Spellforce: Breath of Winter

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Die neuen Völker der Eis- und Feuerelfen können sich gar nicht leiden. Die neuen Völker der Eis- und Feuerelfen können sich gar nicht leiden. Böse Mächte, leicht bekleidete Elfen, riesige Drachen - das erste offizielle Add-on zu Spellforce bietet neue Abenteuer. Es ist wie in einem Horrorfilm: Gerade noch ist das Böse totgeglaubt, da steht es auch schon wieder auf. Genau dieses Schicksal widerfährt nun auch der mittlerweile recht beschaulichen Fantasy-Welt Eo. Einem schlecht gelaunten Prinz der Dunkelheit wurde es nach Ihrer Säuberungsaktion im Hauptprogramm nämlich zu kuschelig im Märchenreich. Jetzt steht ihm der Sinn nach der Beschwörung dunkler Mächte und schon wieder liegt die Welt im Clinch. Nun sind Sie der Auserwählte, den ebenso sagenumwobenen wie gefährlichen Eisdrachen Aryn niederzustrecken, der just aus seinem eisigen Gefängnis ausbrach und jetzt Eo in ein prima Wintersportgebiet zu verwandeln droht.

Weniger ist mehr

Unser Held kämpft mit einigen menschlichen Rebellen gegen die aus dem Hauptprogramm bekannten Kithar. Unser Held kämpft mit einigen menschlichen Rebellen gegen die aus dem Hauptprogramm bekannten Kithar. Phenomic geht im ersten Add-on zu Spellforce neue Wege. Während andere Entwickler ihre Erweiterungen für Strategiespiele mit neuen Gebäuden und Einheiten - manchmal sogar ganzen Völkern - ausstatten, bleibt im Lande Eo alles beim Alten. Nach wie vor siedeln Sie mit einer der sechs Aufbaurassen von Zwergen bis Dunkelelfen. Zwar schließen sich Ihnen im Verlauf der Kampagne in manchen Missionen kleinere Trupps der Eiselfen an, diese unterscheiden sich jedoch nur marginal von ihren im Wald beheimateten Genossen. Und schmucke Wintersiedlungen zimmern Sie erst recht keine in die Landschaft. Das Gleiche gilt für die Skerg, die Spellforce-Veteranen noch als Arbeitssklaven der Dunkelelfen kennen. Im Add-on kämpft eine Rebellentruppe der wandelnden Wirbelsäulenschäden nicht nur für die eigene Unabhängigkeit, sondern auch an Ihrer Seite - oder auch mal gegen Sie.

Ständig im Stress

Wie im Hauptprogramm sind die großen Städte sehr detailliert und wirken äußerst stimmig. Wie im Hauptprogramm sind die großen Städte sehr detailliert und wirken äußerst stimmig. Eine der wirklich wichtigen Neuerungen ist dagegen das Missionsdesign. So sind die Einsätze wesentlich abwchslungsreicher gestaltet und warten auch des Öfteren mit immer wieder neuen Aufgabenstellungen auf. So gilt es beispielsweise in einer inselübergreifenden Mission, zunächst eine vereinsamte Orksiedlung wieder fit zu machen, um mit den giftgrünen Kriegern ein Sumpfgebiet von neuen Gegnertypen wie Echsenwesen und Ent-ähnlichen Waldschraten zu säubern. Kaum ist dies geschafft, trudelt auch schon eine Reihe menschlicher Flüchtlinge über ein Portal ein, die sich vor der Weiterreise in sichere Elfen-Gefilde erst einmal den Bauch voll schlagen wollen. Also sammeln Sie ausreichend Nahrung, sind dabei aber etwas in Eile, da Ihnen die Truppen des roten Imperiums im Nacken sitzen. Genau vor diesen schützen Sie dann auch die Flüchtlinge, die das rettende Portal mittlerweile fast erreicht haben. Auf dem Weg zur Siedlung der Eiselfen gilt es dann noch einmal, den Konvoi zu eskortieren. Es ist also mehr Abwechslung geboten, als das in der Kampagne des Hauptprogramms der Fall war. Hier liefen die meisten Missionen nach dem gleichen Schema ab: Basenbau plus anschließender Zerstörungsfeldzug.

Illustre Truppe

Die Story des Add-ons konzentriert sich oftmals auf einzelne Charaktere, wie diesen Oberen des Roten Imperiums, und wird dadurch spannender. Die Story des Add-ons konzentriert sich oftmals auf einzelne Charaktere, wie diesen Oberen des Roten Imperiums, und wird dadurch spannender. Ebenfalls zur Abwechslung tragen neue Heldenfiguren bei, die vom Computer gesteuert werden. So wird Ihr Charakter zu Beginn der Kampagne von zwei Söldnern herbeigerufen, die Sie in den ersten Inselwelten begleiten. Diese Helden halten sich zwar stets in Ihrer Nähe auf, können jedoch nicht gesteuert werden und kämpfen auch völlig selbstständig. Allerdings erhält der Spieler auch Erfahrungspunkte für Gegner, die von den KI-Begleitern niedergestreckt wurden. Apropos Helden: Breath of Winter ist ein echter Kosmopolit. Während Sie in Spellforce nur menschliche Runenhelden beschwören konnten, finden Sie im Verlauf der neuen Kampagne auch Runen von Goblin- oder Ork-Helden - sogar einige Kämpfer der gefürchteten Eisernen sind dabei und sorgen für interessante Konstellationen in den Kämpfen.

Alle drei zusammen

Spellforce: Breath of Winter Zwei der größten Kritikpunkte an Spellforce: der dürftige Mehrspieler-Modus und fehlende Skirmish-Karten. Beides liefert der Modus "Freies Spiel". Auf speziellen Karten mit Schwerpunkten auf Rollenspiel oder Echtzeit-Strategie erleben Sie eine separate Kampagne, für die Sie allerdings einen eigenen Helden erstellen müssen. Der Clou: Der Modus ist für bis zu drei Spieler auch kooperativ spielbar.

Bildergalerie

Wertung zu Spellforce: Breath of Winter (PC)

Wertung:

9.0 /10

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