah verhält es sich mit Ihren PC-gesteuerten Mitstreitern. Selbst in besonders brenzligen Situationen mit Dutzenden von Gegnern kommen sie sich und Ihnen nicht in die Quere. Im Gegenteil: Auf die KI ist Verlass. Sie geben einander Feuerschutz, gehen geschickt in Deckung und entschärfen selbstständig einige Fallen. Lediglich sterben können die Soldaten nicht. Anstatt das Zeitliche zu segnen, liegen die CPU-Kameraden einige Zeit am Boden, bis sie auf wundersame Weise geheilt sind und sich wieder in den Kampf stürzen.
