Wirtschaftssimulation, in der Sie ein Bordell managen
Das Bordell sieht immer gleich aus: Die Platzierung der Inneneinrichtung ist vom Programm vorgeschrieben.
Graue Böden, graue Türen, graue Wände - auf ein paar hundert unansehnlichen Quadratmetern sollen Sie ein Bordell errichten und managen. Doch alleine die Aufbauphase ist so eingeschränkt, dass jeglicher Spaß im Keim erstickt wird: Schlafzimmer, Bars und Kontakträume gibt es nur in festgelegten Größen. Inneneinrichtungen, etwa Plüschsessel oder Schränke, landen stets zwingend in der gleichen Ecke. Steht das Bordell, bleibt die Erkenntnis: Das schaut fast so desolat aus wie vorher. Ähnlich viel Spaß macht der Wirtschaftsmodus.
In komischen Menüs, die so weit voneinander entfernt sind, dass man sich ein Zwei-Meter-Mauspad wünscht, stellen Sie Personal ein, betreiben Werbung oder mieten Kundenparkplätze. Ist alles erledigt, dürfen Sie sich zurücklehnen und dem Treiben der Liebeshungrigen zuschauen. Da stürzen sich dann geifernde Greise mit den Dirnen ins Schlafzimmer, wo ein gewaltiges Herz verdeckt, was geschieht. Das Dahinter würde mit den zwei Animationsstufen, mit denen die Figuren in Rotlicht Tycoon herumzucken, auch ziemlich lächerlich aussehen.
