Futuristischer Agenten-Thriller
Im Matrix-ähnlichen Zeitlupenmodus ist es deutlich leichter, Gegner zu erledigen, weil man mehr Zeit zum Zielen hat.
Kennen Sie das beklemmende Gefühl, nach dem Aufwachen nicht zu wissen, wo Sie sind? Ähnlich, nur zehn Mal schlimmer, geht es John Chaser: Er kann sich nämlich an rein gar nichts mehr erinnern, als er in einer Raumstation zu Bewusstsein kommt. Kaum wach, wird er auch noch von einer denkbar gefährlich ausschauenden Gruppe Bewaffneter gejagt - ohne den leisesten Hauch einer Ahnung, warum. Die Story beginnt etwas altbacken: Mann leidet unter Amnesie und wird von mysteriösen Gestalten verfolgt - klingt wie ein Mix aus Hollywood-Schinken wie Total Recall und Die Bourne Identität. Leider dürfen Sie auch nach spielerischen Gesichtspunkten keine Offenbarung erwarten. Chaser ist vor allem Ballern, Schalter finden und wieder Ballern, lediglich in ein paar Missionen werden kurze Schleich-Episoden eingeschoben.
Atmosphäre durch Story
Wenn man bei Ego-Shootern von dichter Atmosphäre spricht, meint man damit meist die nervenzerfetzende Spannung beim Durchstreifen der Levels, das Zusammenzucken bei jedem verdächtigen Geräusch oder Lichtblitz - kurzum: ein grandioses Spielgefühl. Bei Chaser ist das allerdings anders, gestaltet sich das eigentliche Spiel aufgrund des sehr linearen und lieblosen Leveldesigns doch eher langweilig und steril. Zwar gibt es eine Fülle verschiedener Settings (Slums, Raumstation und Hotel im Asien-Stil, um nur einige zu nennen), die oftmals weitläufigen Landschaften sind allerdings viel zu detailarm und wenig abwechslungsreich. Außerdem fehlt es gänzlich an erfrischenden, überraschenden Script-Szenen. So hat man häufig ob der immergleichen Texturen beim Betreten eines neuen Raumes Déjà-vu-Erlebnisse am Stück. Man bleibt kaum an einer Besonderheit kleben, sondern rennt sehr schnell zum nächsten Abschnitt. Dem gegenüber stehen üppige Zwischensequenzen. Vor und nach jeder Mission, teilweise auch mittendrin, wird in gut geschnittenen Kurzfilmen die Story vorangetrieben. Nach dem etwas lahmen Start entwickelt die Geschichte sich während der frühen Missionen zu einem spannenden Intermezzo aus Verrat, Intrigen, Mord, Habgier und natürlich Chasers Suche nach seiner Vergangenheit.
Easy Going
Noch ein Grund, warum es an markanten Szenen fehlt, ist der meist sehr niedrige Schwierigkeitsgrad - selbst auf "Hard". Sogar die beiden Quasi-Zwischen-Endgegner im Japan-Hotel - Ogawa und der Rote Drache - sind innerhalb von weniger als einer Minute in die ewigen Jagdgründe verbannt. Die üblichen Wachen, Jäger oder Slum-Gangs sind dagegen einfach nur Kanonenfutter, die es auch zu zehnt kaum fertig bringen, Ihren Schützling unter die 30 Lebensenergie-Marke zu bringen. Und selbst wenn Sie nach einem größeren Gefecht mal schwer angeschlagen sind, hinterlassen die Gegner doch genügend Medi-Kits und Panzerwesten, so dass Sie schnell wieder volle Energie haben. Bange Momente, während derer man möglichst unentdeckt nach wenigstens einem Health-Pack sucht, finden sich in Chaser nicht. Noch leichter wird es durch den an sich coolen "Adrenalin-Modus", in dem man sich für eine kurze Zeit Matrix-ähnlich in Zeitlupe bewegt, da man zum einen genügend Zeit hat, gegnerischen Kugeln auszuweichen und zum anderen selbst sehr gezielte Schüsse anbringen kann.
