War of the Ring

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Der Balrog, von den Bösen beschwört, bricht aus der Erde und schleudert dabei alle Einheiten meterweit durch die Luft. Der Balrog, von den Bösen beschwört, bricht aus der Erde und schleudert dabei alle Einheiten meterweit durch die Luft. Battle Realms ließ einen noch glauben, dass es dem Team von C&C-Miterfinder Ed del Castillo ernst war mit dem Vorhaben, sich von der Standardformel des Genres abzuheben. Doch jetzt steckt auch Liquid Entertainment in der Klemme, genannt Innovationsarmut. War of the Ring ist nur ein weiteres Echtzeit-Strategiespiel, kein schlechtes zwar, aber ein durch und durch überflüssiges, das das Potenzial der Herr der Ringe-Lizenz nur halb ausreizt.

08/15-Echtzeit-Strategie
War of the Ring spielt sich wie eine entschlackte Version von Warcraft 3 oder Battle Realms: Es gibt nur nur zwei spielbare Seiten, nämlich Gut und Böse. Auf der einen schicken Sie Elfen, Hobbits, Zwergen und Menschen in die Schlacht, auf der anderen kämpfen Orks, schwarze Reiter und andere fiese Dämonen. Die beiden Kampagnen umfassen jeweils elf Missionen, die Sie auf einer unspektakulären Übersichtskarte in chronologischer Reihenfolge auswählen. Die Spielgeschwindigkeit lässt sich am treffendsten als rasant beschreiben: Ihre Arbeiter sammeln Nahrung am Brunnen und Erz in der Mine. Aus den Ressourcen entstehen innerhalb weniger Sekunden Gebäude, in denen Bogenschützen, Axtkämpfer und Spezialeinheiten heranreifen. In anderen Spezialgebäuden, etwa der Schmiede, erfinden Sie dickere Rüstungen und schärfere Schwerter - man kennt das ja alles. Neu sind magische Schreine, die an bestimmten Punkten der Karte verteilt liegen und deren Kraft nur dann entfesselt wird, wenn man eine freundliche Einheit dort stationiert. Das führt zum Beispiel dazu, dass sämtliche Figuren mehr Lebens- oder Zauberenergie erhalten. Der Spuk ist vorbei, sobald sich Gegner mehr Einheiten zum Schrein schickt, als Sie dort platziert haben.

Spieldesign und Grafik

Die Umgebungsgrafik ist den Entwicklern gut gelungen, fast alles auf der Karte ist animiert: Bäume, Gras, Wasser … Die Umgebungsgrafik ist den Entwicklern gut gelungen, fast alles auf der Karte ist animiert: Bäume, Gras, Wasser … Beim Missions-Design ist alles beim Alten geblieben: Einheiten trainieren, anschließend mit der Übermacht den Gegner überrennen. Manchmal fällt der Basenbau auch weg, da steuern Sie dann zum Beispiel eine Gruppe von Elfen auf der Suche nach Gollum durch einen Wald, in dem regelmäßig Spinnen aus dem Gebüsch hüpfen und angreifen. Ähnlich wie in Battle Realms verdienen Sie sich durchs Kämpfen Fate Points, die den Einsatz von Spezialfähigkeiten ermöglichen. Die gute Seite beschwört im Austausch gegen zehn solcher Punkte ein Ent-Baumwesen, das mit Steinen nach dem Gegner schmeißt. Die Bösen dagegen rufen einen Feuerdämon herbei. Die Spezialfähigkeiten wurden von Liquid hübsch inszeniert, das Erscheinen des Balrogs ist mit einer Menge aufgewirbeltem Dreck verbunden und beim Laufen erzittert der Bildschirm unter der Wucht seiner Schritte. Die restlichen Einheiten wirken im Vergleich recht blass, dafür ist die Umgebungsgrafik ordentlich ausgefallen: Lichtstrahlen brechen durch die dichten Baumwipfel, Ruinen sind bis ins letzte Detail ausgearbeitet, animierte Sträucher und dynamisch wirbelndes Wasser machen die 3D-Welt lebendig. Was die Entwickler aus der Battle Realms-Engine herausgeholt haben, ist ansehnlich, erreicht aber nicht das Niveau von C&C: Generäle.

Das Leid mit den Lizenzen

Leider genügt es in War of the Ring häufig, eine einzelne Einheit in Massen zu produzieren und damit den Gegner zu überrumpeln. Leider genügt es in War of the Ring häufig, eine einzelne Einheit in Massen zu produzieren und damit den Gegner zu überrumpeln. Wie schon beim Action-Adventure Der Herr der Ringe: Die Gefährten (PC-Games-Wertung: 62 Punkte) basiert War of the Ring nicht auf der Film-, sondern auf der Buchlizenz, das heißt: Die Gesichter des Kinovorbilds und der Orchester-Soundtrack von Howard Shore fehlen. Gandalf, Frodo, Aragorn und der ganze Rest fristen im Spiel ein uninspiriertes Dasein, das Höchste der Gefühle sind krampfhaft heroische Sprüche wie "Es ist nicht alles verloren" oder "Heute kämpfen wir, wie wir nie zuvor gekämpft haben".
Das juckt einen als Spieler, zumal wenn man die Buchvorlage nicht kennt, herzlich wenig. Denn Hintergründe bleiben in War of the Ring zum größten Teil unklar; die Story wird vor jeder Mission sporadisch in bemerkenswert langweiligen Texthappen erzählt. Zwischensequenzen gibt es nur in Form kurzer Dialoge, die innerhalb der Spielgrafik ablaufen. Da stehen dann beispielsweise Aragorn, Gimli und Legolas auf den Burgmauern von Helms Klamm und sinnieren über die bevorstehende Attacke, während die Kamera starr auf einen Fleck zielt - wie man es richtig macht, zeigt Die Rückkehr des Königs.

Bildergalerie: The Lord of the Rings: The War of the Ring
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Wertung zu Der Herr der Ringe: War of the Ring - Der Ringkrieg (PC)

Wertung:

7.0 /10

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von amo1712 Anfänger/in
        das kommt zwar jetzt sehr spät...
        aber für einen richtigen herrderringe fan (also wer die bücher viel besser als die filme findet) hat das spiel einiges an anreiz und ist um ein vielfaches besser als alles was aus der EA schmiede gekommen ist... auch wenn vlt aragorn und co nicht super rüberkommen wie die von PJ , so haben sie doch irgendwie trotzdem charme... man sollte nur nicht seinen eindruck der Filme auf dieses spiele projezieren... denn auch die filme haben durchaus einen großen haufen fehler...
      • Von amo1712 Anfänger/in
        das kommt zwar jetzt sehr spät...
        aber für einen richtigen herrderringe fan (also wer die bücher viel besser als die filme findet) hat das spiel einiges an anreiz und ist um ein vielfaches besser als alles was aus der EA schmiede gekommen ist... auch wenn vlt aragorn und co nicht super rüberkommen wie die von PJ , so haben sie doch irgendwie trotzdem charme... man sollte nur nicht seinen eindruck der Filme auf dieses spiele projezieren... denn auch die filme haben durchaus einen großen haufen fehler...
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