Catwoman
Durch die miese künstliche Intelligenz Ihrer Gegner nehmen Sie es spielend einfach mit mehreren Schergen auf.
Peter Parker wird von einer Spinne gebissen und schwingt sich fortan behände durch die Häuserschluchten von New York. Clark Kent fällt vom Himmel und rettet mit Superkräften die ganze Welt. Patience Phillips bekommt von fiesen Typen eins auf die Rübe und wird durch das Küsschen einer mysteriösen Katze zu Catwoman. Passend zum gleichnamigen Hollywoodstreifen erscheint die obligatorische Lizenzumsetzung. Das nur leidlich mit hautengem Leder bekleidete Abbild von Halle Berry scheuchen Sie hier durch sechs große Levels und tun, was menschliche Katzen in High Heels eben so tun. Sie verprügeln böse Jungs, kraxeln anmutig städtische Steilwände empor, turnen in schwindelerregender Höhe an Fahnenstangen herum und wackeln dabei kräftig mit dem Hinterteil. Die auffallend inszenierten weiblichen Reize sind dann auch das einzige Highlight dieser müden Kopie von Prince of Persia: The Sands of Time. Die Kämpfe verkommen durch die kaum spürbare Gegner-KI zur simplen Beschäftigungstherapie und die
Geschicklichkeitseinlagen sind durch die oftmals unglücklich gewählten Winkel der starren Kamera eine frsutverdächtige Geduldsprobe. Da hilft es auch nichts, dass Sie wie in Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs neue Angriffe kaufen können und Ihre Widersacher etwa mit einem doppelten Tritt anstatt eines einfachen zu Boden schicken. Die Kämpfe gewinnen Sie ohnehin, und spätestens wenn Sie zum zehnten Mal einen Sprung falsch getimt haben, fliegt das Spiel so schnell von der Festplatte wie Patience Phillips ein paar Stockwerke tiefer - nur nicht ganz so elegant.