Optik? Durchschnitt!
Chaser erinnert grafisch stark an den Shooter Halo, seien es Kleinigkeiten wie die stark leuchtenden Schaltern oder die Level-Architektur, insbesondere in der Raumstation (1. Mission). In Zeiten von Unreal 2 vermag das dem geneigten Shooter-Spieler nicht mal mehr eine irgendwie positiv geartete Regung zu entlocken. Selbst das Highlight von Chaser, die Zwischensequenzen in Spielgrafik, spielen technisch eher in der zweiten Liga. Die Charaktere sind einfach viel zu klobig animiert und leblos modelliert. Außer den wirklich gut gelungenen Gesichtern, wirkt nichts an den Figuren absolut lebensnah, Science-Fiction- und Ego-Shooter-Fans sollten lieber auf kommende Action-Überflieger wie Elite Force 2 warten.

Ja es hat Macken aber vieleicht sind die Hänger im eigentlichen Spiel ja weg :-).Aber für mich als alten ID-Fan und Spieler zählt die Geschwindigkeit insofern habe ich an der Grafik nichts auszusetzten und es läuft auf meinem eher lahmen System sehr geschmeidig.Und das ist mir wichtiger als diese "schaut her unsere tolle 3D-Engine" Shooter like U2.Wenn dann noch der Mehrspielermodus ordentlich läuft ist so ein Spiel allemal besser als diese Grafikmonster die nur die Spielzeit eines Kinobesuchs hergeben.Terrorolaf
wie bist du aus der kalanisation rausgekommen???
wie bist du aus der kalanisation rausgekommen???
Gibt es nichts anderes mehr, als diese ausgelutschten Dinger.
Wenigsten etwas mit einem "Schuss" Inovation.
Ein Agent hier ein Söldner da oder ganz "selten" ein Soldat.
Eine neue Waffe als Inovation anzubieten ist ja wohl auch ein Witz oder!
Unreal zeigt doch was man aus einem Shooter machen kann.
Nämlich schöne Bilder und 5 Minuten Spannung und viel nichts.
Dass soll der Stand der Dinge sein?!
Tolle Sache wenn mann dann nach einem Tag mit dem Spiel fertig ist
und sich über die 45? Ausgaben "freuen" kann.
Na ja, vieleicht gibts ja irgenwann mal wieder ein Spiel mit ALLEN GUTEN Zutaten und nicht nur Graphic und Geballere.
Planescape Torment in 3D wäre sicher eine Reise wert ...
Also ich habe gestern die Demo gespielt und bin nicht wirklich begeistert. Die Grafik ist zwar ziemlich gut und die Musik äußerst stimmungsvoll, aber vom Geschehen wirklich gefesselt wurde ich nie.
Nebenbei finde ich die Steuerung ein klein wenig verkorkst. (z.B.: die Tastenkombination für einen hohen Sprung) Hinzukommt, dass man in Gängen für meinen Geschmack etwas zu oft plötzlich an irgendeinem Teil hängen bleibt, bzw. man sogar zwischen eine Treppe fallen kann und von dort ums Verrecken nicht mehr rauskommt. (derartige ungewollten dead-ends habe ich schon lange mehr erlebt.)
Außerdem empfand ich es als ein klein wenig nervtötend im Außenareal ständig von irgendwelchen Snipern beschossen zu werden, die echt nur sehr schwer (und einige Health-Points später) auszumachen sind. (ist zwar realistisch, aber etwas frustrierend.)
Aber die Japanerin am Demo-Ende war das ganze wert! Da wollte man das Spieler-Herz (?) wohl mit einer tief dekoltierten sexy Poly-Amazone erfreuen und rausgekommen ist ne Mischung aus Model- und einer niederbayrischen Holzfällerin. :)
Fazit: Trotz dieser Kritikpunkte könnte es durch ne gute Story (erinnert etwas an "Total Recall" ) ein ganz passables Game werden. Aber übers Mittelmaß wird sich Chaser IMHO nicht erheben.